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Steuern sparen mit Computer, Internet und Telefon

May 16, 2008 by Web Internet · Leave a Comment 

Steuern sparen mit Computer, Internet und Telefon

  • Berufstätige können die Kosten für private ITK-Geräte von der Steuer absetzen, wenn sie diese für die Arbeit nutzen

Berlin, 15. Mai 2008 - Am 31. Mai läuft die Frist für die Abgabe der Einkommensteuererklärung für 2007 ab. BITKOM zeigt, unter welchen Voraussetzungen Arbeitnehmer diese Kosten von der Steuer absetzen können.

  • Computer und andere IT-Geräte: Wer seinen privat angeschafften Computer „in erheblichem Umfang“ auch für die Arbeit nutzt, kann die Kosten von der Steuer absetzen. Für die Finanzämter ist dabei der Anteil der beruflichen Nutzung maßgeblich. Für den Nachweis ist es sinnvoll, eine schriftliche Bestätigung des Arbeitgebers einzureichen oder drei Monate lang die Nutzung des Computers aufzuzeichnen. Ist ein Nachweis nicht möglich, gehen die Finanzämter von einer Aufteilung von 50 zu 50 (beruflich/privat) aus. Die Anschaffungskosten werden nicht auf einen Schlag geltend gemacht, sondern müssen über drei Jahre verteilt werden. Dies gilt für PCs und zugehörige Geräte wie Drucker, Monitor oder Modem inklusive der Mehrwertsteuer. Pro Jahr sind zudem Verbrauchsmaterialien, zum Beispiel Toner, Papier oder auch Software bis zu 410 Euro abzugsfähig.
  • Internet, Telefon, Handy, Fax: Analog zum Geräte-Kauf können Steuerzahler die Kosten für berufliche Telefongespräche oder den Internetzugang absetzen. Das Finanzamt erkennt 20 Prozent der Telekommunikationsaufwendungen, höchstens jedoch 20 Euro pro Monat, pauschal als Werbungskosten an. Wer höhere Aufwendungen absetzen will, sollte mindestens drei Monate den Gebrauch aufzeichnen. Dabei ist bei Telefongebühren ein Einzelverbindungsnachweis über ein- und ausgehende Gespräche hilfreich. Beim Internetzugang ist in der Regel kein Einzelnachweis möglich. Nach der aktuellen Rechtsprechung wird für alle Kosten im Zusammenhang mit einem Internetanschluss eine Aufteilung von 50 zu 50 (privat/beruflich) angenommen.
  • Computerkurse: Aufwendungen eines Arbeitnehmers für Computerkurse und Software-Schulungen werden in voller Höhe als Werbungskosten anerkannt. Voraussetzung ist, dass ein Computerkurs mit der beruflichen Tätigkeit im Zusammenhang steht und die erworbenen Kenntnisse auch im Beruf eingesetzt werden. Das muss der Kursteilnehmer nachweisen. In jedem Fall sollte er eine Teilnahmebescheinigung bei den Finanzämtern einreichen. Besser ist eine Erklärung des Arbeitgebers, die den beruflichen Anlass der Schulung deutlich macht. Neben den Kursgebühren können die Fahrtkosten (0,30 Euro pro Entfernungskilometer bei Fahrten mit dem eigenen Auto oder Kosten für öffentliche Verkehrsmittel), Übernachtungskosten und Mehraufwendungen für Verpflegung geltend gemacht werden.
  • Private Nutzung der IT des Arbeitgebers: Keine steuerlichen Probleme gibt es, wenn ein Arbeitnehmer unentgeltlich Computer, Festnetztelefon, Handy oder Internetzugang seines Arbeitgebers zu privaten Zwecken nutzt. Denn die Vorteile, die ein Arbeitnehmer aus dieser Nutzung zieht, unterliegen weder der Einkommen- noch der Mehrwertsteuer.

Verschiebungen im Telekommunikationsmarkt

May 15, 2008 by Web Internet · Leave a Comment 

Verschiebungen im Telekommunikationsmarkt

  • Handy und Internettelefonie werden immer beliebter
  • Boom bei Internetzugängen und Datendiensten
  • Festnetztelefonie schrumpft
  • Kunden profitieren von weiter sinkenden Preisen

Berlin, 15. Mai 2008 - Die Bundesbürger haben noch nie so viel telefoniert wie im vergangenen Jahr. Laut Bundesnetzagentur ist das Gesprächsvolumen 2007 im Vergleich zum Vorjahr um 5,1 Prozent auf 253 Milliarden Minuten gestiegen. Das entspricht im Durchschnitt 51 Stunden pro Person und Jahr. Am stärksten legte die Internettelefonie mit 78 Prozent zu, gefolgt von Gesprächen per Handy mit plus 19,6 Prozent. Telefonate per Festnetz sind hingegen mit minus 3,4 Prozent rückläufig. Das berichtet der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM). „Intensiver Wettbewerb und technologischer Fortschritt lassen die Preise für Telefon und Internet weiter fallen – davon profitieren die Kunden“, sagte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer.
 

 

Trotz dieses Booms wird der Umsatz mit Telekommunikationsdiensten in Euro und Cent in Deutschland im Jahr 2008 unter dem Strich leicht sinken. Der Markt für Telekommunikationsdienste erreicht nach BITKOM-Angaben im Jahr 2008 ein Volumen von rund 56 Milliarden Euro. Das entspricht einem Minus von 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Grund für den Rückgang sind weiter fallende Preise, die zu sinkenden Umsätzen im Festnetz und beim Handy führen. „Die niedrigen Handy-Tarife haben außerdem zur Folge, dass weniger mit dem Festnetz telefoniert wird“, sagte Scheer. Als Alternative zum Festnetz etabliert sich zudem die Internettelefonie. Kräftiges Wachstum verzeichnet entsprechend das Geschäft mit Internetzugängen und Datendiensten. Nach BITKOM-Schätzung steigt der Umsatz im Festnetz 2008 um 4,7 Prozent auf 13,4 Milliarden Euro. Mobile Datendienste legen sogar um 7,1 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro zu. Für 2009 kündigt BITKOM eine rote Null im Telekommunikationsmarkt an.

Personenerkennung durch Biometrie zunehmend verbreitet

May 9, 2008 by Web Internet · Leave a Comment 

Personenerkennung durch Biometrie zunehmend verbreitet

  • Biometrische Verfahren werden schon heute u.a. in Schulen, Stadien oder Krankenhäusern eingesetzt
  • BITKOM stellt 25 Projekte aus der Praxis vor
  • Deutsche Unternehmen bei Gesichtserkennung weltweit führend

Berlin, 9. Mai 2008 - Oberstufenschüler eines Hamburger Gymnasiums betreten seit Februar 2007 auch außerhalb der regulären Schulzeiten und ohne Aufsichtpersonal ihre Schulbibliothek – die Identifikation erfolgt per Fingerabdruck. Rund 70.000 Dauerkarten-Inhaber des Hannoveraner Zoos kommen schnell und komfortabel auf das Gelände – an den Kassen wird ihre Identität per automatischer Gesichtserkennung überprüft, ein Missbrauch der Dauerkarten wird so verhindert. Außendienstmitarbeiter einer großen Versicherungs-gruppe fragen seit 2007 über ein Sprachportal vor Terminen Kundendaten telefonisch ab – dabei werden sie an ihrer Stimme identifiziert, der Daten-schutz ist gewährleistet.

Zugangskontrollen durch biometrische Merkmale wie Fingerabdruck, Gesicht, Iris, Stimme oder Tastenanschlag werden bereits heute erfolgreich in Deutschland eingesetzt. Rund 25 deutsche Referenz- und Pilotprojekte stellt der BITKOM in seiner aktuellen „Broschüre Biometrie“ vor. „Ob im privaten, geschäftlichen oder hoheitlichen Umfeld: Biometrische Lösungen verbinden Erleichterung im Alltag, einfache Handhabung und Kosteneffizienz mit einem Höchstmaß an Sicherheit“, sagt Prof. Dieter Kempf, Mitglied des BITKOM-Präsidiums. Der Vorteil biometrischer Verfahren gegenüber herkömmlichen Technologien: Während Ausweise oder Passwörter vergessen, gestohlen, gefälscht oder bewusst weitergegeben werden können, sind Fingerabdruck, Iris, Gesicht oder Stimme untrennbar mit der Person verbunden.

Derzeit stellen knapp 100 deutsche Unternehmen mit mehreren tausend Beschäftigten biometrische Produkte her oder befassen sich mit der Systemintegration. Die meisten dieser Unternehmen sitzen in Bayern und Baden-Württemberg, gefolgt von Hessen sowie Nordrhein-Westfalen und Berlin. „Die deutsche Biometriebranche genießt international einen guten Ruf und ist bei der Gesichtserkennung weltweit führend“, sagt Kempf.

Der Biometriemarkt in Deutschland wächst von rund 120 Millionen Euro im Jahr 2006 auf voraussichtlich rund 300 Millionen Euro im Jahr 2010. Die Technologie mit dem größten Marktanteil bleibt die Erkennung von Fingerabdrücken. An Bedeutung gewinnt die Gesichtserkennung. Deren Anteil am Marktumsatz wird von derzeit gut einem Fünftel auf ungefähr 30 Prozent steigen. Das geht aus einer Studie hervor, die Roland Berger Strategy Consultants für BITKOM erstellt hat.

Unter Biometrie versteht man automatisierte Methoden, um Menschen zu erkennen. Körperliche oder Verhaltensmerkmale von Personen werden mit elektronisch gespeicherten Datensätzen verglichen. So können Menschen aus einem unbestimmten Personenkreis erkannt werden. Zudem kann – etwa für eine Zugangskontrolle – automatisch überprüft werden, ob eine Person zu einem bestimmten Personenkreis gehört.

Jeder zehnte Blumenstrauß wird im Web gekauft

May 8, 2008 by Web Internet · Leave a Comment 

Jeder zehnte Blumenstrauß wird im Web gekauft

  • Rund 300 Millionen Euro Online-Umsatz mit Schnittblumen
  • Der Muttertag beflügelt Blumenverkäufe auch im Internet

Berlin, 8. Mai 2008 - Am kommenden Sonntag ist Muttertag, und damit beginnt auch im Internet die wichtigste Zeit für Floristen. Etwa jeder zehnte Strauß wird bereits im Web bestellt. Das hat eine aktuelle Erhebung des Bundesverbandes BITKOM ergeben. „Der Online-Blumenhandel hat sich etabliert. Das zeigt, dass das Web nicht nur eine Shopping-Meile für Hightech ist“, sagt BITKOM-Vizepräsident Heinz Paul Bonn. Die deutschen Blumenhändler machen laut BITKOM über das Internet rund zehn Prozent ihres Gesamtumsatzes mit Schnittblumen. Dieser lag 2007 bei 3,15 Milliarden Euro, wie aus Daten der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) der Agrarwirtschaft hervorgeht. Darin sind private und gewerbliche Käufe enthalten. Pro Kopf geben die Deutschen jährlich 38 Euro für Schnittblumen aus.

Muttertag und Valentinstag sind Branchenangaben zufolge die wichtigsten Anlässe zum Blumenschenken. Für den Muttertag am 11. Mai nehmen einzelne Anbieter noch am Samstagmorgen Bestellungen an. Die Sträuße werden dann über Händler vor Ort ausgeliefert. Bei Anbietern, die Blumen per Post verschicken, muss die Bestellung in der Regel spätestens am Freitag eingehen. Das im Internet übliche Widerrufsrecht gilt nicht für Schnittblumen. Einige Shops erstatten aber den Kaufpreis, wenn die Kunden nicht zufrieden sind. Deshalb empfiehlt es sich, die Lieferbedingungen zu vergleichen.

Zur Methodik: Die BITKOM-Angaben basieren auf Markteinschätzungen des Blumenhandels und der Agrarwirtschaft. An der Erhebung haben teilgenommen: Fachverband Deutscher Floristen (FDF), Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP), Blumenbüro Holland. Der genannte Anteil online gekaufter Schnittblumen stellt einen Mittelwert dar.

Mehrheit der PC-Nutzer hält Daten im Netz für sicher

May 6, 2008 by Web Internet · Leave a Comment 

Mehrheit der PC-Nutzer hält Daten im Netz für sicher

  • 57 Prozent haben keine Bedenken, 39 Prozent sind skeptisch
  • BITKOM: Noch viel Aufklärung nötig
  • Tipps für Datensicherheit im Internet

Berlin, 6. Mai 2008 - Die meisten deutschen Computernutzer haben keine Angst um persönliche Daten im Internet: Eine Mehrheit von 57 Prozent hält ihre Daten für sicher oder sehr sicher. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Hightech-Verbandes BITKOM in Zusammenarbeit mit Forsa, bei der mehr als 1.000 Bürger befragt wurden. Nur jeder dritte PC-Nutzer (32 Prozent) hält seine Daten im Netz für „eher unsicher“ und lediglich 7 Prozent meinen, sie seien „völlig unsicher“. „Das ist ein beachtlicher Vertrauensbeweis für das Web, aber es ist noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten“, sagt BITKOM-Präsidiumsmitglied Prof. Dieter Kempf. Es gehe nicht darum, tatsächliche Gefahren zu verharmlosen, sondern den Nutzern wirksame Tipps zu geben. „Ob die Daten sicher sind, hängt wesentlich vom Anwender ab. Wer einige Grundregeln beachtet, kann seine Privatsphäre im Netz wirksam schützen.“

Hier die wichtigsten Tipps für sichere Daten im Internet:

PC-Sicherheit
Eine gute Sicherheitsausstattung ist besonders für Internet-Banking und Online-Shopping wichtig. Ein modernes Anti-Viren-Programm und eine so genannte Firewall, die den Rechner vor schädlichen Dateien aus dem Netz schützen, müssen vor der ersten Web-Sitzung installiert werden. Für diese Programme und das Betriebssystem des PCs werden regelmäßig Aktualisierungen angeboten. Nutzer sind gut beraten diese Updates umgehend zu installieren – am besten automatisch.

Online-Banking
Die Schäden durch Diebstahl von Geheimzahlen, das so genannte Phishing, nehmen zu – im letzten Jahr gemäß einer BITKOM-Hochrechnung um rund 50 Prozent. Deshalb sollten vertrauliche Daten nie im Netz eingeben werden, wenn man per E-Mail dazu aufgefordert wird. Solche Mails sind immer gefälscht, am besten sollte man sie sofort löschen. Das gleiche gilt für dubiose E-Mails von Unbekannten – vor allem, wenn eine Datei angehängt ist. Dahinter könnte ein Schadprogramm stecken, das Passwörter ausspioniert. Beim Online-Banking sollte man die offizielle Adresse der Bank immer direkt eingeben oder über eigene Lesezeichen (Favoriten) aufrufen. Die Verbindung zum Bankcomputer muss verschlüsselt sein. Das ist erkennbar an den Buchstaben „https“ in der Web-Adresse und einem Schloss- oder Schlüssel-Symbol im Web-Programm. Zukünftig erkennen Verbraucher sichere Webseiten auch an einer grün hinterlegten Adresszeile, wenn sich der Betreiber vorab einer unabhängigen Prüfung unterzogen hat. Wichtig ist beim Online-Banking in jedem Fall, ein modernes Überweisungsverfahren wie iTAN, mTAN oder ein Kartenlesegerät zu nutzen – im Zweifel kann man die Bank danach fragen.

Online-Einkauf
41 Prozent aller Deutschen kaufen im Netz ein. Von knalligen Webseiten sollte man sich aber nicht beeindrucken lassen. Zeichen für die Seriosität eines Shops sind ein Impressum mit voller Anschrift und Nennung des Inhabers oder Geschäftsführers sowie verständliche Geschäftsbedingungen (AGB). Man sollte die Datenschutzerklärung lesen und prüfen, ob unerwünschte Werbe-Mails abgelehnt werden können. Viele Shops werden von unabhängigen Experten geprüft und erhalten ein Zertifikat oder Siegel. Mit die wirksamste Kontrolle üben die Kunden selbst aus: Auf zahlreichen Shopping-, Preisvergleich- und Auktionsseiten können sie die Händler beurteilen. Wer gute Bewertungen hat, rückt in die engere Wahl.

Soziale Netzwerke
Fast jeder fünfte Deutsche (18 Prozent) hat bereits Informationen über sich im Internet veröffentlicht – in der Generation der 14- bis 29-Jährigen bereits jeder Zweite. Am beliebtesten sind Profile in sozialen Netzwerken, so genannten Communitys. Nutzer haben es oft selbst in der Hand, das richtige Maß an Privatsphäre zu wählen. Sie können bewusst entscheiden, welche persönlichen Daten andere Mitglieder sehen dürfen. Häufig lässt sich zwischen Freunden und Fremden unterscheiden. Aber auch Datenschutzerklärung und Geschäftsbedingungen der Community sind wichtig – darin steht, wie Mitgliederdaten genutzt werden dürfen. Am besten prüft man dies gleich bei der Anmeldung, denn einmal erzeugte Daten halten sich im Netz oft sehr lange.

Start-ups scheitern am häufigsten am Geld

May 5, 2008 by Web Internet · Leave a Comment 

Start-ups scheitern am häufigsten am Geld

  • Zwei Drittel brauchen nicht mehr als 40.000 Euro Startkapital
  • Nur 17 Prozent der Gründer erhalten Geld von Banken
  • BITKOM fordert bessere Bedingungen für private Investoren

Berlin, 5. Mai 2008 - Geplante Unternehmensgründungen scheitern am häufigsten am Geld. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Hightech-Verbandes BITKOM. Befragt wurden dabei Teilnehmer des Gründerwettbewerbs Multimedia des Bundeswirtschaftsministeriums. „Fehlendes Startkapital, unsichere Einnahmen und lukrative Jobangebote bei anderen Unternehmen sind die drei wichtigsten Gründe, warum potenzielle Gründer ihre Ideen nicht weiterverfolgen“, analysiert BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. Bei zwei von drei gescheiterten Gründungsplänen (64 Prozent) fehlten Kapitalgeber für das Start-up, und in jedem dritten Fall spielten Sorgen um das Einkommen eine wesentliche Rolle. „Das ist ein klares Zeichen, dass Start-ups in Deutschland bessere Finanzierungsbedingungen brauchen“, erklärte Scheer. „Eine innovative Volkswirtschaft kann es sich nicht leisten, wertvolle Geschäftsideen in großem Maßstab zu verlieren.“

Das Ergebnis der Studie ist Scheer zufolge auch deshalb ernüchternd, weil viele Start-ups kein sonderlich hohes Anfangskapital brauchen: Zwei Drittel der Gründer kommen in der Startphase mit bis zu 40.000 Euro aus. „Man sollte meinen, dass es bei einer solchen Summe nicht schwierig ist, Kapitalgeber für gute Ideen zu finden“, erklärt Scheer. „In der Realität sieht es leider oft anders aus.“ Einer Mehrheit der Gründer gelingt es nicht, an Kredite, Wagniskapital oder öffentliche Zuschüsse und Darlehen zu gelangen. Scheer: „Zwei Faktoren sind dafür ausschlaggebend: die Skepsis der Geldgeber und Kommunikationsprobleme.“ Zwei von drei abgewiesenen Gründern gaben zu Protokoll, ihre Idee habe die Investoren nicht überzeugt oder sei nicht verstanden worden. „In unserer jungen Branche, die von neuartigen und oft außergewöhnlichen Geschäftsideen lebt, fehlt es häufig an Offenheit der Kapitalgeber“, so Prof. Scheer. Eine weitere Hürde sind unzureichende Sicherheiten – sie sind in jedem dritten Fall einer der Gründe, weshalb die Finanzierung scheitert. Fast ebenso häufig ist das gewünschte Finanzierungsvolumen für Investoren zu klein. „Eine große Summe ist zuweilen leichter zu bekommen als eine kleine“, bedauert Scheer.

87 Prozent der tatsächlich gegründeten Unternehmen starten daher mit Eigenmitteln der Gründer. „Ohne einen großen Anteil an Eigenmitteln sind die meisten Gründungen derzeit nicht möglich“, erläutert Prof. Scheer. Lediglich ein Drittel der Start-ups (31 Prozent) kann auf öffentliches Geld zurückgreifen, etwa von Gründerfonds und Förderbanken. An dritter Stelle der Geldgeber stehen Verwandte und Freunde (22 Prozent), gefolgt von Banken (17 Prozent) und Privatinvestoren (13 Prozent). Risikokapitalgeber (6 Prozent) und weitere Finanzierungspartner spielen eine geringere Rolle.

Der BITKOM fordert daher, die Rahmenbedingungen für privates Beteiligungskapital zu verbessern. „Ein entsprechender Gesetzentwurf wurde leider auf Eis gelegt“, erklärt Prof. Scheer. „Wir brauchen das Gesetz aber dringend.“ Vor allem steuerliche Anreize sind Scheer zufolge nötig, um Investitionen in Start-ups attraktiver zu machen. So können Verluste bisher nur sehr begrenzt bei der Steuer geltend gemacht werden. „Investoren benötigen auch bessere Bedingungen, um Gewinne zu realisieren und zu reinvestieren“, sagte der BITKOM-Präsident.

Die Studie ist kostenlos im Internet verfügbar unter: http://www.bitkom.org/de/mittelstand/51998.aspx

Jeder fünfte Deutsche verkauft Waren im Internet

May 4, 2008 by Web Internet · Leave a Comment 

Jeder fünfte Deutsche verkauft Waren im Internet

  • Deutschland EU-weit auf Platz 2
  • Als Einkäufer sind bereits 41 Prozent der Deutschen im Internet aktiv
  • Private Verkäufer müssen kein Rückgaberecht einräumen

Berlin, 4. Mai 2008 - Das Internet hat sich als Plattform für Auktionen und Kleinanzeigen endgültig durchgesetzt. 2007 haben knapp 13 Millionen Deutsche zwischen 16 und 74 Jahren private Verkäufe über das Web getätigt. Damit ist gut jeder Fünfte in dieser Altersgruppe als Online-Verkäufer aktiv. 2004 lag der Anteil noch bei 9 Millionen (14 Prozent), 2002 bei 3 Millionen (5 Prozent). Für das laufende Jahr werden mindestens 14 Millionen private Online-Verkäufer erwartet, wie der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) heute in Berlin bekannt gab. Damit liegt Deutschland innerhalb der EU auf Rang 2. „Der Handel über das Internet hat sein Nischendasein beendet und ist auch für Privatleute zum Standard geworden“, sagte Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer, Präsident des BITKOM.
 
Europaweit an der Spitze liegen die Dänen, es folgen die Deutschen und die Niederländer. Im Rest Europas ist die Begeisterung für Online-Verkäufe derzeit noch geringer. Im EU-Durchschnitt bieten nur 10 Prozent der 16- bis 74-Jährigen Waren oder Dienstleistungen im Internet an. In Frankreich und Italien spielen private Online-Verkäufe kaum eine Rolle – hier liegen die Quoten im Jahr 2007 bei 7 und 4 Prozent, in Rumänien und Bulgarien gar bei nur einem Prozent.

Als Plattform für den Einkauf hat sich das Internet schon länger bewährt: 2007 haben 41 Prozent der Deutschen im Internet Waren oder Dienstleistungen bestellt. Der EU-Durchschnitt lag bei 23 Prozent.

Der Verkauf über das Internet hängt in Deutschland unter anderem von drei Faktoren ab: Breitbandzugang, Bildung, Geschlecht. 30 Prozent der Deutschen, die in einem Haushalt mit Breitband-Anschluss leben, haben 2007 privat Waren übers Web verkauft – bei Personen in Haushalten mit herkömmlichem Internet-Anschluss waren es nur 17 Prozent. Nur 15 Prozent der Deutschen mit maximal Hauptschulabschluss haben Waren online verkauft – bei Personen mit Abitur waren es 25 Prozent. Ähnliche Werte gibt es bei der Unterscheidung nach Geschlechtern: 26 Prozent der Männer nutzen das Netz als Verkaufsplattform, jedoch nur 16 Prozent der Frauen.

Grundsätzlich gilt: Private Online-Verkäufer sollten ihre Rechte kennen. Der BITKOM hat deshalb die drei wichtigsten Tipps zusammengestellt:
Widerruf und Rückgabe: Privatpersonen müssen Käufern weder Widerruf noch Rückgabe einräumen. Nur gewerbliche Anbieter sind dazu verpflichtet, Artikel innerhalb einer bestimmten Frist ohne Angabe von Gründen zurückzunehmen. Es besteht aber für private Online-Verkäufer die Möglichkeit, ein solches Recht freiwillig einzuräumen.

Gewährleistung: Zudem können Privatpersonen die gesetzliche Gewähr-leistung ausschließen. Der Hinweis „Die Ware wird unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung verkauft“ genügt. Einstehen müsste der Anbieter sonst etwa für die Aussage, dass ein Auto 8 Liter Benzin auf 100 Kilometern verbrauche. Unwirksam wird ein Gewährleistungsausschluss dann, wenn der Verkäufer einen Mangel verschwiegen oder bewusst falsche Angaben gemacht hat.

Urheberrecht: Zudem ist es wichtig, bei der Erstellung des Angebots keine Urheberrechte zu verletzen. Bietet ein Verkäufer zum Beispiel ein Kfz an, sollte er keine offiziellen Bilder des Herstellers aus dem Internet kopieren, sondern den Wagen selbst fotografieren. Anderenfalls kann der Hersteller Schadensersatz fordern.

Zur Methodik: Das Länder-Ranking zu privaten Online-Verkäufen basiert auf aktuellen Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat. Berücksichtigt wurden 16- bis 74-Jährige, die in den drei Monaten vor der Befragung im Internet privat Waren oder Dienstleistungen verkauft haben.

Breitband wird in Unternehmen Standard

May 1, 2008 by Web Internet · Leave a Comment 

Breitband wird in Unternehmen Standard

  • 80 Prozent aller deutschen Unternehmen haben schnellen Internet-Zugang
  • Spanien nach Finnland überraschend auf Rang 2
  • Telekommunikationsanbieter brauchen Frequenzen zur Versorgung ländlicher Regionen

Berlin, 1. Mai 2008 - Ein Breitband-Anschluss ans Internet ist für Unternehmen zum Standard geworden. 80 Prozent aller deutschen Firmen verfügten 2007 über einen schnellen Zugang zum Netz. Ein Jahr zuvor betrug die Quote 73 Prozent, 2005 erst 62 Prozent. Derzeit liegt Deutschland knapp über dem EU-Durchschnitt von 78 Prozent. Das gab der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) heute in Berlin bekannt. „Ein schneller Internet-Zugang ist für die meisten Unternehmen unverzichtbar geworden, um mit Lieferanten, Partnern und Kunden schnell und komfortabel zu kommunizieren“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer.
 
Die meisten Breitband-Anschlüsse gibt es in Finnland mit 91 pro hundert Unternehmen, es folgt Spanien mit 90. In den großen Volkswirtschaften Großbritannien und Italien lag die Quote bei 78 und 76 Prozent, in vielen östlichen EU-Ländern erst zwischen 50 und 60 Prozent. Innerhalb Osteuropas liegt allein Slowenien knapp über EU-Schnitt.
Auch die meisten kleinen und mittleren Unternehmen verfügen inzwischen über einen Breitband-Anschluss. Die Quote bei den Unternehmen mit zehn bis 249 Mitarbeitern liegt in Deutschland bei 79 Prozent, in der EU im Schnitt bei 77 Prozent. Selbst unter den Kleinstunternehmen mit zehn bis 49 Beschäftigten liegt der Wert in Deutschland immer noch bei 77 Prozent, in der EU bei 75 Prozent.

Einen Computer nutzen mittlerweile nahezu alle Unternehmen. In Deutschland, und der EU sind es über 97 Prozent. Einziges Land mit einer hundertprozentigen Computerverbreitung sind die Niederlande. Mit der Verfügbarkeit von PCs und Breibandanschlüssen steigt auch die Bedeutung der elektronischen Post im Job. In Deutschland haben inzwischen 48 Prozent der Erwerbstätigen eine berufliche Email-Adresse. Das zeigt eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des BITKOM.

Derzeit können insbesondere einige ländliche Regionen von den Netzbetreibern nicht kostendeckend mit günstigen Breitbandanschlüssen versorgt werden. Hierfür sind zusätzliche Frequenzen im Bereich unterhalb von 1 GHz erforderlich, die von der Weltfunkkonferenz Ende vergangenen Jahres grundsätzlich freigegeben wurden. Scheer: „Die zuständigen Stellen in Bund und Ländern sollten diese Frequenzen so schnell wie möglich zur Verfügung stellen.“

Zur Methodik: Die Berechnungen zur Verbreitung von Breitband-Anschlüssen in Unternehmen in den einzelnen EU-Staaten (Ranking) basieren auf Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat. Berücksichtigt sind Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten, ausgenommen ist der Bankensektor.

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