3000 Buddhisten meditieren im Allgäu



Hamburg / Immenstadt (ots) – Größtes jährliches Buddhistentreffen Deutschlands mit Teilnehmern aus 40 Ländern in Immenstadt am Alpsee / tibetisches Oberhaupt am 4. August zu Gast / Pressegespräch am 4. August

Mehr als 3000 Buddhisten aus über 40 Ländern treffen sich vom 4. bis 16. August beim 17. Internationalen Sommerkurs des BDD in Immenstadt am Allgäuer Alpsee. Die Veranstaltung des Buddhistischen Dachverbands Diamantweg (BDD) e.V., die in einem eigens angelegten Zeltlager stattfindet, umfasst Vorträge, geleitete Meditationen und buddhistische Zeremonien.

Programmablauf

Den Auftakt und ersten Höhepunkt des Kurses bildet der Besuch Seiner Heiligkeit des 17. Karmapa Thaye Dorje. Der 26-jährige in Nordindien lebende Exiltibeter ist der höchste geistliche Würdenträger der tibetischen Karma-Kagyü-Tradition, die im 11. Jahrhundert gegründet wurde. Sie stellt heute unter deutschen Buddhisten die verbreitetste buddhistische Schule dar. Der Karmapa wird am 4. August eine Einweihung in den Buddha des Grenzenlosen Lichts (sanskrit Amitabha) geben, die große Bedeutung für die Meditation im tibetischen Buddhismus hat. Weltweit gibt es nur wenige Möglichkeiten, an derartigen Zeremonien teilzunehmen.

Ab dem 5. August üben die Kursteilnehmer eine knappe Woche lang die Meditation des Bewussten Sterbens (tibetisch “Phowa”) unter Anleitung von Lama Ole Nydahl. Diese Praxis des tibetischen Buddhismus ermöglicht es, sich schon zu Lebzeiten auf den späteren Todeszeitpunkt vorzubereiten.

Am späten Sonntagabend des 9. August beginnt eine 72-stündige Meditation auf den Buddha des Mitgefühls, die von Sherab Gyaltsen Rinpoche und Lama Ole Nydahl im Wechsel geleitet wird. Auf tibetisch wird der Buddha des Mitgefühls “Tschenresig” (“Liebevolle Augen”) genannt. Weltweit werden sich zehntausende Buddhisten in rund 500 Meditationszentren an dieser Aktion beteiligen und dabei das Mantra des Mitgefühlsbuddha “Om Mani Peme Hung” rezitieren.

Vom 13. bis 16. August werden Sherab Gyaltsen Rinpoche und Seine Eminzenz der 14. Shamar Rinpoche den Kurs mit Vorträgen und buddhistischen Einweihungen beschließen.

Hohe Lamas geben sich ein Stelldichein im Allgäu

Sherab Gyaltsen Rinpoche wurde 1950 in Nepal geboren und noch von der letzten, 16. Inkarnation des Karmapa als Mönch ordiniert. Heute gilt der Leiter mehrerer Klöster und Baumeister zahlreicher buddhistischer Stupa-Monumente als einer der anerkanntesten Lamas in der Himalayaregion. Kunzig Shamarpa Mipham Chokyi Lodro – auch kurz Shamar Rinpoche genannt – ist die 14. Wiedergeburt einer Reihe von Lehrern, die schon vom historischen Buddha vorhergesagt wurden. Shamar Rinpoche verließ Tibet 1959 zusammen mit dem 16. Karmapa, den er bis zu dessen Tod im Jahr 1981 begleitete. Anschließend führte er die Projekte des Karmapa fort und war für die Anerkennung des 17. Karmapa Trinley Thaye Dorje verantwortlich.

Zeltlager um das buddhistische Zentrum auf Gut Hochreute

Der 68-jährige dänische Lama Ole Nydahl wurde 1972 vom 16. Karmapa beauftragt, den Buddhismus im Westen zu lehren und Kagyü-Zentren zu gründen. Seine Schüler und er haben das fast 50 Hektar große Grundstück um das Gut Hochreute, auf dem der Kurs stattfindet, im Mai 2007 für die Buddhismus Stiftung Diamantweg erworben, um ein internationales Meditations- und Begegnungszentrum zu schaffen. Der buddhistische Sommerkurs ist mit bis zu 3000 gleichzeitig anwesenden Teilnehmern die wichtigste Einzelveranstaltung des Jahres. Die Besucher übernachten in Zelten auf dem Gelände oder in Hotels und Pensionen der Region. Nydahl reist fast pausenlos um die Welt, um Vorträge zu halten und die zahlreichen buddhistischen Zentren zu besuchen, die er in den letzten 35 Jahren im Dienst der Karma-Kagyü-Tradition gegründet hat. Er ist Autor von bislang sieben Büchern über den Buddhismus, darunter “Wie die Dinge sind – eine zeitgemäße Einführung in den Buddhismus” sowie “Der Buddha und die Liebe”.

Ehrenamtliche Zusammenarbeit lebensfroher Buddhisten

Für einen Teil der aus mehr als 40 Ländern angereisten Teilnehmer bedeutet das Treffen nicht nur Meditation, sondern auch Wissens- und Erfahrungsaustausch, da sie sich ehrenamtlich in einem buddhistischen Zentrum oder Verband engagieren. Sie kommen vor allem aus Zentral- und Osteuropa, aber auch Russland, den USA und Südamerika. Für viele ist es auch eine Gelegenheit, alte Freunde wieder zu treffen.

Schon seit dem Frühjahr bereitet ein internationales Team von mehr als 200 Helfern den Kurs vor. Die Aktivitäten umfassen den Aufbau von mehr als 4000 Quadratmetern Zeltfläche und die gesamte Kursabwicklung – inklusive Verpflegung und Kindergarten. Vom Architekten über den Zimmermann bis hin zur Ärztin bringen alle ihre Fähigkeiten ehrenamtlich ein. Während des Kurses werden weitere Teilnehmer ehrenamtliche Aufgaben übernehmen.

Pressegespräch mit S.H. Karmapa und Lama Ole Nydahl

Zum Auftakt des Kurses am Dienstag, den 4. August um 12 Uhr lädt der BDD zum Pressegespräch ein auf Gut Hochreute, Hochreute 1, 87509 Immenstadt. S.H. Karmapa Thaye Dorje und Lama Ole Nydahl sprechen über Buddhismus in Europa und die Kursinhalte, die Kursorganisatoren stehen für Fragen zur Verfügung. Um 15 Uhr besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an einer großen buddhistischen Zeremonie (Ton- und Bildaufnahmen nach Absprache). Während des Kurses sind Pressetermine sowie TV- und Hörfunkaufnahmen nur nach Absprache möglich. Interviews mit S.H. dem 17. Karmapa, Sherab Gyaltsen Rinpoche und S.E. dem 14. Shamar Rinpoche können in Englisch oder mit Übersetzung ins Deutsche vereinbart werden. Interviews mit Lama Ole Nydahl finden auf Deutsch statt.

Pressekontakt:

Holm Ay, 0177 – 8009008 oder Nadja Graf, 0170 – 7309766
Email: presse@diamantweg.de
Mehr Infos: www.diamantweg.de, www.international-summercourse.org
Buddhistischer Dachverband Diamantweg e.V.
Thadenstr. 79, 22767 Hamburg

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