Berlin/Dessau-Roßlau, 30. Juni 2008 - Wenn Behörden, Ämter und Ministerien moderne Technik einkaufen, müssen sie auf komplizierte Regeln achten. Europäisches und deutsches Recht verbieten bei öffentlichen Ausschreibungen zum Beispiel die Nennung von Markennamen. Bei der Bestellung von Informations- und Kommunikationstechnik ist das besonders knifflig, da hier oft bestimmte Marken gesucht werden. Eine Lösung bietet das neue Onlineportal www.ITK-Beschaffung.de, das nun in Berlin von öffentlicher Hand und BITKOM gemeinsam gestartet wurde. In dem Portal finden Einkäufer stets verlässliche, verständliche und aktuelle Informationen für die produktneutrale Beschaffung von Informations- und Kommunikationstechnik. Nicht nur die Verwaltung, auch Einkäufer aus Unternehmen und privaten Institutionen können sich hier informieren. „Dieses zukunftsweisende Projekt erleichtert den Einkauf von Informations- und Kommunikationssystemen enorm“, sagt Prof. August-Wilhelm Scheer, Präsident des Hightech-Verbands BITKOM. „Außerdem bringt es juristische Sicherheit für die Beschaffer.“
Das Projekt www.ITK-Beschaffung.de ist eine gemeinsame Initiative des Beschaffungsamtes des Bundesinnenministeriums und des Hightech-Verbands BITKOM. Als gleichberechtigte Partner beteiligt sind das Bundesamt für Informationsmanagement und Informationstechnik der Bundeswehr sowie das Umweltbundesamt (UBA). Zunächst hilft die Internetseite bei der Beschaffung von Desktop-PCs. Das Angebot wird kurzfristig ausgebaut, es folgen Notebooks, Server und Multifunktionsgeräte.
„Für die Einkäufer der öffentlichen Hand ist dieses Internetangebot eine große Hilfe“, so Roderich Egeler, Direktor des Beschaffungsamtes des Bundesinnenministeriums. „Wir erwarten eine größere Zahl von Angeboten auf unsere Ausschreibungen. Das Portal fördert also den Wettbewerb und sorgt so für Einsparungen. Wir können das Geld der Steuerzahler dadurch effizienter einsetzen.“
Immer wichtiger bei der Ausschreibung von ITK-Produkten ist deren Umweltverträglichkeit. Das Portal berücksichtigt daher auch Aspekte wie niedrigen Energieverbrauch, einfache Wiederverwertbarkeit der Geräte oder geringe Lärmemissionen während des Betriebs. „Die Beschaffung energiesparender PCs durch die öffentliche Hand ist ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz – und spart Kosten“, sagt der Präsident des Umweltbundesamtes Prof. Dr. Andreas Troge. „Zusätzlich lassen sich mit umweltgerechten PCs die Lärm- und andere Gesundheitsbelastungen am Arbeitsplatz reduzieren.“





Berlin, 19. Juni 2008 - Im ersten Quartal 2008 war der Außenhandel mit Hightech-Produkten insgesamt rückläufig. Das Exportvolumen sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um 11,5 Prozent auf 10,1 Milliarden Euro. Gleichzeitig schrumpften die Importe um 5,1 Prozent auf 12,8 Milliarden Euro. Dies teilte der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) in Berlin mit. Hightech-Produkte umfassen Informations- und Kommunikationstechnik sowie digitale Unterhaltungselektronik. „Mit Ausnahme der Unterhaltungselektronik lässt die Dynamik im Außenhandel mit Hightech-Produkten spürbar nach“, sagte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer. Die Ausfuhr von Consumer Electronics legte im ersten Quartal um 1 Prozent auf den Rekordwert von 2,4 Milliarden Euro zu. Seit dem Jahr 2000 hat sich der Export von Fernsehern, Videotechnik und Kameras mehr als verdoppelt. Dagegen sank die Ausfuhr von Kommunikations-technik im ersten Quartal 2008 um 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 1,7 Milliarden Euro. Im Rahmen konjunktureller Schwankungen liegt das Exportminus in der Informationstechnik. Es erreichte im ersten Quartal 6,8 Prozent. Das Exportvolumen lag in diesem Segment bei 5,9 Milliarden Euro.

Berlin, 12. Juni 2008 - Ob Musik, Hörbücher, Videos, Spiele oder Software: Der Markt für Downloads aus dem Internet wächst weiterhin rasant. Im ersten Quartal 2008 haben die Deutschen 12 Millionen Downloads im Wert von 52 Millionen Euro getätigt – ein Drittel mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Besonders stark wächst das Interesse bei den Über-50-Jährigen. Das teilte der Hightech-Verband BITKOM heute in Berlin mit. „Wir rechnen damit, dass sich der Boom in gleichem Tempo fortsetzt“, sagte BITKOM-Vizepräsident Achim Berg. Auch mit der Gesamtbilanz für 2007 können die Anbieter äußerst zufrieden sein: Sie steigerten ihren Umsatz im Vergleich zu 2006 um 32 Prozent auf 173 Millionen Euro. Grundlage der Angaben ist eine Erhebung des Marktforschungsinstituts GfK für den BITKOM. „Der Markt profitiert auch davon, dass schnelle Internetzugänge zum Standard werden“, erklärt Berg. „Damit gelingt das Herunterladen auch großer Dateien in wenigen Sekunden.“ Heute verfügt jeder zweite Haushalt über Breitband-Internet. Zudem werden Downloads billiger: Der Durchschnittspreis sank in den vergangenen zwei Jahren insgesamt um 13 Prozent auf 4,13 Euro.