Archive for the ‘News & Sonstiges’ Category

Tipp: Sicheres Speichern

Tipp: Sicheres Speichern

  • Speichermedien sind nicht unbegrenzt haltbar 
  • Aufbewahrung im Netz ist sicher und einfach 
  • BITKOM gibt Tipps zum sicheren Speichern

Berlin, 15. Juli 2008 Jeder zweite Deutsche steht immer wieder vor der Herausforderung, Digitalfotos sicher und dauerhaft speichern zu müssen. Dies ergab eine repräsentative Umfrage von TechConsult im Auftrag des BITKOM. „Bei der Speicherung von Fotos und anderen Daten sollten einige grundsätzliche Dinge beachtet werden, um die Dateien auch in einigen Jahren noch problemlos verwenden zu können. Viren, technische Defekte oder auch Bedienungsfehler können das digitale Fotoalbum für immer vernichten. Zudem sind DVDs und CDs nicht unbegrenzt haltbar und Speicherformate veralten“, sagt BITKOM-Experte Ralph Hintemann. Der BITKOM gibt Tipps zur sicheren Datenspeicherung.

1. Auf mehreren Medien speichern
Grundsätzlich sollten die Dateien nicht nur auf einer einzigen Festplatte gespeichert werden. Stattdessen bietet sich an, die Dateien auf eine externe Festplatte zu kopieren. Das ist komfortabel und bei den heutigen Preisen auch kostengünstig. Diese Festplatte sollte getrennt vom PC aufbewahrt und nur zur Datensicherung angeschlossen werden. Wichtig: Festplatten halten bei guten Bedingungen maximal zehn Jahre. Vereinzelt fallen sie schon früher aus. Daher sollten Festplatten regelmäßig – am besten mindestens halbjährlich – überprüft werden. Entsprechende Programme gibt es als Zubehör zum Betriebssystem, beim Festplattenhersteller oder als Download im Internet.

Zusätzlich oder alternativ zu externen Festplatten können die Dateien auf einem anderen Medium wie einer CD, DVD oder Blu-Ray-Disk abgelegt werden. Aber auch diese Medien halten nicht ewig. Die Art der Lagerung beeinflusst die Lebensdauer in aller Regel erheblich. CDs, DVDs oder Blu-Ray-Disks werden am besten trocken, kühl und lichtgeschützt aufbewahrt. Datenträger, die zur Sicherung dienen, sollten möglichst selten verwendet werden. Auch bei vorsichtiger Verwendung kann eine mechanische Belastung die Haltbarkeit verringern. Wer häufig auf die Bilder einer CD zugreifen will, sollte sich eine zweite Kopie brennen. Zudem empfiehlt es sich, ein- bis zweimal im Jahr die Lesbarkeit der Medien zu überprüfen. Außerdem sollten die Dateien deutlich vor Ende der erwarteten Haltbarkeit der Medien auf einen neuen Datenträger kopiert werden. Ist abzusehen, dass das verwendete Dateiformat veraltet, empfiehlt sich dabei eine Konvertierung auf ein aktuelles Format.

2. Im Internet speichern
Große Vorteile bietet das Speichern im Internet: In zentralen Rechenzentren können die Anbieter solcher Lösungen die Daten wirksam sichern und archivieren. Der Verbraucher braucht sich keine Gedanken über die Art und Weise zu machen, wo und auf welchen Medien er seine Dateien abspeichert und wie er sie gegen Viren schützt. Er kann von jedem Internetanschluss auf die Daten zugreifen und diesen Zugriff auch anderen ermöglichen. Zusatzangebote wie digitale Fotoalben, Hilfen zur Fotoverwaltung oder Web-Communities runden diese Lösung ab.
Dafür gibt es sowohl kostenlose, werbefinanzierte Angebote wie auch  kostenpflichtige Lösungen. Die Auswahl des Dienstleisters ist entscheidend bei der Zuverlässigkeit der Datensicherung im Netz. Verbraucher sollten sich vorher über den Anbieter informieren und die Nutzungs- bzw. Vertragsbedingungen genau prüfen.

3. Ausdrucken
Wichtige Dokumente und Fotos können zudem ausgedruckt und in Ordnern oder Fotoalben aufbewahrt werden. Dies ist sicher nur für ausgewählte Dateien sinnvoll. So werden zwar die großen Vorteile der Digitalisierung verspielt, aber man hat für den Fall der Fälle eine traditionelle Sicherungskopie.

4. Daten wiederfinden
Das (Wieder-)Finden von digitalen Fotos nach längerer Zeit ist oft schwierig. Daher sollten die Datenträger und die einzelnen Dateien schon beim Abspeichern mit Hinweisen versehen werden, die später das Finden erleichtern. Entsprechende Informationen können beispielsweise im Dateinamen oder unter „Eigenschaften der Datei“ hinterlegt werden. Für Fotos könnten solche Kriterien sein: Wann und wo wurde das Foto gemacht? Wer hat es gemacht? Was stellt das Foto dar? Was war der Anlass (z.B. Hochzeit, Urlaub, Firmenfeier)? Da sich digitale Bilder relativ leicht verändern lassen, kann es sich lohnen, die Original-Bilder generell schreibgeschützt abzuspeichern und nur Kopien von ihnen zu bearbeiten. Heute gibt es viele Programme, die beim Verwalten und Suchen von Fotos helfen.

5. Bei Datenverlust alle Möglichkeiten ausnutzen
Zufällig gelöschte Dateien lassen sich oft mit entsprechender Software rekonstruieren. Für den privaten Gebrauch reichen oftmals Programme, die als Freeware kostenlos aus dem Internet heruntergeladen werden können. Auch Daten, die auf Speicherkarten beispielsweise in Digitalkameras liegen, können auf diese Weise gerettet werden. Ist eine Festplatte defekt, so kann ein spezialisierter Dienstleister häufig auch hier die Daten wiederherstellen. Dieser Service ist jedoch deutlich teurer als vorbeugende Maßnahmen. 

Jede vierte deutsche Firma verkauft im Internet

Jede vierte deutsche Firma verkauft im Internet

  • Anteil der Firmen mit Online-Bestellungen wächst innerhalb eines Jahres um 33 Prozent
  • Deutsche Großunternehmen auf Platz 3 im EU-Vergleich
  • Internet wird als Absatzkanal immer wichtiger

Berlin, 13. Juli 2008 - Das Internet als Verkaufsplattform wird für die deutsche Wirtschaft immer wichtiger: Bei jedem vierten Unternehmen (24 Prozent) gehen Bestellungen über das Internet ein, teilte der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) heute in Berlin mit. Das ist ein Plus von 33 Prozent innerhalb eines Jahres. „Die deutsche Wirtschaft erschließt sich mit Online-Bestellungen neue Märkte und reduziert außer-dem unnötige Kosten in den Betrieben“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. „Wenn Aufträge über Internetplattformen automatisch in die firmeneigene Datenverarbeitung eingespeist werden, entfallen kostenintensive Arbeitsschritte wie die Auftragserfassung per Hand. Die Online-Bestellung ist ein gutes Beispiel dafür, dass die gesamte Wirtschaft durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik branchenübergreifend profitiert.“

Im Vergleich der 27 EU-Mitgliedstaaten erreicht Deutschland beim Anteil der Firmen mit Bestellungen über das Internet derzeit Platz 6. Spitzenreiter ist Dänemark, wo 2007 jede dritte Firma Online-Aufträge entgegennahm. Auf den weiteren Plätzen folgen Großbritannien (29 Prozent), Irland, Schweden (beide 27 Prozent) und Niederlande (26 Prozent). Auffällig ist das schlechte Abschneiden einiger als besonders technologiefreundlich bekannter Länder: In Finnland zum Beispiel erhalten nur 15 Prozent der Unternehmen Aufträge übers Internet, wie aus aktuellen Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat hervorgeht.

In Deutschland ist die Online-Bestellung besonders stark verbreitet bei größeren Unternehmen mit 250 und mehr Beschäftigten. Im Jahr 2007 gingen in 42 Prozent dieser Firmen Online-Order ein. Vor fünf Jahren war das in lediglich 17 Prozent der Fall. Die deutschen Großunternehmen haben sich dadurch auf Platz 3 in der europäischen Spitze etabliert hinter Dänemark und Irland.

Auch die Mittelständler mit 50 bis 249 Mitarbeitern schneiden bei Bestellungen via Internet recht gut ab: 29 Prozent erhielten im Jahr 2007 Aufträge über die virtuelle Ladentheke. Im Vergleich der EU schaffen es die deutschen KMUs allerdings nur auf Platz 6. Auf den gleichen Platz kommen die deutschen Kleinbetriebe mit zehn bis 49 Mitarbeitern. Während 2003 nur jede zwölfte kleine Firma Online-Bestellungen entgegen nahm, waren es im vergangenen Jahr schon 23 Prozent – eine Verdreifachung innerhalb von fünf Jahren.

Handys ersetzen Festnetzanschlüsse

Handys ersetzen Festnetzanschlüsse

  • EU-Vergleich: 24 Prozent der Haushalte telefonieren nur noch mit dem Handy
  • Tschechen und Finnen liegen mit mehr als 60 Prozent vorne
  • 181 Millionen Mobiltelefone werden 2008 in der EU verkauft

Berlin, 11. Juli 2008 Das Handy ersetzt in Europa zunehmend den Festnetzanschluss. Im Jahr 2007 verfügten durchschnittlich 24 Prozent der Haushalte in den Ländern der Europäischen Union ausschließlich über einen Mobilfunkanschluss. Spitzenreiter ist Tschechien. Dort wird in 64 Prozent der Haushalte ausnahmslos mit dem Handy telefoniert. Es folgen Finnland mit einem Anteil von 61 Prozent der Haushalte und Litauen mit 53 Prozent. In Deutschland nutzen dagegen weiterhin viele Menschen auch das Festnetz. Nur 11 Prozent der Haushalte telefonieren ausschließlich mit dem Handy, teilte der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) heute in Berlin mit. Damit liegt Deutschland am unteren Ende der EU-Rangliste. „Das Handy läuft dem Festnetztelefon zunehmend den Rang ab“, sagte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer. „In vielen Ländern ist das Mobiltelefon heute das wichtigste Kommunikationsmittel.“ Nach der aktuellen Prognose des BITKOM werden in der EU im Jahr 2008 rund 181 Millionen Handys verkauft. Das entspricht einem Plus von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Davon entfallen rund 27 Millionen auf Deutschland.

Besonders hoch ist der Anteil der Nur-Handy-Haushalte in den osteuropäischen Ländern. Ein Grund dafür ist der im Vergleich zu Westeuropa schlechtere Ausbau des Festnetzes. In Tschechien hatten nach neuesten Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat im Jahr 2007 lediglich 31 Prozent der Haushalte einen Festnetzanschluss, in Ungarn 42 Prozent und in Polen 62 Prozent. Zum Vergleich: In Deutschland verfügen 83 Prozent der Haushalte über ein Festnetztelefon. Das sind drei Prozentpunkte weniger als vor zwei Jahren. Eine weitere Ursache für die anhaltend hohe Festnetzdichte in Deutschland ist die Verbindung der Telefonanschlüsse mit schnellen Internetverbindungen per DSL. „Telefon und Internetanschluss werden in der Regel preiswert im Paket angeboten“, sagte Scheer. Der Preisvorteil für reine Internetangebote sei gering. Dennoch verliert das Festnetz auch in Deutschland gegenüber dem Handy an Boden. Im Jahr 2007 ist das Gesprächsvolumen im Festnetz um 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 169 Millionen Minuten gesunken. Gleichzeitig explodierten die Telefonate mit dem Handy im gleichen Zeitraum um 20 Prozent auf 68 Millionen Minuten.

 

Weltweit erstes Quantengas von chemisch gebundenen Molekülen

Weltweit erstes Quantengas von chemisch gebundenen Molekülen

Ultrakalte Gase gelten als ideales Modellsystem für die Erforschung quantenphysikalischer Phänomene. Einem Team um START-Preisträger Hanns-Christoph Nägerl von der Universität Innsbruck ist es nun erstmals gelungen, ein Quantengas von chemisch gebundenen Molekülen zu erzeugen und die Teilchen quantenmechanisch vollständig zu kontrollieren. Die Forscher berichten darüber in der Fachzeitschrift Science.

Quantenphysik lässt sich experimentell am besten an ultrakalten Atomen und Molekülen erforschen. Bei Temperaturen knapp über dem absoluten Nullpunkt (-273,15 Grad) können die Teilchen mit entsprechendem Wissen und modernster Technik exakt kontrolliert werden. Werden Teilchen so weit gekühlt, dass die quantenmechanischen Wellenfunktionen der Teilchen zu überlappen beginnen, spricht man von einem Quantengas. Schwingen alle quantenmechanischen Wellenfunktionen der Einzelteilchen in perfektem Gleichtakt, entsteht ein Bose-Einstein-Kondensat (BEC). Solche Experimente mit Atomen zählen inzwischen zur wissenschaftlichen Routine. Moleküle hingegen entziehen sich aufgrund ihrer größeren Komplexität noch der vollständigen Kontrolle durch die Experimentalphysiker. “Bei ultrakalten Molekülen müssen wir wesentlich mehr Freiheitsgrade, wie die Rotation und den Schwingungszustand der Teilchen, kontrollieren”, erklärt Hanns-Christoph Nägerl vom Institut für Experimentalphysik der Universität Innsbruck. Gelingt diese Kontrolle, kann ein Bose-Einstein-Kondensat von Molekülen im Grundzustand erzeugt werden, in dem die Moleküle über die geringst mögliche innere Energie verfügen und gleichzeitig quantenmechanisch das exakt gleiche, wohldefinierte Verhalten zeigen. Diesem Ziel sind die Innsbrucker Forscher nun einen wesentlichen Schritt näher gerückt.

Quantengas mit stark gebundenen Molekülen

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Reisekataloge kostenlos

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Gratis Reisekataloge online bestellen

Bayerischer Wald, 10.07.2008 - Reisekataloge sind auch im Zeitalter des Internets eine beliebte und wichtige Informationsquelle für Reiselustige.

Wer schon mal im Internet nach einem Hotel oder einer Ferienwohnung gesucht hat, weiß wie nervig das bisweilen sein kann. Man sucht etwas ganz bestimmtes und erhält bei google Tausende von treffer, die sich dann alle als nicht bracuhbar entpuppen. Belegt, wollen keine Kinder oder unser Hund darf nicht mit, zu einsam oder zu hektisch, keine Bademöglichkeit oder es passt sonst etwas nicht.

Viele Urlaubswillige werfen da schnell das Handtuch und eilen reumütig wieder ins Reisebüro. Dort heißt es dann Reisekataloge schleppen. Damit ist jetzt Schluß: Die Firma “Tourismus-Marketing Bayerischer Wald” bietet einen neuen Service.

Reisekataloge online bestellen und bequem zuhause den Urlaub aussuchen. Das ist nicht neu, werden Sie sagen. Richtig! Aber bei der Firma Putzwerbung aus Perlesreut in Bayern, die diesen Service ins Leben gerufen hat, gibt es eine perfekte Lösung für das bekannte Problem, daß man nie weiß, ob eine Unterkunft in einem Katalog zu meinem Wunschtermin ausgebucht ist, oder nicht:

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Open Source BrowserGames

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Gastbeitrag entfernt. GRUND: Falsche Tatsachen.

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Deutschlands Senioren besitzen meist weder Handy noch Computer

Deutschlands Senioren besitzen meist weder Handy noch Computer

  • Digitale Spaltung zwischen Jung und Alt
  • Deutliche Unterschiede auch beim Bildungsgrad

Berlin, 10. Juli 2008 - 58 Prozent aller Deutschen über 65 Jahre besitzen weder Handy noch PC. Bei der Gruppe der 14-29-Jährigen sind dies nur knapp 5 Prozent. Dies ergab eine repräsentative Studie der „Aris Umfrageforschung“ im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM. „Die digitale Spaltung der Gesellschaft ist vor allem eine Spaltung zwischen Alt und Jung“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. „Leider haben noch zu viele ältere Menschen Berührungsängste mit neuen Technologien.“ Dabei können insbesondere Senioren von Internet und Mobilfunk besonders profitieren. Online-Shopping, Online-Banking oder Online-Formulare von Ämtern oder Krankenkassen können gerade Menschen mit eingeschränkter Mobilität helfen, alltägliche Aufgaben leicht zu bewältigen.

Mit E-Mail, Videotelefonie und Mobilfunk können bestehende soziale Kontakte gepflegt oder in Online-Communitys neue geknüpft werden. Per Handy können Senioren überall und jederzeit Hilfe herbeirufen. Dies gibt auch den Angehörigen mehr Sicherheit. Spezielle Handys senden einen Notruf per Knopfdruck und übermitteln dabei automatisch die Position des Hilfsbedürftigen an eine Rettungsleitstelle. Immer mehr Hersteller bieten zudem Geräte an, die auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten sind. Die Preise für die Geräte und spezielle Seniorendienste sind in den vergangenen Jahren stetig und drastisch gefallen. Spezielle Kurse – etwa in Volkshochschulen, Seniorenheimen, kommunalen oder kirchlichen Einrichtungen – führen ältere Menschen an die Technologien heran. Immer mehr Seniorenheime bieten Internetterminals und drahtlose Funknetze an.

Laut Befragung besitzt im Schnitt jeder fünfte Deutsche über 14 Jahre privat weder einen Computer noch ein Handy. Bei den Männern liegt der Wert bei gut 16 Prozent, bei den Frauen bei 23 Prozent. Größer sind die Unterschiede beim Bildungsabschluss und bei der Frage der Berufstätigkeit: 37 Prozent der Befragten mit maximal Hauptschulabschluss sowie ein gutes Drittel aller Nicht-Berufstätigen –beispielsweise Schüler, Arbeitslose, Rentner – besitzen weder Handy noch Computer, bei Abiturienten und Berufstätigen sind es jeweils nur 6 Prozent. Scheer: „Wer sich mit neuen Medien nicht auskennt, hat es auf dem Arbeitsmarkt deutlich schwerer.“ Viele Unternehmen schreiben offene Stellen nur noch in Internet-Jobbörsen oder auf der eigenen Website aus. Zudem ist es während der Jobanbahnung von Vorteil, mobil oder per Mail erreichbar zu sein, um schnell auf Rückfragen oder Gesprächseinladungen reagieren zu können. „Unsere Gesellschaft ist mehrheitlich in der Welt der Online- und Mobilkommunikation angekommen. Hier heißt es Anschluss halten’ “, sagte der BITKOM-Präsident.

Nachrichtenportale mit neuen Rekordwerten

Nachrichtenportale mit neuen Rekordwerten

  • Nutzung von Nachrichtenportalen binnen vier Jahren verdoppelt
  • 2,4 Milliarden Besuche im ersten Halbjahr bei den Top 20
  • Jeder Fünfte informiert sich im Internet

Berlin, 09. Juli 2008 - Das Internet entwickelt sich mehr und mehr zum Leitmedium für aktuelle Nachrichten. Spiegel Online & Co. haben im ersten Halbjahr 2008 ihre bisherigen Besucher-Rekorde erneut übertroffen. Das zeigt eine aktuelle Auswertung, die der Hightech-Verband BITKOM vorgelegt hat. Demnach wurden die 20 meistgenutzten deutschen News-Portale in den ersten sechs Monaten dieses Jahres fast 2,4 Milliarden Mal besucht. Das sind 27,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Innerhalb von vier Jahren hat sich damit der Nutzerzuspruch sogar verdoppelt. „Die Investitionen der Medienhäuser in ihre aktuellen Internetangebote zahlen sich aus“, sagt Achim Berg, Vizepräsident des BITKOM. „Durch ihre Schnelligkeit, ihre gestiegene journalistische Qualität, aber auch Dank der größer werdenden Zahl von Bewegtbild-Angeboten konnten die Nachrichtenportale ihre Zugriffszahlen ausbauen.“ Das Wachstum sei angesichts der eher ereignisarmen Monate besonders bemerkenswert. „Das Interesse an den Nachrichtenportalen wird weiter steigen, wenn es im nächsten Jahr in die heiße Phase des Bundestagswahlkampfs geht“, erwartet Berg.

Dieses Jahr werden nach BITKOM-Berechnungen 22 Prozent der 16- bis 74-Jährigen aktuelle Nachrichtenseiten im Internet nutzen. Deutschland liegt damit europaweit im Mittelfeld. Spitzenreiter sind die Esten und Finnen – jeder zweite nutzt dort News-Seiten im Internet.

Der Boom wird zum großen Teil von den thematisch breit aufgestellten Nachrichtenseiten der bundesweiten Tages- und Wirtschaftspresse getragen. In den Top 20 finden sich auch Special-Interest-Angebote, die sich auf einzelne Themen wie Sport oder Computer konzentrieren. Hinzu kommen Internetableger von Regionalzeitungen, die in ihrem Einzugsbereich so stark sind, dass es für eine Platzierung in den deutschen Top 20 reicht. Alle diese Portale sind frei zugänglich.

Zur Methodik: Als Nachrichten-Portale wurden Angebote definiert, die ausschließlich und tagesaktuell über Politik-, Wirtschafts-, Sport- oder Fachthemen berichten. Die BITKOM-Erhebung zur Anzahl der Besuche berücksichtigt sämtliche Seiten, die sich von der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) prüfen lassen. Grundlage für die prozentualen Angaben zur Nutzung von News-Portalen sind Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat.

Die Deutschen arbeiten am liebsten zu Hause

Die Deutschen arbeiten am liebsten zu Hause

  •  BITKOM-Umfrage: Für zwei Drittel ist das Home-Office Alternative zum Büro
  •  Besonders die Jüngeren wünschen sich mehr Flexibilität bei der Arbeit
  •  Telearbeit erfordert Vertrauen zwischen Unternehmen und Mitarbeitern

Berlin, 8. Juli 2008 Eine große Mehrheit der Bundesbürger wünscht sich flexiblere Arbeitsbedingungen. Rund zwei Drittel wollen regelmäßig zu Hause arbeiten, statt ins Büro zu gehen. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM hervor. Demnach wollen 50 Prozent der Deutschen an mehreren Tagen in der Woche von zu Hause aus arbeiten und 17 Prozent ziehen sogar grundsätzlich das Home-Office der Arbeit im Büro vor. Ein Viertel der Befragten hält nichts vom Home-Office und geht am liebsten jeden Tag ins Büro. „Von Telearbeit und flexiblen Arbeitszeitmodellen können Beschäftigte und Unternehmen gleichermaßen profitieren“, sagte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer. „Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen können Beruf und Familie besser miteinander vereinbaren und die Arbeitgeber hoch qualifizierte Arbeitnehmer langfristig an das Unternehmen binden.“ Durch den stärkeren Einsatz von Telearbeit sparen Pendler Zeit und Geld, Arbeitgeber können Büroflächen reduzieren. Nach den Ergebnissen der Umfrage haben aber erst ein Prozent aller Beschäftigten die Möglichkeit, auch zu Hause zu arbeiten.

Besonders interessiert an der Arbeit im Home-Office sind jüngere Menschen. Fast 80 Prozent der 30 bis 39-Jährigen will an mehreren Tagen in der Woche oder ausschließlich zu Hause arbeiten. Bei den 50 bis 59-Jährigen sind es 61 Prozent und bei den über 60-Jährigen immer noch 50 Prozent. Größere Unterschiede zwischen Frauen und Männern gibt es dagegen nicht. „Die Telearbeit erfordert eine offene Unternehmenskultur, die auf Selbstverantwortung ihrer Mitarbeiter setzt“, sagte Scheer. „Die Arbeit zu Hause verlangt einen hohen Grad an Eigenmotivation und Selbstdisziplin.“ Zudem verschwimmt die Trennlinie zwischen Beruf und Privatem. Mitarbeiter müssten die Bereitschaft mitbringen, auch jenseits fester Bürozeiten erreichbar zu sein, betonte Scheer.

Die technischen Voraussetzungen für einen Telearbeitsplatz sind gering: Computer, Internetverbindung und Telefon. „Heute kann fast jeder Büroarbeitsplatz zu geringen Kosten an den heimischen Schreibtisch verlegt werden“, sagte Scheer. Eine schnelle Internetverbindung ermöglicht den Zugriff auf das IT-System und die Datenbanken des Unternehmens. Telefon und Videokonferenzsysteme für den PC erleichtern die Kommunikation mit Kollegen, Kunden und Geschäftspartnern. Mit einer entsprechenden Software können die Teilnehmer einer Telefon- oder Videokonferenz sogar Präsentationen online durchführen oder gleichzeitig Dokumente bearbeiten. Schon heute verfügen viele Beschäftigte über einen externen Zugang zu den IT-Systemen ihres Arbeitgebers. Das gilt insbesondere für Außendienstmitarbeiter, Berater, Fahrer oder eben Telearbeiter. Nach einer Erhebung der europäischen Statistikbehörde Eurostat greifen 61 Prozent der Beschäftigten, die regelmäßig außerhalb der Geschäftsstellen ihres Arbeitgebers tätig sind, von unterwegs oder von zu Hause auf die IT-Systeme des Unternehmens zu.

Methodik: Bei der Forsa-Umfrage im Auftrag des BITKOM wurden 1008 Personen repräsentativ befragt.

Top 10 der Handy-Funktionen

Top 10 der Handy-Funktionen

  • Kurznachricht ist beliebteste Zusatzfunktion
  • Jeder Dritte lässt sich vom Handy wecken, jeder achte verschickt Handy-Mails
  • Männer nutzen technische Möglichkeiten häufiger als Frauen
  • Senioren beschränken sich aufs Telefonieren

Berlin, 7. Juli 2008 Das beliebteste Handy-Feature ist – nach der Telefonie – die Kurznachricht. Mehr als jeder zweite verschickt SMS mit seinem Mobiltelefon. Dies ergab eine repräsentative Studie der Aris Umfrageforschung im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM. Ganz weit vorne in der Gunst der Mobiltelefonierer sind außerdem die Adressbuchfunktion (48 Prozent) und die Kamera (40 Prozent). Mehr als jeder Dritte lässt sich von seinem Handy wecken oder nutzt es als Kalender. Jeder Fünfte hört mit dem Handy Musik, jeder Achte verschickt per Handy E-Mails. „Das sind Top-Werte, die zeigen, dass sich das Handy zum vollwertigen Multimedia-Gerät entwickelt“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer.

 

 

 
Scheer: „Wenn das Handy mit seinen vielen Möglichkeiten richtig eingesetzt wird, ist es ein Miniaturbüro für unterwegs.“ Besonders die modernen Geräte mit ihren Druckbildschirmen und der einfachen Bedienung könnten das Arbeiten noch effizienter machen. „Wer etwas Geld in die Hand nimmt, bekommt leistungsstarke Geräte, die er problemlos mit seinem Computer synchronisieren kann. Die Adressdaten und der Terminkalender bleiben so immer auf dem aktuellen Stand“, erläutert Scheer.
Die Funktionen zum kurzen und knappen Kommunizieren sind vor allem bei Männern beliebt. Sowohl bei SMS als auch beim Empfang und Senden von E-Mails ist ihr Anteil an den Nutzern höher als bei den Frauen. Geschlechtergleichstand gibt es dafür unter anderem beim Fotografieren oder bei der Wecker- und Kalenderfunktion.
„Allgemein lässt sich sagen, dass Männer die technischen Möglichkeiten des Mobiltelefons etwas umfassender nutzen als Frauen“, fasst Scheer die Studienergebnisse zusammen. Ein deutliches Nutzungsgefälle gebe es allerdings bei den über 65-Jährigen. „Für ältere Menschen ist das Handy vor allem ein Telefon. Fast zwei Drittel von ihnen nutzt es ausschließlich für Gespräche“, so Scheer. Das hänge sicherlich mit althergebrachten Gewohnheiten zusammen, aber auch mit der Lebenssituation: „Wer nicht mehr im Job aktiv ist, muss nicht mehr so viel koordinieren und planen.“

Fast 4 Millionen Opfer von Computer- und Internet-Kriminalität

Fast 4 Millionen Opfer von Computer- und Internet-Kriminalität

  • 79 Prozent nutzen privat oder beruflich einen PC
  • Jeder Zehnte verwendet kein Sicherheitsprogramm

Berlin, 06. Juli 2008 - Fast 4 Millionen Deutsche sind schon einmal Opfer von Computer-Kriminalität geworden. Sieben Prozent aller Computernutzer ab 14 Jahre haben bereits einen finanziellen Schaden beispielsweise durch Viren, bei Online-Auktionen oder Online-Banking erlitten. Das teilte der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) in Berlin mit. Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des BITKOM. „Bei gut 90 Prozent aller Computernutzer ist noch nie ein Schaden entstanden. Dennoch dürfen wir mit dieser scheinbar geringen Schadensquote nicht zufrieden sein. Die absolute Zahl der Geschädigten ist einfach viel zu hoch”, sagte Prof. Dieter Kempf, Mitglied im BITKOM-Präsidium. „Wir müssen weiterhin regelmäßig die Anwender über technische Schutzmöglichkeiten und richtiges Verhalten im Netz aufklären.”

Laut der Befragung nutzen knapp 80 Prozent aller 72 Millionen Deutschen über 14 Jahre privat oder beruflich einen Computer. 2 Prozent der Befragten gaben an, Viren hätten ihren Computer beschädigt. Je 1 Prozent aller Nutzer wurden Opfer bei einer Online-Auktion oder beim Online-Banking. 3 Prozent gaben Schäden „durch sonstige Umstände“ an, also beispielsweise durch unseriöse Internet-Dialer.

Eine gute Sicherheitsausstattung ist besonders wichtig beim Umgang mit persönlichen Daten, etwa beim Internet-Banking oder Online-Shopping.

„Ein modernes Anti-Viren-Programm und eine so genannte Firewall, die den Rechner vor schädlichen Dateien aus dem Netz schützen, müssen vor der ersten Web-Sitzung installiert werden”, sagte Kempf. „Auch die Verschlüsselung wichtiger privater Daten auf der Festplatte wie auch die von E-Mails mit vertraulichen Inhalten sollten gängige Praxis sein.”

Die Befragung ergab jedoch, dass Sicherheitsprogramme noch immer nicht zum Standard gehören. Zwar gaben 83 Prozent aller User an, ein Virenschutzprogramm auf ihrem privaten Rechner installiert zu haben. Aber nur 67 Prozent nutzten eine Firewall, lediglich 28 Prozent ein Verschlüsselungsprogramm. 7 Prozent der Nutzer gaben an, keines dieser Programme zu verwenden, 4 Prozent machten keine Angaben. Auffällig: Frauen nutzen diese Programme deutlich seltener als Männer. „Surfer ohne Sicherheitsprogramme bringen sich und andere in Gefahr. Ist der eigene Rechner mit Viren infiziert, sind besonders die Computer von Freunden und Bekannten einem erhöhten Risiko ausgesetzt“, sagte Kempf, der auch Vorstandsvorsitzender des Vereins „Deutschland sicher im Netz“ ist (www.sicher-im-netz.de). Dort haben sich große Unternehmen, Vereine und Branchenverbände zusammengeschlossen, um einen messbaren und praktischen Beitrag für mehr IT-Sicherheit für Verbraucher und mittelständische Unternehmen zu leisten. Schirmherr ist Bundesminister Dr. Wolfgang Schäuble.

Endspurt zum Deutschen Internetpreis 2008

Endspurt zum Deutschen Internetpreis 2008

  • Innovative Mittelständler können sich bis 31. Juli bewerben
  • Bereits 170 Teilnehmer
  • Preisverleihung auf dem ITK-Mittelstandstag am 6. November

Berlin, 3. Juli 2008 - Noch bis zum 31. Juli können sich innovative Hightech-Unternehmen um den Deutschen Internetpreis 2008 bewerben. Gesucht werden wegweisende IT-Konzepte kleiner und mittlerer Unternehmen, die bereits in der Praxis erprobt sind. Dieses Jahr haben sich beim Bundesverband BITKOM bisher rund 170 Firmen für den renommiertesten IT-Wettbewerb Deutschlands angemeldet. „Der Deutsche Internetpreis hat zum neunten Mal in Folge eine enorme Resonanz“, kommentiert Heinz Paul Bonn, Vizepräsident des BITKOM. „Die vielen Bewerbungen zeigen, welche Bedeutung gute Hightech-Strategien für den Unternehmenserfolg haben.“ Der Wettbewerb ist Teil der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“.

Die Auszeichnung wird unter der Schirmherrschaft von Bundes¬wirtschaftsminister Michael Glos verliehen. Das Finale des Deutschen Internetpreises findet am 6. November in Stuttgart statt. Die Preisverleihung ist einer der Höhepunkte des ITK-Mittelstandstages, zu dem der BITKOM Spitzenvertreter der Branche und Anwender innovativer IT-Lösungen erwartet. „Durch diesen Kongress werden die Sieger des Internetpreises bundesweit bekannt“, erklärt Geschäftsführer Thomas Alt von der Münchener Firma metaio, die im Vorjahr den ersten Preis gewann. „Das ist ein erheblicher Marketing-Effekt.“ Zudem erhalten die drei Sieger Geldpreise im Wert von 25.000, 20.000 und 15.000 Euro. Wettbewerbspartner sind die Unternehmen Datev, Fujitsu Siemens Computers, Microsoft, Oracle und PricewaterhouseCoopers. Alle Infos zur Anmeldung gibt es unter www.deutscher-internetpreis.de.

Die Teilnahme am Deutschen ITK-Mittelstandstag ist kostenlos. „Der Kongress wendet sich sowohl an Anbieter als auch an Anwender von Hightech-Produkten“, erklärt Heinz Paul Bonn. Thema ist, wie kleine und mittlere Unternehmen das Netz optimal für ihre Firmenstrategie nutzen können. Weitere Schwerpunkte sind Marketing, Recht und Standortstrategien.

Interessenten können sich anmelden bei Dr. Jens Mundhenke, Tel. 030 27576-125, j.mundhenke@bitkom.org.

Hightech-Unternehmen spüren erste Folgen der Finanzkrise

Hightech-Unternehmen spüren erste Folgen der Finanzkrise

  • BITKOM-Umfrage: 42 Prozent beobachten restriktivere Kreditvergabe
  • Nur jeder sechste Gründer erhält Geld von Banken
  • Start-ups scheitern meist an fehlendem Kapital

Berlin, 2. Juli 2008 Die Finanzkrise erschwert die Finanzierung vieler Hightech-Unternehmen in Deutschland. Das hat eine Umfrage des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) in der ITK-Branche ergeben. Danach beobachten 42 Prozent der befragten Unternehmen, dass Finanzinstitute restriktiver Kredite an Firmen vergeben als vor dem Beginn der Krise. „Die Kapitalversorgung verschlechtert sich insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen“, sagte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer. 18 Prozent der Firmen geben an, dass sich für sie die Konditionen von Finanzierungen verschlechtert haben. Das betrifft die Höhe der Zinssätze, die verlangten Sicherheiten sowie die Anforderungen an Dokumentation und Offenlegung des Geschäftsverlaufs. Bei 11 Prozent der Unternehmen ist in Folge der Finanzkrise sogar der Umsatz gesunken. „Die langfristigen Auswirkungen auf die IT-Nachfrage in Deutschland sind heute noch nicht absehbar“, sagte Scheer.

Gute Finanzierungsbedingungen sind eine wichtige Voraussetzung für eine florierende Hightech-Industrie. Das gilt ganz besonders für kleine und mittlere Unternehmen sowie für Betriebe in der Gründungsphase. Scheitert eine Gründung, ist in zwei Drittel der Fälle fehlendes Kapital die wichtigste Ursache. Das hat eine BITKOM-Umfrage unter 307 Jungunternehmern aus dem Hightech-Sektor ergeben. 87 Prozent der tatsächlich gegründeten Unternehmen starten mit Eigenmitteln der Gründer. Ein Drittel der Start-ups kann auf öffentliche Mittel zurückgreifen, zum Beispiel von Gründerfonds und Förderbanken. An dritter Stelle der Geldgeber stehen Verwandte und Freunde, auf die 22 Prozent zurückgreifen, gefolgt von Banken mit 17 Prozent. Risikokapitalgeber spielen nur bei 6 Prozent der Gründer eine Rolle. „Es gibt in Deutschland viel zu wenige Wagniskapitalgeber“, sagte Scheer. Wer Geld brauche, müsse sich deshalb oft in angelsächsischen Ländern umsehen. Der BITKOM fordert daher, die Rahmenbedingungen für privates Beteiligungskapital zu verbessern. Vor allem steuerliche Anreize sind Scheer zufolge nötig, um Investitionen in Start-ups attraktiver zu machen.

Hightech-Unternehmen spüren erste Folgen der Finanzkrise

Hightech-Unternehmen spüren erste Folgen der Finanzkrise

  • BITKOM-Umfrage: 42 Prozent beobachten restriktivere Kreditvergabe
  • Nur jeder sechste Gründer erhält Geld von Banken
  • Start-ups scheitern meist an fehlendem Kapital

Berlin, 2. Juli 2008 Die Finanzkrise erschwert die Finanzierung vieler Hightech-Unternehmen in Deutschland. Das hat eine Umfrage des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) in der ITK-Branche ergeben. Danach beobachten 42 Prozent der befragten Unternehmen, dass Finanzinstitute restriktiver Kredite an Firmen vergeben als vor dem Beginn der Krise. „Die Kapitalversorgung verschlechtert sich insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen“, sagte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer. 18 Prozent der Firmen geben an, dass sich für sie die Konditionen von Finanzierungen verschlechtert haben. Das betrifft die Höhe der Zinssätze, die verlangten Sicherheiten sowie die Anforderungen an Dokumentation und Offenlegung des Geschäftsverlaufs. Bei 11 Prozent der Unternehmen ist in Folge der Finanzkrise sogar der Umsatz gesunken. „Die langfristigen Auswirkungen auf die IT-Nachfrage in Deutschland sind heute noch nicht absehbar“, sagte Scheer.

Gute Finanzierungsbedingungen sind eine wichtige Voraussetzung für eine florierende Hightech-Industrie. Das gilt ganz besonders für kleine und mittlere Unternehmen sowie für Betriebe in der Gründungsphase. Scheitert eine Gründung, ist in zwei Drittel der Fälle fehlendes Kapital die wichtigste Ursache. Das hat eine BITKOM-Umfrage unter 307 Jungunternehmern aus dem Hightech-Sektor ergeben. 87 Prozent der tatsächlich gegründeten Unternehmen starten mit Eigenmitteln der Gründer. Ein Drittel der Start-ups kann auf öffentliche Mittel zurückgreifen, zum Beispiel von Gründerfonds und Förderbanken. An dritter Stelle der Geldgeber stehen Verwandte und Freunde, auf die 22 Prozent zurückgreifen, gefolgt von Banken mit 17 Prozent. Risikokapitalgeber spielen nur bei 6 Prozent der Gründer eine Rolle. „Es gibt in Deutschland viel zu wenige Wagniskapitalgeber“, sagte Scheer. Wer Geld brauche, müsse sich deshalb oft in angelsächsischen Ländern umsehen. Der BITKOM fordert daher, die Rahmenbedingungen für privates Beteiligungskapital zu verbessern. Vor allem steuerliche Anreize sind Scheer zufolge nötig, um Investitionen in Start-ups attraktiver zu machen.

BITKOM kritisiert Verhandlungsabbruch zu Urheberabgaben auf PCs

BITKOM kritisiert Verhandlungsabbruch zu Urheberabgaben auf PCs

  •  Inkassogesellschaft ZPÜ lässt Gespräche scheitern
  •  PC-Hersteller bieten insgesamt rund 50 Millionen Euro an

Berlin, 1. Juli 2008 Hersteller und Käufer von PCs müssen noch länger auf eine Klärung warten, welche Kopierabgaben künftig auf die Geräte fällig werden. Die Inkassogesellschaft ZPÜ, die die Abgaben fordert, hat Gespräche mit der IT-Branche vorzeitig für gescheitert erklärt. „Das ist bedauerlich für Wirtschaft und Verbraucher“, kommentiert Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Hightech-Verbandes BITKOM. „Wir benötigen Rechtssicherheit, damit die Hersteller ihre Preise kalkulieren können. Auch im Interesse der Verbraucher dürfen künftige Urheberrechtsabgaben nicht zu hoch ausfallen.“ Die ZPÜ hatte im Mai gefordert, jeden neuen PC mit einer Abgabe von rund 60 Euro zu belegen. Für Verbraucher würden sich damit PCs inklusive Mehrwertsteuer um mehr als 70 Euro verteuern. „Preiswerte PCs gehen zu Endpreisen von 200 Euro über die Ladentheke. Eine Abgabe von über 70 Euro ist völlig unverhältnismäßig“, so Rohleder.

Mit den Abgaben sollen zulässige private Kopien von urheberrechtlich geschützten Werken ausgeglichen werden. Die Abgabe stellt keine Kompensation für verbotene Raubkopien dar. Vor diesem Hintergrund macht der BITKOM geltend, dass PCs nur selten dazu verwendet werden, abgabenpflichtige Kopien herzustellen. Wenn man die Gesamtnutzung eines PCs betrachtet, wird er nur zu 0,2 Prozent zum Kopieren abgabenrelevanter Inhalte verwendet. Das geht aus einer repräsentativen Studie von TNS Infratest im Auftrag des BITKOM hervor, bei der 7.000 Anwender zwei Wochen lang ihre PC-Nutzung protokolliert haben. Obwohl die PC-Nutzung urheberrechtlich kaum relevant ist, hat die IT-Branche ein Angebot von sechs Euro pro Gerät unterbreitet. Damit würden die Einnahmen der Verwertungsgesellschaften um rund 50 Millionen Euro pro Jahr steigen. „Das ist eine Summe, die eine schnelle Einigung ohne ausufernde Grundsatzdiskussionen ermöglicht hätte“, erklärt Rohleder. „Wir bedauern, dass die ZPÜ auf ihren Maximalforderungen beharrt und sich weiteren Gesprächen verweigert.“

Je höher die Abgabe, desto stärker würden in der Folge die Gerätepreise steigen. „Kopierabgaben auf PCs sind auch deshalb fragwürdig, weil einzelne Bestandteile von PC-Systemen wie Scanner bereits jetzt abgabenpflichtig sind“, gibt Rohleder zu bedenken.

Nach dem neuen Urheberrecht müssen Wirtschaft und Verwertungsgesellschaften die Höhe der Abgaben in Verhandlungen bestimmen. Kommt keine Einigung zustande, vermittelt zunächst eine Schiedsstelle, bevor die Verhandlungspartner den Rechtsweg beschreiten können. „Wir würden es begrüßen, wenn die ZPÜ an den Verhandlungstisch zurückkehrte“, betont der BITKOM-Hauptgeschäftsführer. „Ziel muss sein, dass wir im Interesse von Urhebern, Wirtschaft und Verbrauchern langjährige Prozesse so weit wie möglich vermeiden.“

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