Archive for June, 2008

Neues Internetportal hilft Behörden beim Computer-Kauf

Neues Internetportal hilft Behörden beim Computer-Kauf

  •  Portal bietet verständliche und verlässliche Hilfe
  •  Gemeinsame Initiative von Wirtschaft und Bundesbehörden
  •  Umweltfreundlichkeit im Fokus

Berlin/Dessau-Roßlau, 30. Juni 2008 - Wenn Behörden, Ämter und Ministerien moderne Technik einkaufen, müssen sie auf komplizierte Regeln achten. Europäisches und deutsches Recht verbieten bei öffentlichen Ausschreibungen zum Beispiel die Nennung von Markennamen. Bei der Bestellung von Informations- und Kommunikationstechnik ist das besonders knifflig, da hier oft bestimmte Marken gesucht werden. Eine Lösung bietet das neue Onlineportal www.ITK-Beschaffung.de, das nun in Berlin von öffentlicher Hand und BITKOM gemeinsam gestartet wurde. In dem Portal finden Einkäufer stets verlässliche, verständliche und aktuelle Informationen für die produktneutrale Beschaffung von Informations- und Kommunikationstechnik. Nicht nur die Verwaltung, auch Einkäufer aus Unternehmen und privaten Institutionen können sich hier informieren. „Dieses zukunftsweisende Projekt erleichtert den Einkauf von Informations- und Kommunikationssystemen enorm“, sagt Prof. August-Wilhelm Scheer, Präsident des Hightech-Verbands BITKOM. „Außerdem bringt es juristische Sicherheit für die Beschaffer.“

Das Projekt www.ITK-Beschaffung.de ist eine gemeinsame Initiative des Beschaffungsamtes des Bundesinnenministeriums und des Hightech-Verbands BITKOM. Als gleichberechtigte Partner beteiligt sind das Bundesamt für Informationsmanagement und Informationstechnik der Bundeswehr sowie das Umweltbundesamt (UBA). Zunächst hilft die Internetseite bei der Beschaffung von Desktop-PCs. Das Angebot wird kurzfristig ausgebaut, es folgen Notebooks, Server und Multifunktionsgeräte.

„Für die Einkäufer der öffentlichen Hand ist dieses Internetangebot eine große Hilfe“, so Roderich Egeler, Direktor des Beschaffungsamtes des Bundesinnenministeriums. „Wir erwarten eine größere Zahl von Angeboten auf unsere Ausschreibungen. Das Portal fördert also den Wettbewerb und sorgt so für Einsparungen. Wir können das Geld der Steuerzahler dadurch effizienter einsetzen.“

Immer wichtiger bei der Ausschreibung von ITK-Produkten ist deren Umweltverträglichkeit. Das Portal berücksichtigt daher auch Aspekte wie niedrigen Energieverbrauch, einfache Wiederverwertbarkeit der Geräte oder geringe Lärmemissionen während des Betriebs. „Die Beschaffung energiesparender PCs durch die öffentliche Hand ist ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz – und spart Kosten“, sagt der Präsident des Umweltbundesamtes Prof. Dr. Andreas Troge. „Zusätzlich lassen sich mit umweltgerechten PCs die Lärm- und andere Gesundheitsbelastungen am Arbeitsplatz reduzieren.“

Zwei von drei E-Mail-Kunden bekommen täglich Spam

Zwei von drei E-Mail-Kunden bekommen täglich Spam

  • Mindestens 80 Prozent aller versandten Nachrichten sind Spam
  • Die meisten Anwender setzen auf Filter ihrer Provider
  • BITKOM nennt die fünf wichtigsten Tipps gegen Spam

Berlin, 29. Juni 2008 - 71 Prozent der Deutschen, die eine private E-Mail-Adresse haben, bekommen täglich mindestens eine unerwünschte Nachricht. Jeden vierten E-Mail-Kunden (27 Prozent) erreichen sogar mehr als fünf dieser so genannten Spam-Mails am Tag. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Hightech-Verbands BITKOM hervor. „Spam ist neben Viren eines der größten Ärgernisse für Internet-Nutzer“, sagt BITKOM-Präsidiumsmitglied Prof. Dieter Kempf. Mindestens 80 Prozent aller weltweit versandten E-Mails sind Spam.

Von der tatsächlichen Anzahl der versandten Spam-E-Mails bekommt die Mehrheit der Anwender allerdings nur wenig mit. Drei Viertel (75 Prozent) der deutschen E-Mail-Kunden schützen sich gegen die unerwünschten Nachrichten. Die meisten setzen dabei auf die Spam-Filter ihrer E-Mail-Anbieter (38 Prozent). 25 Prozent haben einen Filter auf dem eigenen Computer – entweder im E-Mail-Programm integriert oder als separate Software. Weitere bekannte Methoden sind, zweifelhafte Webseiten zu meiden oder spezielle Anti-Spam-Dienstleister zu nutzen.

Immerhin jeder Vierte beugt Spam überhaupt nicht vor – so das Ergebnis der BITKOM-Umfrage. „Es gibt noch großen Aufklärungsbedarf. Man muss kein Experte sein, um die Spam-Flut einzudämmen“, so Kempf. Technische Hilfen und Vorsichtsmaßnahmen seien immer noch der beste Weg gegen unerwünschte Nachrichten. Zwar droht Spam-Versendern in Deutschland seit dem vergangenen Jahr ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro. Doch die meisten Spam-Mails werden aus dem Ausland verschickt und fallen nicht unter die deutsche Gesetzgebung.

Hier die wichtigsten Tipps des BITKOM gegen Spam:

1. Komplizierte E-Mail-Adresse wählen
Spam-Versender verschicken ihre Post oft nach dem Zufallsprinzip. Sie generieren automatisch E-Mail-Adressen und probieren diese aus. Lange oder ungewöhnliche Zeichenfolgen in der eigenen E-Mail-Adresse erschweren die Arbeit der Spammer.

2. Nicht antworten
Nicht auf Spam-Mails antworten! Auch vermeintliche Abmelde-Optionen – etwa für Newsletter – sollten nicht genutzt werden. Diese Rückmeldungen sind für Spammer eine Bestätigung, dass die gewählte E Mail-Adresse aktiv ist. Künftig gibt es dann nur noch mehr Post.

3. Zweit-Adresse anlegen
Die privat genutzte E-Mail-Adresse sollte nur in Ausnahmefällen herausgegeben werden. Für Chats oder Bestellungen ist es besser, sich eine zweite Kennung anzulegen. Wer über diese Adresse zu viel Spam bekommt, kann einfach zu einer neuen wechseln. Unter der ersten Adresse bleibt er für Freunde und Bekannte weiterhin erreichbar.

4. Spam-Filter nutzen
Mit Hilfe von Spam-Filtern gelangen weniger unerwünschte Mails in den Posteingang. Die Filter sortieren verdächtige Mails aus und legen sie beispielsweise in einem gesonderten Ordner ab. Spam-Filter werden als Software für den eigenen PC oder als Service der E-Mail-Provider angeboten.

5. Blindkopien verschicken
Vorsichtig mit Kontakten von Freunden und Kollegen umgehen! Wer Mails an mehrere Personen verschickt, sollte alle Adressen im Feld „BCC“ eingeben. Dann sehen die Empfänger keine fremden Adressen.

 

BITKOM begrüßt Startschuss für neue Internet-Namen

BITKOM begrüßt Startschuss für neue Internet-Namen

  • Zusätzliche Webseiten-Kennungen wie .berlin ab 2009 möglich
  • Städte, Regionen und Firmen können die Endungen beantragen
  • BITKOM: Spekulationen mit Domains verhindern

Berlin, 27. Juni 2008 - Beim Namen für die eigene Webseite haben Unternehmen und Bürger in Zukunft mehr Möglichkeiten: Die zuständige Internet-Verwaltung ICANN hat auf ihrer Sitzung in Paris am Donnerstag grundsätzlich grünes Licht für neue Homepage-Endungen („Top Level Domains“) gegeben. Bald sind nicht nur Länderkennungen wie .de und andere bekannte Kürzel wie .com, .net und .org möglich. Auch Städte und Regionen können künftig eigene Webseiten-Endungen haben. So sind in Deutschland Bewerbungen für die Adressen .berlin und .hamburg geplant. „Damit wird das Internet noch flexibler und vielseitiger“, sagte der Präsident des Bundesverbandes BITKOM, Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer, in Berlin.

Mit der Entscheidung vom Donnerstag hat ICANN der Erweiterung des Internet-Namensraums zwar grundsätzlich zugestimmt. Die Nutzer müssen sich aber noch mindestens bis 2009 gedulden, ehe sie Webseiten mit den neuen Endungen registrieren können. Zuerst müssen interessierte Städte, Regionen und Unternehmen die gewünschten Namensräume beantragen. Die nötige Ausschreibung startet nach der Einschätzung des BITKOM frühestens im zweiten Quartal des nächsten Jahres.

„Einzelne Homepages mit den neuen Endungen sollen dann nach einem fairen und transparenten Verfahren vergeben werden“, sagt BITKOM-Präsident Prof. Scheer. „In der Startphase muss verhindert werden, dass große Mengen an Domains zu Spekulationszwecken reserviert werden.“ Dazu hat ICANN in den vergangenen Monaten Regeln entwickelt. Unternehmen und Bürger mit berechtigten eigenen Interessen sollen in den ersten Monaten Vorrang haben. Eine solche so genannte „Sunrise“-Periode hat sich Scheer zufolge bereits bei der Einführung der Endung .eu bewährt. Sie ist unter anderem auch bei der Domain-Endung .berlin vorgesehen.

Neben Städte-Kürzeln wie .berlin sind regionale Endungen wie .bzh für die französische Bretagne oder .quebec für die gleichnamige kanadische Provinz im Gespräch. Auch neue themenbezogene Kennungen wie .sport oder Domain-Endungen für große Unternehmen und Institutionen sind denkbar. Wie die Zulassung im Detail läuft, muss ICANN noch entscheiden.

Hightech-Unternehmen überwiegend zuversichtlich

Hightech-Unternehmen überwiegend zuversichtlich

  • BITKOM-Umfrage: 62 Prozent erwarten im Jahr 2008 ein Umsatzplus
  • Gerätehersteller und Telekommunikation in schwierigem Fahrwasser
  • Steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung notwendig

Berlin, 24. Juni 2008 - Die Stimmung in der Hightech-Branche ist überwiegend zuversichtlich. 62 Prozent der Unternehmen erwarten im Jahr 2008 steigende Umsätze, nur 15 Prozent rechnen mit einem Rückgang. Das hat die aktuelle Quartalsbefragung des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) in der ITK-Branche ergeben. Dabei hat die Dynamik nach einem erfreulichen Jahresauftakt in einigen Marktsegmenten leicht nachgelassen. Parallel zum Ifo-Konjunkturindex geht der BITKOM-Branchenindex im zweiten Quartal um vier Punkte auf 36 Punkte zurück. „Die Nachfrage nach Informations- und Kommunikationstechnologie ist weiterhin hoch“, sagte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer. Wirtschaft und öffentliche Hand investieren kräftig in die Modernisierung ihrer Hightech-Systeme. Stark zulegen werden im laufenden Jahr Anbieter von Software und IT-Dienstleistungen, die Unternehmen und öffentliche Verwaltungen bei der Einführung und dem Betrieb von IT-Systemen unterstützen. 72 Prozent der befragten Unternehmen erwarten in diesem Segment im Jahr 2008 ein Umsatzplus und mehr als die Hälfte wollen zusätzliche Mitarbeiter einstellen.

 Etwas schwieriger ist die Lage bei den Herstellern von IT-Geräten. Zwar erwartet fast die Hälfte der Hersteller von Computern und digitaler Bürotechnik trotz des scharfen Preiswettbewerbs im laufenden Jahr ein Umsatzplus. 38 Prozent der Firmen rechnen mit stabilen Erlösen und nur 16 Prozent mit sinkenden Umsätzen. Allerdings gingen im Vorquartal noch zwei Drittel von einem Umsatzplus im Jahr 2008 aus. „Vollwertige Notebooks haben die untere Preisschranke von 500 Euro durchbrochen“, sagte Scheer. Mit den neuen Mini-Notebooks, die ab 200 Euro kosten, hat sich zudem ein neues Marktsegment etabliert. „Die Kunden können im Sommergeschäft mit vielen attraktiven Angeboten rechnen“, sagte Scheer. Angespannt bleibt die Situation bei den Herstellern von Kommunikationstechnik, zu denen Endgerätehersteller und Produzenten von Netzwerktechnik für Telefon- und Datennetze zählen. 38 Prozent dieser Unternehmen rechnen mit einem Umsatzplus, jeder dritte mit einem Umsatzminus.

Das größte Hemmnis der Branche ist trotz der Anspannung in einigen Marktsegmenten weiterhin der Mangel an qualifiziertem Personal. 58 Prozent aller Unternehmen geben an, dass der Expertenmangel ihre Geschäfte bremst. Trotz leicht steigender Erstsemesterzahlen in den technischen Studienfächern und einem Plus bei den Anfängern in IT-Berufen hat sich das Problem nicht entschärft. „Alarmierend ist der anhaltend geringe Frauenanteil in den wichtigsten Qualifizierungswegen“, sagte Scheer. Nur 17 Prozent der Studienanfänger in der Informatik und nur 9 Prozent der neuen IT-Auszubildenden sind Frauen. Der BITKOM unterstützt daher die Initiative der Bundesregierung, mehr junge Frauen für technische Themen zu begeistern und fordert, Informatik als Pflichtfach an den Schulen einzuführen. „Das Interesse an einem Informatikstudium steigt, wenn die Schülerinnen und Schüler das Fach in der Schule in interessanter Form kennengelernt haben“, sagte Scheer. 

Dabei müsse man sich von der Vorstellung lösen, eine Verbesserung des Bildungssystems sei ohne zusätzliche Finanzmittel zu leisten. Scheer: „Bildung gibt es nicht zum Nulltarif.“ Steigende Steuereinnahmen sollten aus Sicht des BITKOM nicht nur zur Konsolidierung der öffentlichen Finanzen, sondern ebenso für Zukunftsinvestitionen verwendet werden. Das sind an erster Stelle Investitionen in das Bildungssystem und für Forschung und Entwicklung. „Die öffentlichen Haushalte müssen ausgeglichen werden, damit der gigantische Schuldenberg abgebaut werden kann“, sagte Scheer. Nur so könne die Politik finanzpolitische Spielräume zurückgewinnen. „Gleichzeitig aber braucht Deutschland Steuerentlastungen und Investitionen, wo sie direkt die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts stärken und damit zu mehr Wachstum und Beschäftigung führen“, sagte Scheer. Ein anerkanntes Instrument ist die steuerliche Förderung von Investitionen in Forschung und Entwicklung. Nach den Erfahrungen in den USA, Japan oder Frankreich führt eine steuerliche Förderung zu unmittelbar steigenden F&E-Ausgaben in der Wirtschaft. Scheer: „Angesichts der unsicheren Konjunkturaussichten und des Vorsprungs anderer FuE-Standorte ist Deutschland auf diese neuen Impulse dringend angewiesen.“

Vier von fünf Unternehmen präsentieren sich im Internet

Vier von fünf Unternehmen präsentieren sich im Internet

  • Deutsche Firmen in europäischer Spitzengruppe
  • 5 Prozentpunkte plus in Deutschland

Berlin, 22. Juni 2008 - Für die überwiegende Mehrheit deutscher Unternehmen geht es nicht mehr ohne eigenen Internetauftritt: Vier von fünf Firmen (78 Prozent) be-treiben eine eigene Web-Präsenz, teilte der Bundesverband Informations-wirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) heute in Berlin mit. Das entspricht einem Plus von 5 Prozentpunkten gegenüber dem Jahr 2006. „Die deutschen Unternehmen arbeiten sich derzeit an die europäi-sche Internet-Spitze vor“, sagte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer.
 
Deutschland hat sich in der EU damit von Platz 7 auf Platz 5 nach vorne geschoben und liegt nun schon vor Großbritannien und Frankreich. Ledig-lich die ohnehin sehr internetaffinen skandinavischen Länder verzeichnen etwas höhere Raten. Im unteren Drittel finden sich vor allem die neuen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sowie die Länder im Süden des Kontinents.

Die stärksten Zuwachsraten werden in Mittelosteuropa gemessen. So legte die Slowakei um 9 Prozentpunkte auf nunmehr 70 Prozent zu, Slowenien auf 67 Prozent (+ 5) und Estland 62 Prozent (+ 4). Der Anteil von Firmen mit eigener Homepage ist also schon in vier ehemaligen Ostblockstaaten höher als in Frankreich. Das geht aus aktuellen Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat hervor.

Handy am Steuer kann bis zu 594 Euro Strafe kosten

Handy am Steuer kann bis zu 594 Euro Strafe kosten

  • Bußgelder in Europa unterscheiden sich stark
  • Im Urlaubsland Italien drohen die höchsten Strafen
  • BITKOM gibt Tipps zum Telefonieren im Auto

Berlin, 20. Juni 2008 - Bis zu 594 Euro kann unerlaubtes Telefonieren im Auto kosten. So hoch kann die Strafe in Italien ausfallen. Das Urlaubsland hat die maximale Geldbuße im vergangenen Jahr drastisch erhöht – und ist damit Spitzenreiter in Europa. „Wer mit dem Handy am Ohr fährt, riskiert fast in allen EU-Ländern einen Teil seiner Urlaubskasse“, kommentiert der Präsident des Hightech-Verbandes BITKOM, Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. In Deutschland fällt die Strafe mit 40 Euro vergleichsweise gering aus. Weniger streng wird die Handy-Nutzung am Steuer nur in Frankreich und einzelnen osteuropäischen Ländern geahndet. „Für Fahrer, die unterwegs nicht aufs Telefonieren verzichten wollen, lohnt sich der Einbau einer Freisprecheinrichtung“, so Scheer. „Das fördert nicht nur die Verkehrssicherheit, es schont im Zweifelsfall auch den Geldbeutel.“

Der BITKOM gibt Tipps, was bei Gesprächen im Auto zu beachten ist:

1. Nicht nur Telefonieren ist im Auto untersagt
In Deutschland ist bereits verboten, das Handy in die Hand zu nehmen, wenn der Motor läuft. Deshalb gilt: Nicht nur Telefonieren mit dem Gerät am Ohr ist tabu, auch das Lesen oder Schreiben von Kurzmitteilungen. Vergleichbare Regelungen gibt es in anderen europäischen Ländern. Grund: Die Konzentrationsfähigkeit leidet in jedem Fall. Der BITKOM rät daher Autofahrern, prinzipiell nur mit Freisprecheinrichtungen oder Sprechgarnituren (Headsets) zu telefonieren. Übrigens: Anders als in Deutschland sind die Handy-Bußgelder in vielen Ländern nicht genau festgelegt. Die Polizei kann je nach Verkehrssituation einen Ermessensspielraum nutzen. 

2. Headsets sind günstig, aber nicht immer optimal
Eine günstige Variante ist ein Headset, idealerweise mit dem Kurzstreckenfunk Bluetooth. So muss kein Kabel zwischen Headset und Telefon angeschlossen werden. Moderne Headsets sind leicht und werden nur an einem Ohr befestigt. Nachteile: Auf langen Strecken können sie stören. Auch sind Headsets nicht überall im Ausland als Freisprech-Lösungen im Straßenverkehr anerkannt. 

3. „Plug and Play“ oder fester Einbau?
Das Angebot an Freisprechanlagen für Kraftfahrzeuge ist groß. Sie sind im Internet, in Kaufhäusern und Autohäusern sowie bei spezialisierten Autohifi-Werkstätten erhältlich. Günstig sind so genannte „Plug-and-Play“-Lösungen: Diese Freisprecheinrichtungen können von Laien schnell in fast jedem Auto montiert werden. Die Stromversorgung läuft dabei meist über den Zigarettenanzünder. Solche Modelle eignen sich auch für Autofahrer, die oft das Fahrzeug wechseln. Komfortabler sind Freisprechanlagen, die fest im Fahrzeug eingebaut werden: Dabei wird in der Regel das Radio automatisch stumm geschaltet, wenn ein Anruf eingeht. Durch eine optimale Platzierung des Mikrofons und einer aufwändigeren Signalverarbeitung ist die Sprachqualität meist deutlich besser. Bei vielen Modellen kann zudem eine Außenantenne angeschlossen werden, was den Empfang verbessert. Zudem gibt es bei festen Einbauten keine frei herumliegenden Kabel. Etliche moderne Anlagen können mit einer Vielzahl von Mobiltelefonen genutzt werden. Das ist empfehlenswert, wenn das Handy regelmäßig gewechselt wird.

4. Die richtige Installation
Freisprecheinrichtungen sollten stabil im Fahrzeug montiert sein, damit weder die Anlage noch das Handy bei einem Bremsmanöver oder Unfall zum Geschoss werden. Die Bedienungselemente müssen in Reichweite und im erweiterten Sichtfeld des Fahrers liegen. Wichtig ist auch, dass die Anlage nicht im Bereich der Airbags montiert wird und keine anderen Schalter verdeckt. Vor allem bei Festeinbauten gilt, die Installation im Zweifel lieber einer Fachwerkstatt zu überlassen.

Zur Methodik: Die Angaben zu Bußgeldern beruhen auf Angaben europäischer Automobilclubs und Recherchen des BITKOM. Für die Grafik wurden Beträge in Fremdwährungen nach dem Wechselkurs vom 17. Juni 2008 umgerechnet.

Online-Banking wird zum Standard

Online-Banking wird zum Standard

  • 21,5 Millionen Deutsche führen ihr Konto online
  • Nutzung hängt stark vom Bildungsgrad ab

Berlin, 19. Juni 2008 - Knapp 100 Millionen EU-Bürger nutzen das Internet für ihre Bankgeschäfte. Damit wird Online-Banking international zum Standard. Jeder vierte EU-Bürger zwischen 16 und 74 Jahren führt sein Konto im Web. Deutschland liegt über dem EU-Schnitt auf Rang 7: 35 Prozent der Deutschen führen ihr Konto online. 2006 waren es erst 32 Prozent, 2005 26 Prozent. Damit stieg die Zahl der Online-Banker in Deutschland von 20 Millionen im Jahr 2006 auf 21,5 Millionen im Jahr 2007. Das gab der BITKOM heute in Berlin bekannt. „Der Trend weg vom Filial- hin zum Online-Banking ist ungebrochen. Finanz-Transaktionen per Internet sind bequemer und meist auch billiger als vergleichbare Dienste am Bankschalter“, sagt BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. Europaweit an der Spitze liegen Finnland und Holland. Dort nutzen zwei Drittel der Bevölkerung das Internet für ihre Bankgeschäfte.

Besonders stark stieg die Nutzung in Frankreich – von 18 auf 32 Prozent. In süd- und osteuropäischen Ländern wie Griechenland, Bulgarien oder Rumänien lag die Quote Ende 2007 erst bei 2 Prozent. Diese Staaten liegen innerhalb Europas weit zurück. Scheer: „Estland zeigt, wie schnell man im Internet nach vorne kommen kann. Die Esten liegen deutlich vor Deutschland auf Rang drei.“

Eines ist in allen EU-Nationen aber gleich: Es sind meist die Männer, die die Dienste ihrer Geldinstitute online in Anspruch nehmen. Das gilt auch für Deutschland: 2007 lag die Nutzungsquote der Männer bei 40 Prozent, die der Frauen bei 31 Prozent. Besonders stark hängt die Nutzung vom Bil-dungsgrad ab. Nur 21 Prozent der Deutschen mit maximal Hauptschulabschluss haben Online-Banking genutzt, jedoch 51 Prozent aller Deutschen mit Abitur.

Zentrales Thema bei Bankgeschäften im Internet ist nach wie vor die Si-cherheit. „Die Banken nutzen moderne Technologien, um ein Höchstmaß an Sicherheit zu garantieren. Jedoch können und müssen auch die Kunden mitmachen, um sich vor Passwortdiebstahl und anderen unberechtig-ten Zugriffen zu schützen“, sagt Scheer. So sollten Nutzer niemals ihre Zugangsdaten für ein Konto an Dritte weitergeben oder auf dem Computer speichern. Dort könnten sie ausgespäht werden. Genauso wichtig ist es, die Internetadresse der eigenen Bank von Hand in die Adresszeile des Browsers einzutippen. Per Mail werden häufig Links zu gefälschten Inter-netseiten verschickt. Gibt der Kunde hier seine Geheimzahlen ein, lesen die Betrüger mit. Die BITKOM-Experten empfehlen außerdem, stets die aktuellste Version des Betriebssystems oder des Internet-Browsers zu verwenden. Bekannt gewordene Sicherheitslücken sind in der neuesten Software bereits geschlossen.

Zur Methodik: Grundlage für die Angaben zur Nutzung von Online-Banking sind Erhebungen der europäischen Statistikbehörde Eurostat. Als Nutzer gilt, wer in den drei Monaten vor der Befragung Online-Banking in Anspruch genommen hat.

Außenhandel mit Hightech im ersten Quartal rückläufig

Außenhandel mit Hightech im ersten Quartal rückläufig

  • Importe und Exporte verlieren Schwung
  • China mit Abstand größter Technologie-Lieferant
  • Polen wird wichtiger Abnehmer deutscher Hightech-Produkte

Berlin, 19. Juni 2008 - Im ersten Quartal 2008 war der Außenhandel mit Hightech-Produkten insgesamt rückläufig. Das Exportvolumen sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um 11,5 Prozent auf 10,1 Milliarden Euro. Gleichzeitig schrumpften die Importe um 5,1 Prozent auf 12,8 Milliarden Euro. Dies teilte der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) in Berlin mit. Hightech-Produkte umfassen Informations- und Kommunikationstechnik sowie digitale Unterhaltungselektronik. „Mit Ausnahme der Unterhaltungselektronik lässt die Dynamik im Außenhandel mit Hightech-Produkten spürbar nach“, sagte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer. Die Ausfuhr von Consumer Electronics legte im ersten Quartal um 1 Prozent auf den Rekordwert von 2,4 Milliarden Euro zu. Seit dem Jahr 2000 hat sich der Export von Fernsehern, Videotechnik und Kameras mehr als verdoppelt. Dagegen sank die Ausfuhr von Kommunikations-technik im ersten Quartal 2008 um 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 1,7 Milliarden Euro. Im Rahmen konjunktureller Schwankungen liegt das Exportminus in der Informationstechnik. Es erreichte im ersten Quartal 6,8 Prozent. Das Exportvolumen lag in diesem Segment bei 5,9 Milliarden Euro.
 
Deutschland exportiert seine Hightech-Produkte überwiegend in den europäischen Raum. Hauptabnehmerländer waren im ersten Quartal 2008 wie im Vorjahr Großbritannien (903 Millionen Euro) und Frankreich (836 Millionen Euro). Auf Platz drei hat sich überraschend Polen mit einem Exportvolumen von 707 Millionen Euro geschoben. Das entspricht einem Anstieg von fast 58 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. „Osteuropa entwickelt sich zu einem wichtigen Absatzmarkt für deutsche Produkte der Hochtechnologie“, sagte Scheer. Dagegen bezieht Deutschland seine Hightech-Importe überwiegend aus Asien. An der Spitze der Lieferanten steht mit weitem Abstand China mit einem Importvolumen von fast 4 Milliarden Euro im ersten Quartal. Es folgen Japan mit rund 1,4 Milliarden Euro und die USA mit 763 Millionen Euro. 

Neun Millionen Deutsche haben Profile im Internet

Neun Millionen Deutsche haben Profile im Internet

  • 20 Prozent Wachstum pro Jahr
  • Online-Netzwerke sind beliebteste Art, sich im Netz zu zeigen
  • Datenschutz ist ein Qualitätskriterium für Anbieter
  • BITKOM gibt Tipps zum Schutz der Privatsphäre

Berlin, 18. Juni 2008 - Neun Millionen Deutsche präsentieren sich in Online-Netzwerken: Bereits 12 Prozent der Bürger ab 14 Jahren veröffentlichen persönliche Infos in diesen so genannten Communitys – eine Steigerung um rund 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das geht aus einer exklusiven Erhebung von Forsa für den Hightech-Verband BITKOM hervor. „Persönliche Profile in Communitys sind die beliebteste Art, sich im Web zu zeigen“, erklärt BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. Jeder sechste Internet-Nutzer hat bereits ein solches Profil. Online-Netzwerke sind damit populärer als eigene Homepages oder Web-Tagebücher (Blogs).

Der Vielfalt sind kaum Grenzen gesetzt: So gibt es Communitys für Geschäftsleute, Schüler und Studenten, aber auch für Autofahrer, Hobbyfotografen, Heimwerker und viele andere Interessengruppen. „Viele Menschen empfinden die Web-Kommunikation mit Gleich¬gesinnten als Bereicherung“, sagt Scheer.
Ein wichtiges Thema ist dabei der Datenschutz: „Hohe Datenschutz-Standards sind zunehmend ein Qualitätskriterium für die Anbieter“, erklärt Prof. Scheer. „Zudem können Nutzer selbst über das für sie richtige Maß an Privatsphäre entscheiden.“ Sinnvoll sei eine bewusste Festlegung, welche persönlichen Daten andere Nutzer sehen sollen. Der BITKOM gibt Tipps, was bei der Nutzung von Communitys zu beachten ist:

1. Geschützte Adressdaten
Ohne persönliche Daten geht es nicht: Die meisten Communitys verlangen zumindest Name, Anschrift und/oder E-Mail-Adresse. Das dient auch der Sicherheit der Nutzer, weil so einem Missbrauch der Online-Plattform vorgebeugt wird. Die Adressdaten sind geschützt und nicht frei im Internet lesbar, wenn es die Nutzer nicht eigens anders bestimmen. Es empfiehlt sich in jedem Fall, die Datenschutzerklärung des Anbieters zu lesen. Communitys müssen per Gesetz strenge Datenschutzregeln erfüllen. So müssen sie ihre Mitglieder allgemein verständlich informieren, zu welchen Zwecken sie persönliche Daten speichern. Im Zweifel sollte man vor der Registrierung per E-Mail nachfragen.

2. Voller Name oder Pseudonym?
Communitys leben vom Vertrauen der Nutzer untereinander. Nur wenn mit offenen Karten gespielt wird, fühlen sich die Mitglieder sicher. In vielen Netzwerken ist es daher Pflicht, dass sich Nutzer mit ihrem vollen Namen registrieren. Das gilt für geschäftliche Communitys, aber auch für bekannte Netzwerke von Schülern und Studenten. „Der Zweck der meisten Plattformen ist, reale soziale Beziehungen im Netz abzubilden“, sagt BITKOM-Präsident Prof. Scheer. In Communitys, wo das nicht zutrifft, spricht aber nichts gegen Pseudonyme („Nicknames“).

3. Das richtige Maß an Offenheit
Im täglichen Leben würden die meisten Menschen Unbekannten kaum ihr Privatleben offenbaren. Auch im Internet haben es die Nutzer selbst in der Hand, den Zugang zu privaten Infos zu beschränken. In Communitys lässt sich zwischen Freunden und Fremden unterscheiden: Gute Bekannte haben Zugriff auf die neuesten Fotos, andere nicht. Gleiches gilt für persönliche Kontaktdaten oder Infos zum eigenen Freundeskreis. „Auch für junge Menschen ist das richtige Maß an Privatsphäre wichtig“, so BITKOM-Präsident Scheer. Frei zugängliche Partyfotos im Netz können zum Beispiel bei der Bewerbung um einen Job schaden.

4. Darstellung in Suchmaschinen
Profile, die in Communitys eingestellt wurden, lassen sich nicht ohne Weiteres mit Suchmaschinen finden. Das geht bei den meisten Netzwerken nur, wenn die Nutzer es ausdrücklich wünschen. So wird sichergestellt, dass lediglich Mitglieder die persönlichen Seiten lesen können, aber nicht jeder Internet-Surfer.

5. Der Umgang mit Werbung
Wie andere kostenlose Internet-Angebote finanzieren sich auch Online-Netzwerke weitgehend über Werbung. Nur einzelne Communitys, vor allem im Business-Bereich, bieten daneben auch Abonnement-Modelle in Form von Premium-Mitgliedschaften an. Wer Gratis-Angebote nutzt, bekommt daher in der Regel auch Anzeigen zu sehen. Beliebt sind „zielgruppenspezifische“ Werbe-Einblendungen. Dabei können die Unternehmen zum Beispiel festlegen, dass ein Produkt nur männlichen Nutzern zwischen 20 und 25 Jahren in bestimmten Städten gezeigt wird. Die Community kann dafür einen Filter definieren, übermittelt den werbenden Firmen aber keine persönlichen Nutzerdaten. Bei manchen Plattformen ist es möglich, solche Werbefilter individuell auszuschalten – dann bekommen aber zum Beispiel auch Männer Werbung für Lippenstifte angezeigt.

Frauen meiden technische Ausbildungen und Studiengänge

Frauen meiden technische Ausbildungen und Studiengänge

  • Nur 16 Prozent weibliche Studienanfänger in technischen Fächern
  • Geringes Interesse der Frauen verschärft den Expertenmangel
  • Hochschulen müssen mehr für den weiblichen Nachwuchs tun

Berlin, 17. Juni 2008 - Junge Frauen entscheiden sich immer noch viel zu selten für ein Studium oder eine Ausbildung im Hightech-Bereich. Zwar stellten Studienanfängerinnen im Jahr 2007 etwa die Hälfte aller Erstsemester an deutschen Hochschulen. In der technischen Fächergruppe Informatik, Maschinenbau, und Elektrotechnik waren es dagegen nur 16 Prozent. Höhere Frauenanteile erzielen allerdings die Fächer Bauingeni-eurwesen mit 25 Prozent und die Mathematik mit fast 50 Prozent. Alarmierend ist die sinkende Zahl von Mädchen in den IT-Berufen der dualen Berufsausbildung. Der Frauenanteil unter den Ausbildungsanfängern ist seit dem Jahr 2002 von 14 Prozent auf nur noch 9,1 Prozent im Jahr 2007 gesunken, berichtet der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM). „Die jungen Frauen sollten die Berufschancen im Umfeld moderner Technologien aktiv nutzen, statt den alten Rollenbildern nachzuhängen“, sagte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer anlässlich der Unterzeichnung des „Nationalen Paktes für Frauen in MINT-Berufen“ mit Bildungsministerin Annette Schavan in Berlin. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Der geringe Frauenanteil verschärft derzeit den Fachkräftemangel in den innovativen Branchen Informationswirtschaft oder Maschinenbau. So gibt es derzeit mehr als 40.000 offene Stellen für IT-Experten und mehr als 90.000 für Ingenieure. Wichtig ist laut Scheer vor allem, mehr interessierte junge Frauen für ein technisches Studium zu begeistern. „Die Hochschulen müssen sich in den technischen Fächern viel stärker um den weiblichen Nachwuchs bemühen“, sagte Scheer. Dazu gehörten Kooperationen mit Schulen, Mentoring-Programme und mehr Stipendien für talentierte Studentinnen. „Hochschulen, die sich in der Nachwuchsarbeit engagieren, sollten finanziell belohnt werden“sagte Scheer. „Wenn erst die Zahl der Doktorandinnen und Professorinnen ansteigt, wird daraus ein selbsttragender Prozess.“

Die Begeisterung für technische Themen muss aus Sicht der Hightech-Branche aber bereits in der Schule geweckt werden. Vielerorts mangelt es an spezifischen Initiativen für die gezielte Ansprache von Mädchen und jungen Frauen. Der BITKOM plädiert dafür, ab der Sekundarstufe I in den naturwissenschaftlichen Fächern flächendeckend Zusatzangebote für Mädchen anzubieten. Lernprojekte, die speziell für Mädchen angeboten werden, schaffen die Freiräume, in denen Schüle-rinnen ihren eigenen Zugang zu technischen Themen entwickeln und komplexe Fragestellungen mit Kreativität lösen. Notwendig sei zudem die Einführung eines Pflichtfachs Informatik. Die Erfahrung zeigt: Wer Informatik als Unterrichtsfach hatte, entscheidet sich eher für ein entsprechendes Studium – egal, ob Junge oder Mädchen. 

Weitere Informationen zum Pakt finden Sie auf dem Internetportal http://www.komm-mach-mint.de/

Internet-Fernsehen kommt in Schwung

Internet-Fernsehen kommt in Schwung

  • Eine viertel Million IPTV-Kunden in Deutschland
  • Markt wächst 33 Prozent in drei Monaten
  • BITKOM veranstaltet erstes Treffen der IPTV-Branche

Berlin, 17. Juni 2008 - Immer mehr Menschen sehen Fernsehen per Internet, das so genannte IPTV. Derzeit gibt es hierzulande 240.000 IPTV-Kunden, so das Ergebnis einer aktuellen Befragung des Hightech-Verbands BITKOM bei den drei IPTV-Anbietern Deutsche Telekom, HanseNet/Alice und Arcor. Ende ver-gangenen Jahres waren es erst 180.000 Kunden. „Der Markt ist im ersten Quartal 2008 um ein Drittel gewachsen, obwohl die IPTV-Angebote noch nicht breitflächig beworben wurden“, sagte BITKOM-Vizepräsident Achim Berg. Die Perspektiven des Internet-Fernsehens diskutiert die Branche am 18. Juni in Berlin beim 1. IPTV-Summit (www.iptv-summit.org).

Rund 40 Prozent der deutschen Internetnutzer können sich vorstellen, über das Web auch fernzusehen. „Damit öffnet sich ein Massenmarkt von bis zu 10 Millionen Kunden“, kommentiert Berg. Die neuen Daten sind das Ergebnis einer Studie der GfK Panel Services. Die technischen Vorausset-zungen für IPTV sind schon heute weitgehend vorhanden, weil die Netzbetreiber Milliarden in die Infrastruktur investiert haben. Nach Berechnungen des BITKOM werden Ende 2008 rund 23 Millionen Haushalte (58 Prozent) über einen Breitband-Anschluss verfügen. Breitbandzugang ist eine wesentliche Voraussetzung für den Fernsehempfang per Internet. Aus dem Weg geräumt werden müssten allerdings noch rechtliche Hürden, um diesen zukunftsträchtigen Massenmarkt entstehen zu lassen. „Wir warnen davor, die enormen Potenziale von Internet-Fernsehen durch Überregulierung zu ersticken“, sagte BITKOM-Vizepräsident Berg. 

 

Neuer Absatzrekord bei mobilen Navigationsgeräten

Neuer Absatzrekord bei mobilen Navigationsgeräten

  • Verkauf steigt im Jahr 2008 auf voraussichtlich 4,8 Millionen Stück
  • Durchschnittspreis der Geräte sinkt um 100 Euro
  • Trend zu größeren Bildschirmen und intelligenten Zusatzfunktionen

Berlin, 16. Juni 2008 - Der Absatz mobiler Navigationsgeräte erreicht einen neuen Rekord. Im Jahr 2008 werden in Deutschland voraussichtlich 4,8 Millionen tragbare Navigationsgeräte verkauft. Im Vergleich zum Vorjahr mit einem Absatz von 3,6 Millionen Geräten ist das ein Plus von 33 Prozent. Das teilte der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) zum Start der Urlaubssaison mit. „Klassische Straßenkarten aus Papier verlieren immer mehr an Bedeutung“, sagte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer. „Der Mehrwert der digitalen Geräte ist enorm: Sie ermöglichen eine regelmäßige Aktualisierung des Kartenmaterials und bieten zusätzliche Dienste wie die Übermittlung aktueller Staumeldungen und eine bequeme Routenplanung.“ Zudem werden die Geräte immer preiswerter. Während der Durchschnittspreis vor einem Jahr noch bei rund 300 Euro pro Gerät lag, zahlen die Käufer heute im Schnitt nur noch rund 200 Euro. Die sinkenden Preise führen dazu, dass der Umsatz nach BITKOM-Schätzung im Jahr 2008 mit 3 Prozent nur noch leicht auf 1,01 Milliarden Euro steigt. Grundlage der Angaben ist eine Erhebung des Marktforschungsinstituts GfK im Auftrag des BITKOM.  

Bei der Ausstattung der Navigationsgeräte geht der Trend zu größeren Bildschirmen und technischen Zusatzfunktionen. Waren im vergangenen Jahr noch Displays mit einer Bildschirmdiagonale von 3 bis 3,6 Zoll der Standard, gewinnen derzeit die größeren 4,3-Zoll-Geräte Marktanteile. Mehr als die Hälfte aller verkauften  Navigationsgeräte ist inzwischen mit dem digitalen Verkehrsfunk TMC (Traffic Message Channel) ausgestattet. TMC überträgt aktuelle Verkehrsinformationen, die vom Navigationsgerät gespeichert werden. „Mit dem digitalen Verkehrsfunk werden die Autofahrer von den halbstündigen Staumeldungen im Radio unabhängig und sie erhalten Hinweise, wie sie Behinderungen umfahren können“, sagte Scheer. Rund 40 Prozent der Geräte sind mit einem MP3-Spieler ausgestattet und knapp ein Fünftel verfügt über eine Telefonfunktion. Wer sich seinen digitalen „Beifahrer“ selbst aussuchen will, kann bei einigen Modellen eine beliebige Stimme für die Ansagen des Navigationsgeräts aufnehmen.

Kompromiss beim elektronischen Personalausweis beschleunigt dessen Einführung und Nutzung

Kompromiss beim elektronischen Personalausweis beschleunigt dessen Einführung und Nutzung

  • BITKOM begrüßt Lösung des Streits zur Speicherung von Fingerabdrücken in neuen Personalausweisen
  • Neuer Ausweis erhöht Sicherheit beim Online-Banking und eCommerce
  • Biometrische Verfahren werden schon heute vielfach eingesetzt

Berlin, 13. Juni 2008 - Der BITKOM begrüßt, dass die Politik einen Kompromiss zur Speicherung von Fingerabdrücken im elektronischen Personalausweis gefunden hat. „Je eher die Bürger die neuen elektronischen Personalausweise – mit den zusätzlichen Sicherheitsfunktionen wie der digitalen Signatur – für beispielsweise Online-Banking, den Einkauf im Internet oder die Altersverifikation im Netz nutzen, um so besser für die IT- und Internetsicherheit in Deutschland. Der nun anscheinend gefundene Kompromiss beschleunigt die Einführung und Nutzung der neuen Ausweise“, sagte Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer, Präsident des BITKOM. Der elektronische Personalausweis werde viele Missbrauchsmöglichkeiten und Sicherheitslücken für Internetnutzer schließen. „Nun erwarten wir von der Bundesregierung, dass sie schnell einen offiziellen Zeitplan und technische Konzepte für den elektronischen Personalausweis veröffentlicht. Nur dann kann die Sicherheitsindustrie sich darauf einstellen“, so Scheer.

Nach dem Kompromiss von CDU und SPD soll die Speicherung der Fingerabdrücke freiwillig sein. „Nun können die Bürger selbst entscheiden, ob sie die biometrischen Angaben nutzen wollen“, sagte Scheer. „Der Personalausweis mit Biometrie ist für viele Reiseziele so auch weiterhin als Ersatz des Reisepasses nutzbar.“

Unabhängig von der aktuellen Diskussion ist Biometrie heute schon eine vielfach genutzte Technologie. Zum Beispiel bezahlen Kunden in einigen Supermärkten freiwillig mit ihrem Fingerabdruck, werden Zugangskontrollen durch biometrische Merkmale wie Fingerabdruck, Gesicht, Iris, Stimme oder Tastenanschlag in Deutschland eingesetzt. „Ob im privaten, geschäftlichen oder hoheitlichen Umfeld: Biometrische Lösungen verbinden Erleichterung im Alltag, einfache Handhabung und Kosteneffizienz mit einem Höchstmaß an Sicherheit“, sagte Scheer. Rund 25 deutsche Referenz- und Pilotprojekte stellt der BITKOM in seiner aktuellen „Broschüre Biometrie“ vor.

Unter Biometrie versteht man automatisierte Methoden, um Menschen zu erkennen. Körperliche oder Verhaltensmerkmale von Personen werden mit elektronisch gespeicherten Datensätzen verglichen. So können Menschen aus einem unbestimmten Personenkreis erkannt werden. Zudem kann – etwa für eine Zugangskontrolle – automatisch überprüft werden, ob eine Person zu einem bestimmten Personenkreis gehört. Der Vorteil biometrischer Verfahren gegenüber herkömmlichen Technologien: Während Ausweise oder Passwörter vergessen, gestohlen, gefälscht oder bewusst weitergegeben werden können, sind Fingerabdruck, Iris, Gesicht oder Stimme untrennbar mit der Person verbunden.

Die Biometrie-Broschüre kann kostenlos unter http://www.bitkom.org/de/presse/8477_52144.aspx  heruntergeladen werden.

Dresden ist die heimliche Hightech-Hauptstadt

Dresden ist die heimliche Hightech-Hauptstadt

  • BITKOM-Ranking: Welche Regionen die meisten Hightech-Jobs haben 
  • Nord-Süd-Gefälle bei der Verteilung zukunftsfähiger Arbeitsplätze
  • Stärkere regionale Innovationspolitik notwendig

Berlin, 13. Juni 2008 - Dresden ist die heimliche Hightech-Metropole Deutschlands. In der sächsischen Landeshauptstadt arbeiten 8,7 Prozent aller Beschäftigten im Hightech-Sektor. Dazu zählen unter anderem Mitarbeiter in der Produktion von IT-Geräten, Unterhaltungselektronik und Medizintechnik sowie Forscher und Entwickler. Auf den Plätzen zwei und drei folgen der Großraum München mit 8,5 Prozent sowie die Region Nürnberg/Erlangen mit 7,6 Prozent der Beschäftigten. Das ist das Ergebnis eines Rankings, das der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) vorgestellt hat. Ebenfalls gut platziert sind die Region Karlsruhe und die Stadt Berlin, die auf den vierten und fünften Rang kommen. Schlusslichter sind die strukturschwachen Regionen Mecklenburg-Vorpommern, wo nur 2,8 Prozent der Beschäftigten im Hightech-Sektor arbeiten sowie Weser-Ems und Sachsen-Anhalt mit 3,2 Prozent. „Die Struktur der regionalen Arbeitsmärkte zeigt ein starkes Nord-Süd-Gefälle bei der Verteilung von Hightech-Jobs“, sagte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer. Abgesehen von den Stadtstaaten Berlin und Hamburg sei der Norden Deutschlands in weiten Teilen eine „Hightech-Wüste“. Scheer: „Das ist aber kein Naturgesetz. Eine kluge Innovationspolitik kann das bereits mittelfristig ändern.

In Dresden hat insbesondere die Ansiedlung der großen Chiphersteller Infineon und AMD dazu geführt, dass dort heute mehr als 62.000 Menschen in Hightech-Jobs arbeiten. In absoluten Zahlen gerechnet ist allerdings München mit 182.000 die Stadt den meisten Beschäftigten im Hightech-Bereich. Insgesamt arbeiten in Deutschland 1,93 Millionen Beschäftigte in Hightech-Unternehmen oder Forschungseinrichtungen. Das entspricht 5,2 Prozent aller Beschäftigten. Im internationalen Vergleich ist Deutschland mit einem Fünftel aller Arbeitsplätze in Europa der mit Abstand größte Arbeitgeber auf dem Gebiet der Hochtechnologie. Grundlage der Angaben ist eine BITKOM-Auswertung von aktuellen Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat.

„Die Schaffung zukunftsfähiger Arbeitsplätze in den im Ranking vorne platzierten Regionen ist einer erfolgreichen Standortpolitik zu verdanken“, sagte BITKOM-Präsident Scheer. So ist in Dresden die größte Produktion von Halbleitern in Europa entstanden, in München hat sich ein Zentrum der Software- und Biotechnologie-Branche entwickelt und Nürnberg/Erlangen steht für moderne Medizintechnik. „Der Ausbau und die Schaffung international wettbewerbsfähiger Hightech-Cluster ist eine zentrale Aufgabe der Innovationspolitik“, sagte Scheer. Es fehle aber an der notwendigen Koordination zwischen Bund, Ländern und Gemeinden. Derzeit gibt es in Deutschland mehr als 130 unterschiedliche Cluster, deren Schwerpunkte sich vielfach überschneiden. „Die Schaffung vieler kleiner Kompetenzzentren widerspricht dem Ziel, Kräfte zu bündeln und international konkurrenzfähige Einheiten zu schaffen“, sagte Scheer. Daher fordert der BITKOM, die Cluster-Politik deutschlandweit abzustimmen.

Download-Markt wächst weiter rasant

Download-Markt wächst weiter rasant

  • 12 Millionen Downloads im ersten Quartal 2008
  • Umsatz legt um ein Drittel zu
  • Stark steigendes Interesse bei älteren Menschen

Berlin, 12. Juni 2008 - Ob Musik, Hörbücher, Videos, Spiele oder Software: Der Markt für Downloads aus dem Internet wächst weiterhin rasant. Im ersten Quartal 2008 haben die Deutschen 12 Millionen Downloads im Wert von 52 Millionen Euro getätigt – ein Drittel mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Besonders stark wächst das Interesse bei den Über-50-Jährigen. Das teilte der Hightech-Verband BITKOM heute in Berlin mit. „Wir rechnen damit, dass sich der Boom in gleichem Tempo fortsetzt“, sagte BITKOM-Vizepräsident Achim Berg. Auch mit der Gesamtbilanz für 2007 können die Anbieter äußerst zufrieden sein: Sie steigerten ihren Umsatz im Vergleich zu 2006 um 32 Prozent auf 173 Millionen Euro. Grundlage der Angaben ist eine Erhebung des Marktforschungsinstituts GfK für den BITKOM. „Der Markt profitiert auch davon, dass schnelle Internetzugänge zum Standard werden“, erklärt Berg. „Damit gelingt das Herunterladen auch großer Dateien in wenigen Sekunden.“ Heute verfügt jeder zweite Haushalt über Breitband-Internet. Zudem werden Downloads billiger: Der Durchschnittspreis sank in den vergangenen zwei Jahren insgesamt um 13 Prozent auf 4,13 Euro.
 
Die Nachfrage geht dabei vor allem auf Männer zurück. Sie stehen derzeit für zwei Drittel aller legalen Downloads (63 Prozent im ersten Quartal 2008). Ähnlich deutlich ist das Bild bei der Altersstruktur. 41 Prozent der Kunden sind weniger als 30 Jahre alt. Dennoch sind Downloads kein reines Jugendphänomen mehr. Mehr als ein Viertel aller Käufer (29 Prozent) ist heute 40 Jahre und älter. Wachstum gibt es insbesondere in der Gruppe der Über-50-Jährigen. Sie konnten ihren Anteil an allen Downloads auf 12 Prozent steigern. Vor einem Jahr waren es erst 8 Prozent. Das entspricht einer Steigerung von 50 Prozent in dieser Altersgruppe.

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