5. IDM-Lauf 2011 – Salzburgring (1. – 3. Juli 2011): Luca Amato (Bergisch-Gladbach) liefert in Österreich ein spektakuläres Finish und gewinnt das Rennen der Achtelliterklasse auf dem Salzburgring



Salzburg (ots) – Der 14-jährige Luca Amato gewann nach einem packenden Finish das Rennen der Achtelliterklasse vor 10.000 Zuschauen auf dem Salzburgring. Der Aprilia-Pilot aus Bergisch-Gladbach verwies bei kühlem, aber weitestgehend trockenem Wetter seinen Teamkollegen Jack Miller aus Australien und den Sachsen Toni Finsterbusch (KTM) knapp auf die Plätze. Nach seinem Sieg liegt Amato in der Meisterschaft nur noch einen Zähler hinter Jack Miller.

Die beiden Trainings-Sessions am Samstag wurden vom 16-jährigen Australier Jack Miller dominiert. Sowohl auf feuchter Strecke am Vormittag als auch unter trockenen Bedingungen am Nachmittag fuhr der Aprilia-Pilot die schnellsten Zeiten und holte sich verdient die Pole Position. Miller war mit seiner Zeit von 1:29,674 min. knapp drei Zehntelsekunden schneller als der Schwede Alexander Kristiansson (KTM). Die übrigen Plätze in der ersten Startreihe gingen an Luca Grünwald und Luca Amato.

Der beste Start ins Rennen gelang den beiden Aprilia-Piloten vom RZT Racing Team, Luca Amato und Jack Miller. Sie gingen zunächst in Führung, doch Toni Finsterbusch schloss schnell zur Spitze auf und ging an Amato vorbei. In der vierten Runde stieß auch Luca Grünwald zur Spitzengruppe. Dann ging bei einem Bremsmanöver in der vierten Runde Amato und Grünwald an der Bridgestone-Schikane die Straße aus. Beide berührten sich und mussten den Notausgang nehmen, was sie zunächst zurück warf. So war Miller auf einen Schlag erstmal alle Verfolger los und lag 1,4 Sekunden vor Finsterbusch. Doch der KTM-Pilot fuhr die Lücke mit starken Rundenzeiten wieder zu.

Darauf folgte ein rundenlanger Fight zwischen Miller und Finsterbusch mit mehreren Führungswechseln. Dabei hielten sich die beiden jedoch selbst etwas auf, so dass Luca Amato in Runde 11 wieder aufschließen konnte. Weitere Positionswechsel folgten. So ging das Führungstrio dann auch in die letzte Runde. Toni Finsterbusch bog als Führender in die Fahrerlagerkurve ein. “Die letzte Runde war die entscheidende, leider zugunsten der anderen. Ich habe versucht, weit innen zu bleiben, das hat auch geklappt, aber dann kam der Luca außen vorbei und es war nur noch ein Meter bis zum “Grün” – den habe ich ihm gelassen. Ich bin dann schlecht aus der Kurve raus gekommen und konnte nur noch versuchen, viel Schwung auf die Gerade mitzunehmen. Aber das hat nicht mehr gereicht. Platz drei ist o.k. nach dem sch… Training gestern.” Zwischen Amato und Miller ging es noch knapper zu. Während Amato außen an Finsterbusch vorbei ging, versuchte es Miller innen. Dicht an dicht fuhren die Aprilia-Piloten durch die Kurvenpassage vor Start und Ziel. Am Ende rettete Amato 38 Hundertstelsekunden Vorsprung ins Ziel.

Der Sieger Luca Amato nach dem Rennen: “Nach dem Verbremser in der Schikane habe ich im ersten Moment gedacht: Das war’s, jetzt fährst du noch paar Punkte ein. Dann sah ich aber meine schnellen Rundenzeiten auf dem Laptimer und habe voll weiter gemacht. Das ging heute mit den 14 Runden genau auf.” Aber auch Jack Miller zeigte sich mit Platz zwei zufrieden: “Bis zur letzten Kurve war nichts klar. Dann kam Luca wieder an mir vorbei, als ich dachte, ich habe es schon. Ich war lange in Führung, machte aber ein paar Fehler. Aber das passiert. Definitiv – der zweite Platz ist o.k., ich habe die Führung in der Meisterschaft noch inne. Mal sehen, was jetzt weiter passiert.”

Mit Amato, Miller und Finsterbusch konnte der Schwede Alexander Kristiansson ab der Hälfte des Rennens nicht mehr mithalten, doch der KTM-Pilot fuhr einen sicheren vierten Rang nach Hause. Genauso einsam wie für Kristiansson war am Ende das Rennen für Luca Grünwald und Marvin Fritz, die auf den Plätzen fünf und sechs ins Ziel kamen. Den Zweikampf um Platz sieben gewann Michael Ecklmaier aus Gars gegen den Niederländer Bryan Schouten mit dem knappen Vorsprung von 31 Hundertstelsekunden.

Durch seinen Sieg verkürzte Luca Amato (105 Punkte) seinen Rückstand im Titelkampf zu Jack Miller (104) auf nur noch einen Punkt. Dritter ist mit 65 Zählern der Schwede Alexander Kristiansson.

Ergebnisse IDM 125:

5. Lauf: 1. Luca Amato (Bergisch-Gladbach) 21:09,924 Min., 2. Jack Miller (AUS/beide Aprilia) 0,038 Sek. zur., 3. Toni Finsterbusch (Krostitz) 0,197 Sek. zur., 4. Alexander Kristiansson (SWE) 3,044 Sek. zur., 5. Luca Grünwald (Waldkraiburg/alle KTM) 4,619 Sek. zur., 6. Marvin Fritz (Neckarzimmern/Honda) 12,598 Sek. zur.

IDM-Punktestand nach (5 von 8 Rennen):

1. Miller 105, 2. Amato 104, 3. Alexander Kristiansson 65, 4. Finsterbusch 52, 5. Maximilian Eckner (Dresden/Aprilia) 47, 6. Grünwald 46

Weitere Informationen und Pressefotos finden Sie auf der IDM-Homepage unter www.idm.de .

Text: Wolfgang Mihan

Pressekontakt:

IDM Int. Deutsche Motorradmeisterschaft
Wolfgang Mihan
Telefon: 0172-3505086
Email: presse@idm.de
Twitter: IDMpress

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