Mainz (ots) – Es ist nicht nur wunderbar erfrischend, was Wolfgang Kubicki da aus Kiel mitten in der Sommerpause seiner Partei einschenkt, es ist vor allem von hinten bis vorn alles richtig, was der Mann von der Küste zum Zustand der FDP sagt. Die leidet an vielem, vor allem aber und ganz besonders daran, dass sie mit Philipp Rösler einen an ihrer Spitze hat, der seinen Job nicht kann und das mit markigen, man kann mit Fug und Recht auch sagen, unerträglich populistischen Aussagen zu überdecken versucht. Ob der Austritt Griechenlands aus Euroland zu verkraften ist, weiß heute niemand – außer Philipp Rösler. Dass er mit dem Stopp von Zahlungen an Athen droht, was er gar nicht durchsetzen kann, solange die Kanzlerin das nicht will, zeigt, dass sich der Herr Vizekanzler völlig überschätzt. Und schlimmer noch solchen “Klartext” von sich gibt, ohne zu wissen, was der Rest der FDP dazu meint. Wolfgang Kubiki langt deshalb gnadenlos hin und liefert zugleich auch die Alternative. Und die heißt in seinen und sehr wahrscheinlich auch in den Augen der meisten anderern FDPler – Christian Lindner. Wolfgang Kubicki ist ein ganz ausgeschlafener Machtpolitiker, der sehr genau weiß, was geht und was nicht. Er traut sich seine wunderbar schamlose Attacke vor allem deshalb, weil er weiß, dass Philip Rösler in der Partei kaum mehr Rückhalt hat und beim Rest der Republik, wie die jüngste wieder von Angela Merkel angeführte Politiker-Hitliste beweist, schon gleich gar nicht. Deshalb lautet seine unverfrorene Botschaft: Mit so einem gehen wir endgültig unter, also weg mit ihm, je schneller, desto besser – Recht hat er, der Terrier aus Kiel.
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