Archive for the ‘News & Sonstiges’ Category

Die Deutschen arbeiten am liebsten zu Hause

    Tuesday, July 8th, 2008

Die Deutschen arbeiten am liebsten zu Hause

  •  BITKOM-Umfrage: Für zwei Drittel ist das Home-Office Alternative zum Büro
  •  Besonders die Jüngeren wünschen sich mehr Flexibilität bei der Arbeit
  •  Telearbeit erfordert Vertrauen zwischen Unternehmen und Mitarbeitern

Berlin, 8. Juli 2008 Eine große Mehrheit der Bundesbürger wünscht sich flexiblere Arbeitsbedingungen. Rund zwei Drittel wollen regelmäßig zu Hause arbeiten, statt ins Büro zu gehen. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM hervor. Demnach wollen 50 Prozent der Deutschen an mehreren Tagen in der Woche von zu Hause aus arbeiten und 17 Prozent ziehen sogar grundsätzlich das Home-Office der Arbeit im Büro vor. Ein Viertel der Befragten hält nichts vom Home-Office und geht am liebsten jeden Tag ins Büro. „Von Telearbeit und flexiblen Arbeitszeitmodellen können Beschäftigte und Unternehmen gleichermaßen profitieren“, sagte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer. „Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen können Beruf und Familie besser miteinander vereinbaren und die Arbeitgeber hoch qualifizierte Arbeitnehmer langfristig an das Unternehmen binden.“ Durch den stärkeren Einsatz von Telearbeit sparen Pendler Zeit und Geld, Arbeitgeber können Büroflächen reduzieren. Nach den Ergebnissen der Umfrage haben aber erst ein Prozent aller Beschäftigten die Möglichkeit, auch zu Hause zu arbeiten.

Besonders interessiert an der Arbeit im Home-Office sind jüngere Menschen. Fast 80 Prozent der 30 bis 39-Jährigen will an mehreren Tagen in der Woche oder ausschließlich zu Hause arbeiten. Bei den 50 bis 59-Jährigen sind es 61 Prozent und bei den über 60-Jährigen immer noch 50 Prozent. Größere Unterschiede zwischen Frauen und Männern gibt es dagegen nicht. „Die Telearbeit erfordert eine offene Unternehmenskultur, die auf Selbstverantwortung ihrer Mitarbeiter setzt“, sagte Scheer. „Die Arbeit zu Hause verlangt einen hohen Grad an Eigenmotivation und Selbstdisziplin.“ Zudem verschwimmt die Trennlinie zwischen Beruf und Privatem. Mitarbeiter müssten die Bereitschaft mitbringen, auch jenseits fester Bürozeiten erreichbar zu sein, betonte Scheer.

Die technischen Voraussetzungen für einen Telearbeitsplatz sind gering: Computer, Internetverbindung und Telefon. „Heute kann fast jeder Büroarbeitsplatz zu geringen Kosten an den heimischen Schreibtisch verlegt werden“, sagte Scheer. Eine schnelle Internetverbindung ermöglicht den Zugriff auf das IT-System und die Datenbanken des Unternehmens. Telefon und Videokonferenzsysteme für den PC erleichtern die Kommunikation mit Kollegen, Kunden und Geschäftspartnern. Mit einer entsprechenden Software können die Teilnehmer einer Telefon- oder Videokonferenz sogar Präsentationen online durchführen oder gleichzeitig Dokumente bearbeiten. Schon heute verfügen viele Beschäftigte über einen externen Zugang zu den IT-Systemen ihres Arbeitgebers. Das gilt insbesondere für Außendienstmitarbeiter, Berater, Fahrer oder eben Telearbeiter. Nach einer Erhebung der europäischen Statistikbehörde Eurostat greifen 61 Prozent der Beschäftigten, die regelmäßig außerhalb der Geschäftsstellen ihres Arbeitgebers tätig sind, von unterwegs oder von zu Hause auf die IT-Systeme des Unternehmens zu.

Methodik: Bei der Forsa-Umfrage im Auftrag des BITKOM wurden 1008 Personen repräsentativ befragt.


Top 10 der Handy-Funktionen

    Monday, July 7th, 2008

Top 10 der Handy-Funktionen

  • Kurznachricht ist beliebteste Zusatzfunktion
  • Jeder Dritte lässt sich vom Handy wecken, jeder achte verschickt Handy-Mails
  • Männer nutzen technische Möglichkeiten häufiger als Frauen
  • Senioren beschränken sich aufs Telefonieren

Berlin, 7. Juli 2008 Das beliebteste Handy-Feature ist – nach der Telefonie – die Kurznachricht. Mehr als jeder zweite verschickt SMS mit seinem Mobiltelefon. Dies ergab eine repräsentative Studie der Aris Umfrageforschung im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM. Ganz weit vorne in der Gunst der Mobiltelefonierer sind außerdem die Adressbuchfunktion (48 Prozent) und die Kamera (40 Prozent). Mehr als jeder Dritte lässt sich von seinem Handy wecken oder nutzt es als Kalender. Jeder Fünfte hört mit dem Handy Musik, jeder Achte verschickt per Handy E-Mails. „Das sind Top-Werte, die zeigen, dass sich das Handy zum vollwertigen Multimedia-Gerät entwickelt“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer.

 

 

 
Scheer: „Wenn das Handy mit seinen vielen Möglichkeiten richtig eingesetzt wird, ist es ein Miniaturbüro für unterwegs.“ Besonders die modernen Geräte mit ihren Druckbildschirmen und der einfachen Bedienung könnten das Arbeiten noch effizienter machen. „Wer etwas Geld in die Hand nimmt, bekommt leistungsstarke Geräte, die er problemlos mit seinem Computer synchronisieren kann. Die Adressdaten und der Terminkalender bleiben so immer auf dem aktuellen Stand“, erläutert Scheer.
Die Funktionen zum kurzen und knappen Kommunizieren sind vor allem bei Männern beliebt. Sowohl bei SMS als auch beim Empfang und Senden von E-Mails ist ihr Anteil an den Nutzern höher als bei den Frauen. Geschlechtergleichstand gibt es dafür unter anderem beim Fotografieren oder bei der Wecker- und Kalenderfunktion.
„Allgemein lässt sich sagen, dass Männer die technischen Möglichkeiten des Mobiltelefons etwas umfassender nutzen als Frauen“, fasst Scheer die Studienergebnisse zusammen. Ein deutliches Nutzungsgefälle gebe es allerdings bei den über 65-Jährigen. „Für ältere Menschen ist das Handy vor allem ein Telefon. Fast zwei Drittel von ihnen nutzt es ausschließlich für Gespräche“, so Scheer. Das hänge sicherlich mit althergebrachten Gewohnheiten zusammen, aber auch mit der Lebenssituation: „Wer nicht mehr im Job aktiv ist, muss nicht mehr so viel koordinieren und planen.“


Fast 4 Millionen Opfer von Computer- und Internet-Kriminalität

    Sunday, July 6th, 2008

Fast 4 Millionen Opfer von Computer- und Internet-Kriminalität

  • 79 Prozent nutzen privat oder beruflich einen PC
  • Jeder Zehnte verwendet kein Sicherheitsprogramm

Berlin, 06. Juli 2008 - Fast 4 Millionen Deutsche sind schon einmal Opfer von Computer-Kriminalität geworden. Sieben Prozent aller Computernutzer ab 14 Jahre haben bereits einen finanziellen Schaden beispielsweise durch Viren, bei Online-Auktionen oder Online-Banking erlitten. Das teilte der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) in Berlin mit. Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des BITKOM. „Bei gut 90 Prozent aller Computernutzer ist noch nie ein Schaden entstanden. Dennoch dürfen wir mit dieser scheinbar geringen Schadensquote nicht zufrieden sein. Die absolute Zahl der Geschädigten ist einfach viel zu hoch”, sagte Prof. Dieter Kempf, Mitglied im BITKOM-Präsidium. „Wir müssen weiterhin regelmäßig die Anwender über technische Schutzmöglichkeiten und richtiges Verhalten im Netz aufklären.”

Laut der Befragung nutzen knapp 80 Prozent aller 72 Millionen Deutschen über 14 Jahre privat oder beruflich einen Computer. 2 Prozent der Befragten gaben an, Viren hätten ihren Computer beschädigt. Je 1 Prozent aller Nutzer wurden Opfer bei einer Online-Auktion oder beim Online-Banking. 3 Prozent gaben Schäden „durch sonstige Umstände“ an, also beispielsweise durch unseriöse Internet-Dialer.

Eine gute Sicherheitsausstattung ist besonders wichtig beim Umgang mit persönlichen Daten, etwa beim Internet-Banking oder Online-Shopping.

„Ein modernes Anti-Viren-Programm und eine so genannte Firewall, die den Rechner vor schädlichen Dateien aus dem Netz schützen, müssen vor der ersten Web-Sitzung installiert werden”, sagte Kempf. „Auch die Verschlüsselung wichtiger privater Daten auf der Festplatte wie auch die von E-Mails mit vertraulichen Inhalten sollten gängige Praxis sein.”

Die Befragung ergab jedoch, dass Sicherheitsprogramme noch immer nicht zum Standard gehören. Zwar gaben 83 Prozent aller User an, ein Virenschutzprogramm auf ihrem privaten Rechner installiert zu haben. Aber nur 67 Prozent nutzten eine Firewall, lediglich 28 Prozent ein Verschlüsselungsprogramm. 7 Prozent der Nutzer gaben an, keines dieser Programme zu verwenden, 4 Prozent machten keine Angaben. Auffällig: Frauen nutzen diese Programme deutlich seltener als Männer. „Surfer ohne Sicherheitsprogramme bringen sich und andere in Gefahr. Ist der eigene Rechner mit Viren infiziert, sind besonders die Computer von Freunden und Bekannten einem erhöhten Risiko ausgesetzt“, sagte Kempf, der auch Vorstandsvorsitzender des Vereins „Deutschland sicher im Netz“ ist (www.sicher-im-netz.de). Dort haben sich große Unternehmen, Vereine und Branchenverbände zusammengeschlossen, um einen messbaren und praktischen Beitrag für mehr IT-Sicherheit für Verbraucher und mittelständische Unternehmen zu leisten. Schirmherr ist Bundesminister Dr. Wolfgang Schäuble.


Endspurt zum Deutschen Internetpreis 2008

    Thursday, July 3rd, 2008

Endspurt zum Deutschen Internetpreis 2008

  • Innovative Mittelständler können sich bis 31. Juli bewerben
  • Bereits 170 Teilnehmer
  • Preisverleihung auf dem ITK-Mittelstandstag am 6. November

Berlin, 3. Juli 2008 - Noch bis zum 31. Juli können sich innovative Hightech-Unternehmen um den Deutschen Internetpreis 2008 bewerben. Gesucht werden wegweisende IT-Konzepte kleiner und mittlerer Unternehmen, die bereits in der Praxis erprobt sind. Dieses Jahr haben sich beim Bundesverband BITKOM bisher rund 170 Firmen für den renommiertesten IT-Wettbewerb Deutschlands angemeldet. „Der Deutsche Internetpreis hat zum neunten Mal in Folge eine enorme Resonanz“, kommentiert Heinz Paul Bonn, Vizepräsident des BITKOM. „Die vielen Bewerbungen zeigen, welche Bedeutung gute Hightech-Strategien für den Unternehmenserfolg haben.“ Der Wettbewerb ist Teil der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“.

Die Auszeichnung wird unter der Schirmherrschaft von Bundes¬wirtschaftsminister Michael Glos verliehen. Das Finale des Deutschen Internetpreises findet am 6. November in Stuttgart statt. Die Preisverleihung ist einer der Höhepunkte des ITK-Mittelstandstages, zu dem der BITKOM Spitzenvertreter der Branche und Anwender innovativer IT-Lösungen erwartet. „Durch diesen Kongress werden die Sieger des Internetpreises bundesweit bekannt“, erklärt Geschäftsführer Thomas Alt von der Münchener Firma metaio, die im Vorjahr den ersten Preis gewann. „Das ist ein erheblicher Marketing-Effekt.“ Zudem erhalten die drei Sieger Geldpreise im Wert von 25.000, 20.000 und 15.000 Euro. Wettbewerbspartner sind die Unternehmen Datev, Fujitsu Siemens Computers, Microsoft, Oracle und PricewaterhouseCoopers. Alle Infos zur Anmeldung gibt es unter www.deutscher-internetpreis.de.

Die Teilnahme am Deutschen ITK-Mittelstandstag ist kostenlos. „Der Kongress wendet sich sowohl an Anbieter als auch an Anwender von Hightech-Produkten“, erklärt Heinz Paul Bonn. Thema ist, wie kleine und mittlere Unternehmen das Netz optimal für ihre Firmenstrategie nutzen können. Weitere Schwerpunkte sind Marketing, Recht und Standortstrategien.

Interessenten können sich anmelden bei Dr. Jens Mundhenke, Tel. 030 27576-125, j.mundhenke@bitkom.org.


Hightech-Unternehmen spüren erste Folgen der Finanzkrise

    Thursday, July 3rd, 2008

Hightech-Unternehmen spüren erste Folgen der Finanzkrise

  • BITKOM-Umfrage: 42 Prozent beobachten restriktivere Kreditvergabe
  • Nur jeder sechste Gründer erhält Geld von Banken
  • Start-ups scheitern meist an fehlendem Kapital

Berlin, 2. Juli 2008 Die Finanzkrise erschwert die Finanzierung vieler Hightech-Unternehmen in Deutschland. Das hat eine Umfrage des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) in der ITK-Branche ergeben. Danach beobachten 42 Prozent der befragten Unternehmen, dass Finanzinstitute restriktiver Kredite an Firmen vergeben als vor dem Beginn der Krise. „Die Kapitalversorgung verschlechtert sich insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen“, sagte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer. 18 Prozent der Firmen geben an, dass sich für sie die Konditionen von Finanzierungen verschlechtert haben. Das betrifft die Höhe der Zinssätze, die verlangten Sicherheiten sowie die Anforderungen an Dokumentation und Offenlegung des Geschäftsverlaufs. Bei 11 Prozent der Unternehmen ist in Folge der Finanzkrise sogar der Umsatz gesunken. „Die langfristigen Auswirkungen auf die IT-Nachfrage in Deutschland sind heute noch nicht absehbar“, sagte Scheer.

Gute Finanzierungsbedingungen sind eine wichtige Voraussetzung für eine florierende Hightech-Industrie. Das gilt ganz besonders für kleine und mittlere Unternehmen sowie für Betriebe in der Gründungsphase. Scheitert eine Gründung, ist in zwei Drittel der Fälle fehlendes Kapital die wichtigste Ursache. Das hat eine BITKOM-Umfrage unter 307 Jungunternehmern aus dem Hightech-Sektor ergeben. 87 Prozent der tatsächlich gegründeten Unternehmen starten mit Eigenmitteln der Gründer. Ein Drittel der Start-ups kann auf öffentliche Mittel zurückgreifen, zum Beispiel von Gründerfonds und Förderbanken. An dritter Stelle der Geldgeber stehen Verwandte und Freunde, auf die 22 Prozent zurückgreifen, gefolgt von Banken mit 17 Prozent. Risikokapitalgeber spielen nur bei 6 Prozent der Gründer eine Rolle. „Es gibt in Deutschland viel zu wenige Wagniskapitalgeber“, sagte Scheer. Wer Geld brauche, müsse sich deshalb oft in angelsächsischen Ländern umsehen. Der BITKOM fordert daher, die Rahmenbedingungen für privates Beteiligungskapital zu verbessern. Vor allem steuerliche Anreize sind Scheer zufolge nötig, um Investitionen in Start-ups attraktiver zu machen.


Hightech-Unternehmen spüren erste Folgen der Finanzkrise

    Wednesday, July 2nd, 2008

Hightech-Unternehmen spüren erste Folgen der Finanzkrise

  • BITKOM-Umfrage: 42 Prozent beobachten restriktivere Kreditvergabe
  • Nur jeder sechste Gründer erhält Geld von Banken
  • Start-ups scheitern meist an fehlendem Kapital

Berlin, 2. Juli 2008 Die Finanzkrise erschwert die Finanzierung vieler Hightech-Unternehmen in Deutschland. Das hat eine Umfrage des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) in der ITK-Branche ergeben. Danach beobachten 42 Prozent der befragten Unternehmen, dass Finanzinstitute restriktiver Kredite an Firmen vergeben als vor dem Beginn der Krise. „Die Kapitalversorgung verschlechtert sich insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen“, sagte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer. 18 Prozent der Firmen geben an, dass sich für sie die Konditionen von Finanzierungen verschlechtert haben. Das betrifft die Höhe der Zinssätze, die verlangten Sicherheiten sowie die Anforderungen an Dokumentation und Offenlegung des Geschäftsverlaufs. Bei 11 Prozent der Unternehmen ist in Folge der Finanzkrise sogar der Umsatz gesunken. „Die langfristigen Auswirkungen auf die IT-Nachfrage in Deutschland sind heute noch nicht absehbar“, sagte Scheer.

Gute Finanzierungsbedingungen sind eine wichtige Voraussetzung für eine florierende Hightech-Industrie. Das gilt ganz besonders für kleine und mittlere Unternehmen sowie für Betriebe in der Gründungsphase. Scheitert eine Gründung, ist in zwei Drittel der Fälle fehlendes Kapital die wichtigste Ursache. Das hat eine BITKOM-Umfrage unter 307 Jungunternehmern aus dem Hightech-Sektor ergeben. 87 Prozent der tatsächlich gegründeten Unternehmen starten mit Eigenmitteln der Gründer. Ein Drittel der Start-ups kann auf öffentliche Mittel zurückgreifen, zum Beispiel von Gründerfonds und Förderbanken. An dritter Stelle der Geldgeber stehen Verwandte und Freunde, auf die 22 Prozent zurückgreifen, gefolgt von Banken mit 17 Prozent. Risikokapitalgeber spielen nur bei 6 Prozent der Gründer eine Rolle. „Es gibt in Deutschland viel zu wenige Wagniskapitalgeber“, sagte Scheer. Wer Geld brauche, müsse sich deshalb oft in angelsächsischen Ländern umsehen. Der BITKOM fordert daher, die Rahmenbedingungen für privates Beteiligungskapital zu verbessern. Vor allem steuerliche Anreize sind Scheer zufolge nötig, um Investitionen in Start-ups attraktiver zu machen.


BITKOM kritisiert Verhandlungsabbruch zu Urheberabgaben auf PCs

    Tuesday, July 1st, 2008

BITKOM kritisiert Verhandlungsabbruch zu Urheberabgaben auf PCs

  •  Inkassogesellschaft ZPÜ lässt Gespräche scheitern
  •  PC-Hersteller bieten insgesamt rund 50 Millionen Euro an

Berlin, 1. Juli 2008 Hersteller und Käufer von PCs müssen noch länger auf eine Klärung warten, welche Kopierabgaben künftig auf die Geräte fällig werden. Die Inkassogesellschaft ZPÜ, die die Abgaben fordert, hat Gespräche mit der IT-Branche vorzeitig für gescheitert erklärt. „Das ist bedauerlich für Wirtschaft und Verbraucher“, kommentiert Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Hightech-Verbandes BITKOM. „Wir benötigen Rechtssicherheit, damit die Hersteller ihre Preise kalkulieren können. Auch im Interesse der Verbraucher dürfen künftige Urheberrechtsabgaben nicht zu hoch ausfallen.“ Die ZPÜ hatte im Mai gefordert, jeden neuen PC mit einer Abgabe von rund 60 Euro zu belegen. Für Verbraucher würden sich damit PCs inklusive Mehrwertsteuer um mehr als 70 Euro verteuern. „Preiswerte PCs gehen zu Endpreisen von 200 Euro über die Ladentheke. Eine Abgabe von über 70 Euro ist völlig unverhältnismäßig“, so Rohleder.

Mit den Abgaben sollen zulässige private Kopien von urheberrechtlich geschützten Werken ausgeglichen werden. Die Abgabe stellt keine Kompensation für verbotene Raubkopien dar. Vor diesem Hintergrund macht der BITKOM geltend, dass PCs nur selten dazu verwendet werden, abgabenpflichtige Kopien herzustellen. Wenn man die Gesamtnutzung eines PCs betrachtet, wird er nur zu 0,2 Prozent zum Kopieren abgabenrelevanter Inhalte verwendet. Das geht aus einer repräsentativen Studie von TNS Infratest im Auftrag des BITKOM hervor, bei der 7.000 Anwender zwei Wochen lang ihre PC-Nutzung protokolliert haben. Obwohl die PC-Nutzung urheberrechtlich kaum relevant ist, hat die IT-Branche ein Angebot von sechs Euro pro Gerät unterbreitet. Damit würden die Einnahmen der Verwertungsgesellschaften um rund 50 Millionen Euro pro Jahr steigen. „Das ist eine Summe, die eine schnelle Einigung ohne ausufernde Grundsatzdiskussionen ermöglicht hätte“, erklärt Rohleder. „Wir bedauern, dass die ZPÜ auf ihren Maximalforderungen beharrt und sich weiteren Gesprächen verweigert.“

Je höher die Abgabe, desto stärker würden in der Folge die Gerätepreise steigen. „Kopierabgaben auf PCs sind auch deshalb fragwürdig, weil einzelne Bestandteile von PC-Systemen wie Scanner bereits jetzt abgabenpflichtig sind“, gibt Rohleder zu bedenken.

Nach dem neuen Urheberrecht müssen Wirtschaft und Verwertungsgesellschaften die Höhe der Abgaben in Verhandlungen bestimmen. Kommt keine Einigung zustande, vermittelt zunächst eine Schiedsstelle, bevor die Verhandlungspartner den Rechtsweg beschreiten können. „Wir würden es begrüßen, wenn die ZPÜ an den Verhandlungstisch zurückkehrte“, betont der BITKOM-Hauptgeschäftsführer. „Ziel muss sein, dass wir im Interesse von Urhebern, Wirtschaft und Verbrauchern langjährige Prozesse so weit wie möglich vermeiden.“


Neues Internetportal hilft Behörden beim Computer-Kauf

    Monday, June 30th, 2008

Neues Internetportal hilft Behörden beim Computer-Kauf

  •  Portal bietet verständliche und verlässliche Hilfe
  •  Gemeinsame Initiative von Wirtschaft und Bundesbehörden
  •  Umweltfreundlichkeit im Fokus

Berlin/Dessau-Roßlau, 30. Juni 2008 - Wenn Behörden, Ämter und Ministerien moderne Technik einkaufen, müssen sie auf komplizierte Regeln achten. Europäisches und deutsches Recht verbieten bei öffentlichen Ausschreibungen zum Beispiel die Nennung von Markennamen. Bei der Bestellung von Informations- und Kommunikationstechnik ist das besonders knifflig, da hier oft bestimmte Marken gesucht werden. Eine Lösung bietet das neue Onlineportal www.ITK-Beschaffung.de, das nun in Berlin von öffentlicher Hand und BITKOM gemeinsam gestartet wurde. In dem Portal finden Einkäufer stets verlässliche, verständliche und aktuelle Informationen für die produktneutrale Beschaffung von Informations- und Kommunikationstechnik. Nicht nur die Verwaltung, auch Einkäufer aus Unternehmen und privaten Institutionen können sich hier informieren. „Dieses zukunftsweisende Projekt erleichtert den Einkauf von Informations- und Kommunikationssystemen enorm“, sagt Prof. August-Wilhelm Scheer, Präsident des Hightech-Verbands BITKOM. „Außerdem bringt es juristische Sicherheit für die Beschaffer.“

Das Projekt www.ITK-Beschaffung.de ist eine gemeinsame Initiative des Beschaffungsamtes des Bundesinnenministeriums und des Hightech-Verbands BITKOM. Als gleichberechtigte Partner beteiligt sind das Bundesamt für Informationsmanagement und Informationstechnik der Bundeswehr sowie das Umweltbundesamt (UBA). Zunächst hilft die Internetseite bei der Beschaffung von Desktop-PCs. Das Angebot wird kurzfristig ausgebaut, es folgen Notebooks, Server und Multifunktionsgeräte.

„Für die Einkäufer der öffentlichen Hand ist dieses Internetangebot eine große Hilfe“, so Roderich Egeler, Direktor des Beschaffungsamtes des Bundesinnenministeriums. „Wir erwarten eine größere Zahl von Angeboten auf unsere Ausschreibungen. Das Portal fördert also den Wettbewerb und sorgt so für Einsparungen. Wir können das Geld der Steuerzahler dadurch effizienter einsetzen.“

Immer wichtiger bei der Ausschreibung von ITK-Produkten ist deren Umweltverträglichkeit. Das Portal berücksichtigt daher auch Aspekte wie niedrigen Energieverbrauch, einfache Wiederverwertbarkeit der Geräte oder geringe Lärmemissionen während des Betriebs. „Die Beschaffung energiesparender PCs durch die öffentliche Hand ist ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz – und spart Kosten“, sagt der Präsident des Umweltbundesamtes Prof. Dr. Andreas Troge. „Zusätzlich lassen sich mit umweltgerechten PCs die Lärm- und andere Gesundheitsbelastungen am Arbeitsplatz reduzieren.“


Zwei von drei E-Mail-Kunden bekommen täglich Spam

    Sunday, June 29th, 2008

Zwei von drei E-Mail-Kunden bekommen täglich Spam

  • Mindestens 80 Prozent aller versandten Nachrichten sind Spam
  • Die meisten Anwender setzen auf Filter ihrer Provider
  • BITKOM nennt die fünf wichtigsten Tipps gegen Spam

Berlin, 29. Juni 2008 - 71 Prozent der Deutschen, die eine private E-Mail-Adresse haben, bekommen täglich mindestens eine unerwünschte Nachricht. Jeden vierten E-Mail-Kunden (27 Prozent) erreichen sogar mehr als fünf dieser so genannten Spam-Mails am Tag. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Hightech-Verbands BITKOM hervor. „Spam ist neben Viren eines der größten Ärgernisse für Internet-Nutzer“, sagt BITKOM-Präsidiumsmitglied Prof. Dieter Kempf. Mindestens 80 Prozent aller weltweit versandten E-Mails sind Spam.

Von der tatsächlichen Anzahl der versandten Spam-E-Mails bekommt die Mehrheit der Anwender allerdings nur wenig mit. Drei Viertel (75 Prozent) der deutschen E-Mail-Kunden schützen sich gegen die unerwünschten Nachrichten. Die meisten setzen dabei auf die Spam-Filter ihrer E-Mail-Anbieter (38 Prozent). 25 Prozent haben einen Filter auf dem eigenen Computer – entweder im E-Mail-Programm integriert oder als separate Software. Weitere bekannte Methoden sind, zweifelhafte Webseiten zu meiden oder spezielle Anti-Spam-Dienstleister zu nutzen.

Immerhin jeder Vierte beugt Spam überhaupt nicht vor – so das Ergebnis der BITKOM-Umfrage. „Es gibt noch großen Aufklärungsbedarf. Man muss kein Experte sein, um die Spam-Flut einzudämmen“, so Kempf. Technische Hilfen und Vorsichtsmaßnahmen seien immer noch der beste Weg gegen unerwünschte Nachrichten. Zwar droht Spam-Versendern in Deutschland seit dem vergangenen Jahr ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro. Doch die meisten Spam-Mails werden aus dem Ausland verschickt und fallen nicht unter die deutsche Gesetzgebung.

Hier die wichtigsten Tipps des BITKOM gegen Spam:

1. Komplizierte E-Mail-Adresse wählen
Spam-Versender verschicken ihre Post oft nach dem Zufallsprinzip. Sie generieren automatisch E-Mail-Adressen und probieren diese aus. Lange oder ungewöhnliche Zeichenfolgen in der eigenen E-Mail-Adresse erschweren die Arbeit der Spammer.

2. Nicht antworten
Nicht auf Spam-Mails antworten! Auch vermeintliche Abmelde-Optionen – etwa für Newsletter – sollten nicht genutzt werden. Diese Rückmeldungen sind für Spammer eine Bestätigung, dass die gewählte E Mail-Adresse aktiv ist. Künftig gibt es dann nur noch mehr Post.

3. Zweit-Adresse anlegen
Die privat genutzte E-Mail-Adresse sollte nur in Ausnahmefällen herausgegeben werden. Für Chats oder Bestellungen ist es besser, sich eine zweite Kennung anzulegen. Wer über diese Adresse zu viel Spam bekommt, kann einfach zu einer neuen wechseln. Unter der ersten Adresse bleibt er für Freunde und Bekannte weiterhin erreichbar.

4. Spam-Filter nutzen
Mit Hilfe von Spam-Filtern gelangen weniger unerwünschte Mails in den Posteingang. Die Filter sortieren verdächtige Mails aus und legen sie beispielsweise in einem gesonderten Ordner ab. Spam-Filter werden als Software für den eigenen PC oder als Service der E-Mail-Provider angeboten.

5. Blindkopien verschicken
Vorsichtig mit Kontakten von Freunden und Kollegen umgehen! Wer Mails an mehrere Personen verschickt, sollte alle Adressen im Feld „BCC“ eingeben. Dann sehen die Empfänger keine fremden Adressen.

 


BITKOM begrüßt Startschuss für neue Internet-Namen

    Friday, June 27th, 2008

BITKOM begrüßt Startschuss für neue Internet-Namen

  • Zusätzliche Webseiten-Kennungen wie .berlin ab 2009 möglich
  • Städte, Regionen und Firmen können die Endungen beantragen
  • BITKOM: Spekulationen mit Domains verhindern

Berlin, 27. Juni 2008 - Beim Namen für die eigene Webseite haben Unternehmen und Bürger in Zukunft mehr Möglichkeiten: Die zuständige Internet-Verwaltung ICANN hat auf ihrer Sitzung in Paris am Donnerstag grundsätzlich grünes Licht für neue Homepage-Endungen („Top Level Domains“) gegeben. Bald sind nicht nur Länderkennungen wie .de und andere bekannte Kürzel wie .com, .net und .org möglich. Auch Städte und Regionen können künftig eigene Webseiten-Endungen haben. So sind in Deutschland Bewerbungen für die Adressen .berlin und .hamburg geplant. „Damit wird das Internet noch flexibler und vielseitiger“, sagte der Präsident des Bundesverbandes BITKOM, Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer, in Berlin.

Mit der Entscheidung vom Donnerstag hat ICANN der Erweiterung des Internet-Namensraums zwar grundsätzlich zugestimmt. Die Nutzer müssen sich aber noch mindestens bis 2009 gedulden, ehe sie Webseiten mit den neuen Endungen registrieren können. Zuerst müssen interessierte Städte, Regionen und Unternehmen die gewünschten Namensräume beantragen. Die nötige Ausschreibung startet nach der Einschätzung des BITKOM frühestens im zweiten Quartal des nächsten Jahres.

„Einzelne Homepages mit den neuen Endungen sollen dann nach einem fairen und transparenten Verfahren vergeben werden“, sagt BITKOM-Präsident Prof. Scheer. „In der Startphase muss verhindert werden, dass große Mengen an Domains zu Spekulationszwecken reserviert werden.“ Dazu hat ICANN in den vergangenen Monaten Regeln entwickelt. Unternehmen und Bürger mit berechtigten eigenen Interessen sollen in den ersten Monaten Vorrang haben. Eine solche so genannte „Sunrise“-Periode hat sich Scheer zufolge bereits bei der Einführung der Endung .eu bewährt. Sie ist unter anderem auch bei der Domain-Endung .berlin vorgesehen.

Neben Städte-Kürzeln wie .berlin sind regionale Endungen wie .bzh für die französische Bretagne oder .quebec für die gleichnamige kanadische Provinz im Gespräch. Auch neue themenbezogene Kennungen wie .sport oder Domain-Endungen für große Unternehmen und Institutionen sind denkbar. Wie die Zulassung im Detail läuft, muss ICANN noch entscheiden.


Hightech-Unternehmen überwiegend zuversichtlich

    Tuesday, June 24th, 2008

Hightech-Unternehmen überwiegend zuversichtlich

  • BITKOM-Umfrage: 62 Prozent erwarten im Jahr 2008 ein Umsatzplus
  • Gerätehersteller und Telekommunikation in schwierigem Fahrwasser
  • Steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung notwendig

Berlin, 24. Juni 2008 - Die Stimmung in der Hightech-Branche ist überwiegend zuversichtlich. 62 Prozent der Unternehmen erwarten im Jahr 2008 steigende Umsätze, nur 15 Prozent rechnen mit einem Rückgang. Das hat die aktuelle Quartalsbefragung des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) in der ITK-Branche ergeben. Dabei hat die Dynamik nach einem erfreulichen Jahresauftakt in einigen Marktsegmenten leicht nachgelassen. Parallel zum Ifo-Konjunkturindex geht der BITKOM-Branchenindex im zweiten Quartal um vier Punkte auf 36 Punkte zurück. „Die Nachfrage nach Informations- und Kommunikationstechnologie ist weiterhin hoch“, sagte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer. Wirtschaft und öffentliche Hand investieren kräftig in die Modernisierung ihrer Hightech-Systeme. Stark zulegen werden im laufenden Jahr Anbieter von Software und IT-Dienstleistungen, die Unternehmen und öffentliche Verwaltungen bei der Einführung und dem Betrieb von IT-Systemen unterstützen. 72 Prozent der befragten Unternehmen erwarten in diesem Segment im Jahr 2008 ein Umsatzplus und mehr als die Hälfte wollen zusätzliche Mitarbeiter einstellen.

 Etwas schwieriger ist die Lage bei den Herstellern von IT-Geräten. Zwar erwartet fast die Hälfte der Hersteller von Computern und digitaler Bürotechnik trotz des scharfen Preiswettbewerbs im laufenden Jahr ein Umsatzplus. 38 Prozent der Firmen rechnen mit stabilen Erlösen und nur 16 Prozent mit sinkenden Umsätzen. Allerdings gingen im Vorquartal noch zwei Drittel von einem Umsatzplus im Jahr 2008 aus. „Vollwertige Notebooks haben die untere Preisschranke von 500 Euro durchbrochen“, sagte Scheer. Mit den neuen Mini-Notebooks, die ab 200 Euro kosten, hat sich zudem ein neues Marktsegment etabliert. „Die Kunden können im Sommergeschäft mit vielen attraktiven Angeboten rechnen“, sagte Scheer. Angespannt bleibt die Situation bei den Herstellern von Kommunikationstechnik, zu denen Endgerätehersteller und Produzenten von Netzwerktechnik für Telefon- und Datennetze zählen. 38 Prozent dieser Unternehmen rechnen mit einem Umsatzplus, jeder dritte mit einem Umsatzminus.

Das größte Hemmnis der Branche ist trotz der Anspannung in einigen Marktsegmenten weiterhin der Mangel an qualifiziertem Personal. 58 Prozent aller Unternehmen geben an, dass der Expertenmangel ihre Geschäfte bremst. Trotz leicht steigender Erstsemesterzahlen in den technischen Studienfächern und einem Plus bei den Anfängern in IT-Berufen hat sich das Problem nicht entschärft. „Alarmierend ist der anhaltend geringe Frauenanteil in den wichtigsten Qualifizierungswegen“, sagte Scheer. Nur 17 Prozent der Studienanfänger in der Informatik und nur 9 Prozent der neuen IT-Auszubildenden sind Frauen. Der BITKOM unterstützt daher die Initiative der Bundesregierung, mehr junge Frauen für technische Themen zu begeistern und fordert, Informatik als Pflichtfach an den Schulen einzuführen. „Das Interesse an einem Informatikstudium steigt, wenn die Schülerinnen und Schüler das Fach in der Schule in interessanter Form kennengelernt haben“, sagte Scheer. 

Dabei müsse man sich von der Vorstellung lösen, eine Verbesserung des Bildungssystems sei ohne zusätzliche Finanzmittel zu leisten. Scheer: „Bildung gibt es nicht zum Nulltarif.“ Steigende Steuereinnahmen sollten aus Sicht des BITKOM nicht nur zur Konsolidierung der öffentlichen Finanzen, sondern ebenso für Zukunftsinvestitionen verwendet werden. Das sind an erster Stelle Investitionen in das Bildungssystem und für Forschung und Entwicklung. „Die öffentlichen Haushalte müssen ausgeglichen werden, damit der gigantische Schuldenberg abgebaut werden kann“, sagte Scheer. Nur so könne die Politik finanzpolitische Spielräume zurückgewinnen. „Gleichzeitig aber braucht Deutschland Steuerentlastungen und Investitionen, wo sie direkt die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts stärken und damit zu mehr Wachstum und Beschäftigung führen“, sagte Scheer. Ein anerkanntes Instrument ist die steuerliche Förderung von Investitionen in Forschung und Entwicklung. Nach den Erfahrungen in den USA, Japan oder Frankreich führt eine steuerliche Förderung zu unmittelbar steigenden F&E-Ausgaben in der Wirtschaft. Scheer: „Angesichts der unsicheren Konjunkturaussichten und des Vorsprungs anderer FuE-Standorte ist Deutschland auf diese neuen Impulse dringend angewiesen.“


Vier von fünf Unternehmen präsentieren sich im Internet

    Sunday, June 22nd, 2008

Vier von fünf Unternehmen präsentieren sich im Internet

  • Deutsche Firmen in europäischer Spitzengruppe
  • 5 Prozentpunkte plus in Deutschland

Berlin, 22. Juni 2008 - Für die überwiegende Mehrheit deutscher Unternehmen geht es nicht mehr ohne eigenen Internetauftritt: Vier von fünf Firmen (78 Prozent) be-treiben eine eigene Web-Präsenz, teilte der Bundesverband Informations-wirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) heute in Berlin mit. Das entspricht einem Plus von 5 Prozentpunkten gegenüber dem Jahr 2006. „Die deutschen Unternehmen arbeiten sich derzeit an die europäi-sche Internet-Spitze vor“, sagte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer.
 
Deutschland hat sich in der EU damit von Platz 7 auf Platz 5 nach vorne geschoben und liegt nun schon vor Großbritannien und Frankreich. Ledig-lich die ohnehin sehr internetaffinen skandinavischen Länder verzeichnen etwas höhere Raten. Im unteren Drittel finden sich vor allem die neuen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sowie die Länder im Süden des Kontinents.

Die stärksten Zuwachsraten werden in Mittelosteuropa gemessen. So legte die Slowakei um 9 Prozentpunkte auf nunmehr 70 Prozent zu, Slowenien auf 67 Prozent (+ 5) und Estland 62 Prozent (+ 4). Der Anteil von Firmen mit eigener Homepage ist also schon in vier ehemaligen Ostblockstaaten höher als in Frankreich. Das geht aus aktuellen Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat hervor.


Handy am Steuer kann bis zu 594 Euro Strafe kosten

    Friday, June 20th, 2008

Handy am Steuer kann bis zu 594 Euro Strafe kosten

  • Bußgelder in Europa unterscheiden sich stark
  • Im Urlaubsland Italien drohen die höchsten Strafen
  • BITKOM gibt Tipps zum Telefonieren im Auto

Berlin, 20. Juni 2008 - Bis zu 594 Euro kann unerlaubtes Telefonieren im Auto kosten. So hoch kann die Strafe in Italien ausfallen. Das Urlaubsland hat die maximale Geldbuße im vergangenen Jahr drastisch erhöht – und ist damit Spitzenreiter in Europa. „Wer mit dem Handy am Ohr fährt, riskiert fast in allen EU-Ländern einen Teil seiner Urlaubskasse“, kommentiert der Präsident des Hightech-Verbandes BITKOM, Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. In Deutschland fällt die Strafe mit 40 Euro vergleichsweise gering aus. Weniger streng wird die Handy-Nutzung am Steuer nur in Frankreich und einzelnen osteuropäischen Ländern geahndet. „Für Fahrer, die unterwegs nicht aufs Telefonieren verzichten wollen, lohnt sich der Einbau einer Freisprecheinrichtung“, so Scheer. „Das fördert nicht nur die Verkehrssicherheit, es schont im Zweifelsfall auch den Geldbeutel.“

Der BITKOM gibt Tipps, was bei Gesprächen im Auto zu beachten ist:

1. Nicht nur Telefonieren ist im Auto untersagt
In Deutschland ist bereits verboten, das Handy in die Hand zu nehmen, wenn der Motor läuft. Deshalb gilt: Nicht nur Telefonieren mit dem Gerät am Ohr ist tabu, auch das Lesen oder Schreiben von Kurzmitteilungen. Vergleichbare Regelungen gibt es in anderen europäischen Ländern. Grund: Die Konzentrationsfähigkeit leidet in jedem Fall. Der BITKOM rät daher Autofahrern, prinzipiell nur mit Freisprecheinrichtungen oder Sprechgarnituren (Headsets) zu telefonieren. Übrigens: Anders als in Deutschland sind die Handy-Bußgelder in vielen Ländern nicht genau festgelegt. Die Polizei kann je nach Verkehrssituation einen Ermessensspielraum nutzen. 

2. Headsets sind günstig, aber nicht immer optimal
Eine günstige Variante ist ein Headset, idealerweise mit dem Kurzstreckenfunk Bluetooth. So muss kein Kabel zwischen Headset und Telefon angeschlossen werden. Moderne Headsets sind leicht und werden nur an einem Ohr befestigt. Nachteile: Auf langen Strecken können sie stören. Auch sind Headsets nicht überall im Ausland als Freisprech-Lösungen im Straßenverkehr anerkannt. 

3. „Plug and Play“ oder fester Einbau?
Das Angebot an Freisprechanlagen für Kraftfahrzeuge ist groß. Sie sind im Internet, in Kaufhäusern und Autohäusern sowie bei spezialisierten Autohifi-Werkstätten erhältlich. Günstig sind so genannte „Plug-and-Play“-Lösungen: Diese Freisprecheinrichtungen können von Laien schnell in fast jedem Auto montiert werden. Die Stromversorgung läuft dabei meist über den Zigarettenanzünder. Solche Modelle eignen sich auch für Autofahrer, die oft das Fahrzeug wechseln. Komfortabler sind Freisprechanlagen, die fest im Fahrzeug eingebaut werden: Dabei wird in der Regel das Radio automatisch stumm geschaltet, wenn ein Anruf eingeht. Durch eine optimale Platzierung des Mikrofons und einer aufwändigeren Signalverarbeitung ist die Sprachqualität meist deutlich besser. Bei vielen Modellen kann zudem eine Außenantenne angeschlossen werden, was den Empfang verbessert. Zudem gibt es bei festen Einbauten keine frei herumliegenden Kabel. Etliche moderne Anlagen können mit einer Vielzahl von Mobiltelefonen genutzt werden. Das ist empfehlenswert, wenn das Handy regelmäßig gewechselt wird.

4. Die richtige Installation
Freisprecheinrichtungen sollten stabil im Fahrzeug montiert sein, damit weder die Anlage noch das Handy bei einem Bremsmanöver oder Unfall zum Geschoss werden. Die Bedienungselemente müssen in Reichweite und im erweiterten Sichtfeld des Fahrers liegen. Wichtig ist auch, dass die Anlage nicht im Bereich der Airbags montiert wird und keine anderen Schalter verdeckt. Vor allem bei Festeinbauten gilt, die Installation im Zweifel lieber einer Fachwerkstatt zu überlassen.

Zur Methodik: Die Angaben zu Bußgeldern beruhen auf Angaben europäischer Automobilclubs und Recherchen des BITKOM. Für die Grafik wurden Beträge in Fremdwährungen nach dem Wechselkurs vom 17. Juni 2008 umgerechnet.


Online-Banking wird zum Standard

    Thursday, June 19th, 2008

Online-Banking wird zum Standard

  • 21,5 Millionen Deutsche führen ihr Konto online
  • Nutzung hängt stark vom Bildungsgrad ab

Berlin, 19. Juni 2008 - Knapp 100 Millionen EU-Bürger nutzen das Internet für ihre Bankgeschäfte. Damit wird Online-Banking international zum Standard. Jeder vierte EU-Bürger zwischen 16 und 74 Jahren führt sein Konto im Web. Deutschland liegt über dem EU-Schnitt auf Rang 7: 35 Prozent der Deutschen führen ihr Konto online. 2006 waren es erst 32 Prozent, 2005 26 Prozent. Damit stieg die Zahl der Online-Banker in Deutschland von 20 Millionen im Jahr 2006 auf 21,5 Millionen im Jahr 2007. Das gab der BITKOM heute in Berlin bekannt. „Der Trend weg vom Filial- hin zum Online-Banking ist ungebrochen. Finanz-Transaktionen per Internet sind bequemer und meist auch billiger als vergleichbare Dienste am Bankschalter“, sagt BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. Europaweit an der Spitze liegen Finnland und Holland. Dort nutzen zwei Drittel der Bevölkerung das Internet für ihre Bankgeschäfte.

Besonders stark stieg die Nutzung in Frankreich – von 18 auf 32 Prozent. In süd- und osteuropäischen Ländern wie Griechenland, Bulgarien oder Rumänien lag die Quote Ende 2007 erst bei 2 Prozent. Diese Staaten liegen innerhalb Europas weit zurück. Scheer: „Estland zeigt, wie schnell man im Internet nach vorne kommen kann. Die Esten liegen deutlich vor Deutschland auf Rang drei.“

Eines ist in allen EU-Nationen aber gleich: Es sind meist die Männer, die die Dienste ihrer Geldinstitute online in Anspruch nehmen. Das gilt auch für Deutschland: 2007 lag die Nutzungsquote der Männer bei 40 Prozent, die der Frauen bei 31 Prozent. Besonders stark hängt die Nutzung vom Bil-dungsgrad ab. Nur 21 Prozent der Deutschen mit maximal Hauptschulabschluss haben Online-Banking genutzt, jedoch 51 Prozent aller Deutschen mit Abitur.

Zentrales Thema bei Bankgeschäften im Internet ist nach wie vor die Si-cherheit. „Die Banken nutzen moderne Technologien, um ein Höchstmaß an Sicherheit zu garantieren. Jedoch können und müssen auch die Kunden mitmachen, um sich vor Passwortdiebstahl und anderen unberechtig-ten Zugriffen zu schützen“, sagt Scheer. So sollten Nutzer niemals ihre Zugangsdaten für ein Konto an Dritte weitergeben oder auf dem Computer speichern. Dort könnten sie ausgespäht werden. Genauso wichtig ist es, die Internetadresse der eigenen Bank von Hand in die Adresszeile des Browsers einzutippen. Per Mail werden häufig Links zu gefälschten Inter-netseiten verschickt. Gibt der Kunde hier seine Geheimzahlen ein, lesen die Betrüger mit. Die BITKOM-Experten empfehlen außerdem, stets die aktuellste Version des Betriebssystems oder des Internet-Browsers zu verwenden. Bekannt gewordene Sicherheitslücken sind in der neuesten Software bereits geschlossen.

Zur Methodik: Grundlage für die Angaben zur Nutzung von Online-Banking sind Erhebungen der europäischen Statistikbehörde Eurostat. Als Nutzer gilt, wer in den drei Monaten vor der Befragung Online-Banking in Anspruch genommen hat.


Außenhandel mit Hightech im ersten Quartal rückläufig

    Thursday, June 19th, 2008

Außenhandel mit Hightech im ersten Quartal rückläufig

  • Importe und Exporte verlieren Schwung
  • China mit Abstand größter Technologie-Lieferant
  • Polen wird wichtiger Abnehmer deutscher Hightech-Produkte

Berlin, 19. Juni 2008 - Im ersten Quartal 2008 war der Außenhandel mit Hightech-Produkten insgesamt rückläufig. Das Exportvolumen sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um 11,5 Prozent auf 10,1 Milliarden Euro. Gleichzeitig schrumpften die Importe um 5,1 Prozent auf 12,8 Milliarden Euro. Dies teilte der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) in Berlin mit. Hightech-Produkte umfassen Informations- und Kommunikationstechnik sowie digitale Unterhaltungselektronik. „Mit Ausnahme der Unterhaltungselektronik lässt die Dynamik im Außenhandel mit Hightech-Produkten spürbar nach“, sagte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer. Die Ausfuhr von Consumer Electronics legte im ersten Quartal um 1 Prozent auf den Rekordwert von 2,4 Milliarden Euro zu. Seit dem Jahr 2000 hat sich der Export von Fernsehern, Videotechnik und Kameras mehr als verdoppelt. Dagegen sank die Ausfuhr von Kommunikations-technik im ersten Quartal 2008 um 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 1,7 Milliarden Euro. Im Rahmen konjunktureller Schwankungen liegt das Exportminus in der Informationstechnik. Es erreichte im ersten Quartal 6,8 Prozent. Das Exportvolumen lag in diesem Segment bei 5,9 Milliarden Euro.
 
Deutschland exportiert seine Hightech-Produkte überwiegend in den europäischen Raum. Hauptabnehmerländer waren im ersten Quartal 2008 wie im Vorjahr Großbritannien (903 Millionen Euro) und Frankreich (836 Millionen Euro). Auf Platz drei hat sich überraschend Polen mit einem Exportvolumen von 707 Millionen Euro geschoben. Das entspricht einem Anstieg von fast 58 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. „Osteuropa entwickelt sich zu einem wichtigen Absatzmarkt für deutsche Produkte der Hochtechnologie“, sagte Scheer. Dagegen bezieht Deutschland seine Hightech-Importe überwiegend aus Asien. An der Spitze der Lieferanten steht mit weitem Abstand China mit einem Importvolumen von fast 4 Milliarden Euro im ersten Quartal. Es folgen Japan mit rund 1,4 Milliarden Euro und die USA mit 763 Millionen Euro.