Berlin (ots) – Vom 13. bis 14. März 2010 treffen sich über 500 Mediziner und Patienten bei der 2nd Pan-European Conference on Haemoglobinopathies in Berlin, um in Deutschland vergleichsweise seltene Blutkrankheiten besser behandeln zu können. Die lokale Leitung des Kongresses hat Prof. Dr. med. Gerhard Gaedicke, langjähriger Direktor der Klinik für Allgemeine Pädiatrie am Otto-Heubner-Centrum für Kinder- und Jugendmedizin im Charité Campus Virchow-Klinikum Berlin, übernommen. Veranstaltet wird diese erste europaweite Tagung von der Thalassaemia International Federation (TIF), einer Non-Profit Organisation mit Sitz in Zypern, deren Vorstand zur Hälfte aus Patienten besteht, und die vom Gesundheits-Programm der Europäischen Kommission unterstützt wird. Weltweit gibt es 420 Millionen Menschen (7 % der Weltbevölkerung), die unter erblichen Krankheiten des Hämoglobins, also des roten Blutfarbstoffs leiden: der Sichelzellkrankheit und den Thalassämien. Sie kommen schwerpunktmäßig in Europa in den Mittelmeerländern vor, ebenso in Afrika, Asien und im Mittleren Osten.
230.000 Anlageträger leben in Deutschland als Einwandererland
Deutschland ist ein Einwanderungsland. Von den auf 20 Millionen geschätzen Mitbürgern mit Migrationshintergrund kommen etwa 9 Millionen aus Ländern, in denen es erbliche Krankheiten des Hämoglobins gibt. Mindestens 130.000 Anlageträger der Sichelzellkrankheit und 100.000 der ß-Thalassämien leben hier.
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