(pressebox) München, 24.03.2009, Das Konsumverbot für Alkohol in U-Bahnhöfen stößt in der Bevölkerung und bei U-Bahn-Nutzern auf breite Unterstützung. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung durch das Münchner Marktforschungsinstitut mifm. Danach finden 83% aller Befragten das seit Anfang Februar geltende Verbot gut oder sehr gut. Lediglich 8% beurteilten die neue Regelung negativ. Unter den U-Bahnnutzern fällt die Zustimmung sogar noch etwas höher aus: In dieser Gruppe unterstützen 85% das Verbot. Die Untersuchung wurde von Mitte Februar bis Mitte März im Auftrag der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) durchgeführt. 53% aller Befragten und 55% aller U-Bahnnutzer war das Konsumverbot zum Zeitpunkt der Umfrage bereits bekannt.
Alkoholkonsum belästigt Fahrgäste
Die Befragungsergebnisse bestätigen erneut, dass Alkoholtrinker in der U-Bahn von den Fahrgästen als störend empfunden werden: Zwei Drittel (66%) aller Befragten fühlen sich durch Personen, die in U-Bahnzügen Alkohol konsumieren, belästigt; 28% sogar sehr. Der Anteil der Frauen (68%) fällt erwartungsgemäß etwas höher aus als der der Männer (64%). Jüngere stehen dem Alkoholkonsum in der U-Bahn zwar etwas toleranter gegenüber als Ältere, doch auch bei ihnen überwiegt die Kritik: Unter 30- Jährige gaben zu 55% an, sich belästigt zu fühlen; in der Gruppe der 50- bis 59-Jährigen ist die Verunsicherung mit 76% am größten.
Frühere Studienergebnisse bestätigt
Das Konsumverbot für alkoholische Getränke in U-Bahnhöfen ist in der Hausordnung verankert. Sämtliche Aushänge der Hausordnung in den 98 U-Bahnstationen waren Anfang des Jahres ausgetauscht worden. Ausgangspunkt für das Alkoholkonsumverbot bei der MVG war eine umfassende Studie zum Thema "Subjektive Sicherheit in der Münchner U-Bahn". Untersuchungen in diesem Rahmen hatten ergeben, dass sich viele MVG-Kunden (besonders Frauen) durch betrunkene bzw. Alkohol konsumierende Fahrgäste verunsichert fühlen – und zwar auch solche, die zu den 93% der Fahrgäste gehören, die sich in der U-Bahn prinzipiell sicher fühlen.
König: Verbot wird klar unterstützt
MVG-Chef Herbert König: "Die Befragung zeigt deutlich, dass die große Mehrheit den Alkoholkonsum in der U-Bahn ablehnt und ein Verbot unterstützt. Dieses Votum war angesichts der Studienergebnisse zur subjektiven Sicherheit zwar zu erwarten und fiel sehr eindeutig aus. Es zeigt, dass wir mit dem Alkoholkonsumverbot richtig liegen, also dem Willen der überwältigenden Mehrheit unserer Kunden entsprechen. Es gibt für uns keinen erkennbaren Grund, unsere Verkehrsmittel und UBahnhöfe als Räume für den Alkoholkonsum zweckentfremden zu lassen und seine negativen Auswirkungen auf das Sicherheitsempfinden anderer Kundengruppen tatenlos hinzunehmen. Die MVG ist keine Kneipe, sondern ein Verkehrsunternehmen. Wer mit uns fährt, soll sicher sein und sich sicher fühlen. Das Alkoholkonsumverbot leistet dazu einen Beitrag, die Ausdehnung des Verbots auch auf unsere Fahrzeuge ist nur konsequent und wird in Kürze erfolgen."
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