Archive for the ‘News & Sonstiges’ Category

Handy-Gespräche im Ausland werden noch günstiger

Handy-Gespräche im Ausland werden noch günstiger

  •  Neue Obergrenzen innerhalb der EU
  •  Für Vieltelefonierer können sich Sondertarife lohnen
  •  BITKOM kritisiert „Interventionitis“ der EU

Berlin, 29. August 2008 - Beim Start in den Urlaub und auf Geschäftsreisen im Ausland haben viele Deutsche ihr Handy dabei. Die Mehrheit der Mobilfunk-Karten ist von Beginn an für Gespräche außerhalb Deutschlands frei geschaltet. Jetzt sinken die Preise für das so genannte Roaming erneut: Ab dem 30. August gelten innerhalb der EU neue Obergrenzen. Darauf hat der Hightech-Verband BITKOM in Berlin hingewiesen. Abgehende Gespräche dürfen laut einer entsprechenden EU-Verordnung künftig maximal 55 Cent inklusive Mehrwertsteuer kosten, ankommende Telefonate im Ausland maximal 26 Cent. Bisher liegen die Obergrenzen bei 58 und 29 Cent. Nächstes Jahr werden die Preise nochmals gesenkt: Ab dem 30. August 2009 dürfen abgehende Anrufe maximal 51 Cent kosten, ankommende Gespräche 23 Cent (brutto).

Für Kunden, die viel im Ausland reisen, können sich hingegen spezielle Sondertarife der Mobilfunkanbieter lohnen. Diese müssen gesondert gebucht werden. Sie sind teils mit einer zusätzlichen Grundgebühr verbunden, bieten dafür aber besonders niedrige Minutenpreise. Das rechnet sich, wenn man regelmäßig zu Hause anruft oder geschäftlich erreichbar bleiben muss.

Schon vor der Regulierung im Jahr 2007 sind die Roaming-Tarife massiv gesunken. Unabhängig von dem EU-Beschluss haben viele Mobilfunk-Anbieter günstige Auslands-Angebote geschaffen. BITKOM-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder kritisierte vor diesem Hintergrund die massiven Eingriffe der EU in diesen funktionierenden Markt. Aus Sicht des BITKOM bleiben Investitionen in Netzausbau und -qualität zwangsweise auf der Strecke, wenn aufgrund künstlich niedriger Preise die finanziellen Mittel dafür fehlen. Dies solle die EU künftig stärker berücksichtigen. Rohleder: „Die Interventionitis der Europäischen Kommission wächst sich zu einer echten Krankheit aus.“

Deutsche sitzen lange vor dem Computer

Deutsche sitzen lange vor dem Computer

  • BITKOM-Umfrage: Mehr als sechs Stunden täglich sind keine Seltenheit 
  • Besonders intensiv nutzen junge Erwachsene den Computer  
  • BITKOM gibt Tipps für die ergonomische Einrichtung des PC-Platzes

Berlin, 28. August 2008 - Ein Fünftel aller Deutschen sitzt täglich bei der Arbeit oder zu Hause mindestens sechs Stunden vor dem Computer. Das hat eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM ergeben. Befragt wurden 1001 Personen ab 14 Jahre. Danach nutzen 72 Prozent der Bundesbürger einen Computer. Bei den unter 30-Jährigen sind es sogar 97 Prozent. Besonders hoch ist die Nutzungsintensität bei jungen Erwachsenen. Von den 18- bis 29-Jährigen verbringt mehr als jeder Dritte jeden Tag sechs Stunden oder länger am PC (35 Prozent). Bei den 30- bis 44-Jährigen sind es mit 32 Prozent nur unwesentlich weniger. „Wer lange vor dem Computer sitzt, sollte seinen Arbeitsplatz im Büro und zu Hause ergonomisch einrichten“, sagte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer. „Damit können PC-Nutzer Gesundheitsschäden vorbeugen.“ Studien haben ergeben, dass rund zwei Drittel der Deutschen unter Rückenschmerzen leiden. Als eine wesentliche Ursache für Rückenprobleme gelten Bewegungsmangel und langes Sitzen in falscher Haltung vor dem Computer.
 
Der „Fachausschuss Ergonomie“ des BITKOM gibt Hinweise, wie PC-Nutzer ihren PC-Arbeitsplatz gesundheitlich optimal einrichten können.

Höhe von Schreibtisch und Stuhl richtig einstellen: Bei der Höheneinstellung sollte man darauf achten, dass Ober- und Unterschenkel sowie Ober- und Unterarme im rechten Winkel zueinander stehen. Tastatur und Maus befinden sich in einer Ebene mit Ellenbogen und Handflächen. 

Dynamisch sitzen: Ein guter Bürostuhl ist höhenverstellbar und hat eine flexible  Lehne, die sich den Bewegungen des Nutzers anpasst. Die Füße benötigen eine feste Auflage. Bei kleineren Menschen hilft eine Fußbank.

Ausreichend Abstand zum Bildschirm einhalten: PC-Nutzer sollten einen Sichtabstand von mindestens 50 Zentimeter zum Monitor einhalten. Bei größeren Geräten kann die Entfernung bis zu 80 Zentimeter betragen.

Problem Notebook: Immer mehr Computernutzer arbeiten regelmäßig an einem mobilen Notebook. Ergonomisch hat das Nachteile, weil die tragbaren Geräte kleinere Displays haben, Tastatur und Bildschirm fest miteinander verbunden sind und die Maus in das Gerät integriert ist. Der BITKOM empfiehlt daher beim stationären Einsatz von Notebooks, eine externe Tastatur, eine Maus und möglichst auch einen externen Monitor anzuschließen.

Beleuchtung von der Seite: Der Arbeitsplatz sollte ausreichend Tageslicht erhalten und der Bildschirm parallel zum Fenster stehen. Damit werden Blendungen und Reflexionen vermieden, die das Auge belasten und zu Ermüdung führen können. Bei zu hellem Licht sollten Sonnenschutzvorrichtungen verwendet werden.

In Bewegung bleiben: Der Mensch ist nicht zum Dauersitzen geschaffen. Sorgen Sie in Ihrem Arbeitsalltag für ausreichend Bewegung. Ein kurzes Übungsprogramm kann dabei helfen. Weitere Infos gibt es u.a. bei den Krankenkassen: www.aok.de (Fit im Büro), www.ergo-online.de, www.tk-online.de (Gesunder Rücken). 

Jeder Vierte lässt sein Handy selbst im Kino klingeln

Jeder Vierte lässt sein Handy selbst im Kino klingeln

  • Viele Nutzer schalten Gerät bei privaten Verabredungen nicht ab
  • Im Job gehört Rücksicht zum guten Ton
  • BITKOM gibt Tipps für Anwender

Berlin, 27. August 2008 - Jeder vierte Handy-Nutzer (24 Prozent) lässt sein Mobiltelefon im Kino oder Theater klingeln. Auch bei Verabredungen schalten viele Anwender ihr Gerät nicht stumm. Das hat eine repräsentative Studie im Auftrag des Hightech-Verbandes BITKOM ergeben. „Es erstaunt, dass sich manche Verhaltensregeln gut 15 Jahre nach dem Start des digitalen Mobilfunks noch nicht durchgesetzt haben“, kommentiert BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer. „Dabei ist Rücksichtnahme nicht schwer: Moderne Handys haben mehrere Umgebungsprofile, mit denen sich die Signale an unterschiedliche Situationen anpassen lassen.“
 
In der Studie gaben lediglich 76 Prozent der Handybesitzer an, auf die Nutzung im Kino oder bei vergleichbaren Kulturveranstaltungen zu verzichten. Bei privaten Treffen konzentrieren sich nur wenige voll auf ihre Gesprächspartner: Lediglich jeder vierte Anwender schaltet das Gerät ab oder stumm, wenn er mit dem Partner verabredet ist oder mit Freunden ausgeht. Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt es kaum – nur beim Ausgehen mit Freunden verzichten Frauen häufiger auf die Handynutzung (26 Prozent) als Männer (19 Prozent). Am seltensten wird das Mobiltelefon auf Zugfahrten (8 Prozent) und beim Einkaufen (6 Prozent) leise geschaltet. Sieben Prozent der Nutzer betreiben ihr Gerät ununterbrochen mit aktivem Klingelton. In der gleichen Umfrage gaben 63 Prozent der Deutschen an, sich häufig oder manchmal durch Handyklingeln in der Öffentlichkeit belästigt zu fühlen.

Im Job gehört ein rücksichtsvoller Umgang mit dem Mobiltelefon allerdings zum guten Ton: So verzichten 79 Prozent der berufstätigen Nutzer während Besprechungen aufs Handy. Immerhin 67 Prozent lassen sich bei Geschäftsessen nicht durch Anrufe stören. „Im Berufsleben haben sich offensichtlich schneller Standards für einen rücksichtsvollen Umgang mit dem Handy entwickelt“, so Prof. Scheer.

Der BITKOM gibt Tipps für den rücksichtsvollen Umgang mit dem Handy:

1. Umgebungsprofile verwenden
Die meisten Mobiltelefone bieten mehrere Nutzungsprofile für unterschiedliche Umgebungen. Während das Gerät im Standard-Modus klingelt, ist der Signalton in anderen Profilen deaktiviert. Stattdessen vibriert oder blinkt das Handy. In Besprechungen genügt es zum Beispiel, wenn das Gerät bei neuen Anrufen oder Kurzmitteilungen blinkt. Mit wenigen Tastendrücken können Anwender zwischen den Profilen umschalten.

2. Flug-Modus nutzen
In manchen Situationen, etwa im Kino, können auch der Vibrationsalarm oder ein blinkendes Handy stören. Wer es nicht ganz ausschalten will, kann den so genannten Flug-Modus nutzen: Dabei wird die Funkverbindung getrennt, Anrufe und SMS werden in dieser Zeit nicht angezeigt. Vorteil: Beim Wiedereinschalten muss lediglich wieder ins Standard-Profil gewechselt werden – das dauert nur wenige Sekunden. Es ist nicht nötig, das Handy komplett neu zu starten und eine Geheimzahl einzugeben.

3. Töne anpassen
Das Handy muss nicht zweimal laut piepen, wenn eine SMS ankommt. Meist reicht ein dezenter Einzelton. Im Menü ihres Geräts können Handybesitzer fast alle Töne anpassen – und solche wählen, die andere möglichst wenig stören. Das gilt auch für die Klingelmelodie. Wenn die Standard-Auswahl an Tönen im Gerät nicht reicht, hilft das Internet weiter. Mit sehr vielen Mobiltelefonen sind heute Downloads möglich – Handybesitzer können so die passenden Töne finden.

4. Nicht schreien
Zwei Drittel der Deutschen stören sich häufig oder manchmal an lauten Gesprächen in ihrer Umgebung. Am Handy sprechen viele Menschen besonders laut – vielleicht eine Gewohnheit aus der Anfangszeit des Mobilfunks, als die Technik noch nicht so fortgeschritten war. Dank immer besserer Übertragungs- und Sprachqualität muss heute niemand mehr schreien, um von seinem Gesprächspartner verstanden zu werden.
Zur Methodik: Die zitierten Daten wurden im Rahmen einer repräsentativen Studie der ARIS Umfrageforschung im Auftrag des BITKOM erhoben. Dabei wurden 1.001 deutschsprachige Personen in Privathaushalten im Alter von 14 Jahren und mehr befragt.

 

 

Markt für digitale Consumer Electronics wächst um 5,4 Prozent auf 12,4 Milliarden Euro

Markt für digitale Consumer Electronics wächst um 5,4 Prozent auf 12,4 Milliarden Euro

  • BITKOM korrigiert Zahlen nach oben
  • Umsätze mit Flachbildfernsehern steigen um 15,7 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro
  • Verbraucherbefragung: 28 Prozent der Haushalte schauen Digitalfotos auf dem Fernseher

Berlin, 26. August 2008 - Der deutsche Markt für digitale Consumer Electronics wird in diesem Jahr voraussichtlich um 5,4 Prozent auf 12,4 Milliarden Euro wachsen. Das gab der BITKOM in Berlin bekannt. Basis ist eine aktuelle Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag des European Information Technology Observatory (EITO). „Im Frühjahr waren wir noch von 2,4 Prozent Wachstum ausgegangen. Fußball-EM und Olympische Spiele haben dem Markt zusätzlichen Schwung gegeben“, kommentierte BITKOM-Vizepräsident Achim Berg. Der Markt der analogen Unterhaltungselektronik, also etwa Videorekorder, Stereoanlagen und Röhrenfernseher, schrumpft hingegen um über 20 Prozent auf 0,8 Milliarden Euro. Unter dem Strich wird der Gesamtmarkt der Unterhaltungselektronik damit um 3,3 Prozent auf 13,2 Milliarden Euro wachsen.

Für Flachbild-Fernseher werden die Verbraucher in Deutschland in diesem Jahr gut 4,9 Milliarden Euro ausgeben, fast 16 Prozent mehr als 2007. Dabei steigt die Zahl der verkaufen Plasma-Geräte um 19 Prozent auf 630.000, bei den LCD-Fernsehern um 31 Prozent auf 5,1 Millionen Stück. Rund 90 Prozent des Umsatzes mit Flachbildfernsehern wird inzwischen mit HD-ready-Geräten gemacht. Verbraucher kaufen verstärkt Geräte mit sehr großen Bildschirmdiagonalen von über einem Meter. Flachbildfernseher stehen derzeit für 38 Prozent des Umsatzes der gesamten Consumer Electronics. Und sie werden noch weiter zulegen: Für 2009 rechnen GfK/EITO in diesem Segment mit einem Plus von 1,5 Prozent auf dann gut 5 Milliarden Euro. Berg forderte die Fernsehsender auf, zügig auf Sendungen in HD-Qualität umzustellen, um dem gestiegenen Verbraucherinteresse gerecht zu werden.

Vom Trend zu hochauflösenden Bildern profitieren nicht nur die Hersteller von Fernsehern, sondern auch von Zusatzgeräten. Sehr dynamisch wachsen digitale Set-Top-Boxen und Satellitensysteme. Hier steigt der Umsatz 2008 um knapp 18 Prozent auf 440 Millionen Euro. Nach dem Ende des Formatstreits um die DVD-Nachfolgetechnologie verdreifachen sich die Erlöse für Blu-ray-Player auf 50 Millionen Euro.

Die Verbreitung von HD-Geräten steigt stark. Dies zeigten die Ergebnisse einer repräsentativen und exklusiven Haushaltsbefragung, die TechConsult im Auftrag des BITKOM durchführte. Dabei wurden im Juni 1000 Haushalte nach der Verfügbarkeit und Nutzung von Consumer Electronics befragt. Die Ergebnisse in Kürze:

HD-TV: Über 1,2 Millionen Verbraucher wollen in den nächsten 12 Monaten einen HD-Receiver bzw. eine HD-Set-Top-Box kaufen. Mehr als eine halbe Million Haushalte besitzt schon ein solches Gerät zum Empfang von Sendungen in hochauflösender Qualität. Rund 320.000 Haushalte planen in den nächsten Monaten den Erwerb eines HD-Camcorders, gut 610.000 Haushalte den Kauf eines HD-Festplattenrekorders. 870.000 Haushalte wollen sich in diesem Zeitraum einen Blu-ray-Spieler zulegen.

Ausstattung der Haushalte: In allen Gerätekategorien hat die Haushaltsausstattung zugenommen. Im Juni 2008 besaßen 86 Prozent aller deutschen Haushalte mindestens ein Handy (2007: 83 Prozent), 54 Prozent eine Digitalkamera (2007: 52 Prozent), 41 Prozent einen MP3-Player (2007: 37 Prozent) und 21 Prozent einen Flachbildfernseher (2007: 15 Prozent).

Heimvernetzung: Die Heimvernetzung wird zu einem der Markttreiber. Die bisher getrennten Einzelgeräte von IT, Telekommunikation und CE werden untereinander vernetzt, drahtlos oder per Kabel. 28 Prozent der befragten Personen ab 10 Jahre schauen sich bereits Digitalfotos auf dem Fernseher an. Weitere 34 Prozent interessieren sich dafür. 30 Prozent möchten gerne über den Fernseher in der eigenen digitalen Musiksammlung stöbern und Musik hören, 6 Prozent tun dies bereits. Sehr hoch ist auch das Interesse der Befragten, über das TV-Gerät Spielfilme herunterzuladen (29 Prozent), im Internet zu surfen (25 Prozent) und Videotelefonie zu nutzen (20 Prozent). Berg: „Lange Jahre wurde behauptet, der Fernseher habe seinen Platz im Wohnzimmer, der PC im Arbeitszimmer. Diese Annahme ist falsch. Die Einsatzszenarien beider Geräte nähern sich immer weiter an.“

Nutzung von Digitalkameras: 60 Prozent aller Nutzer von Digitalkameras lassen Abzüge erstellen (2007: 54 Prozent), 47 Prozent drucken ihre Bilder selbst aus (2007: 44 Prozent). Jeder fünfte Nutzer lässt Fotobücher anfertigen, die er am Computer gestaltet hat (2007: 10 Prozent). Jeder zehnte Nutzer lässt Geschenkartikel wie Tassen oder T-Shirts mit seinen digitalen Bildern bedrucken.

Handy-Nutzung: Fotografie ist nach dem SMS-Versand die mit Abstand meistge¬nutzte Zusatzfunktion von Handys. Es folgt der Einsatz als MP3-Spieler: 74 Prozent aller Handy-Nutzer versenden SMS (2007: 71 Prozent), 47 Prozent fotografieren (2007: 31 Prozent), 21 Prozent hören Musik (2007: 14 Prozent), 17 Prozent versenden Fotos per MMS (2007: 12 Prozent) und 6,5 Prozent gehen per Handy ins Internet (2007: 3 Prozent).

Dienstliche E-Mail-Adresse wird zum Standard

Dienstliche E-Mail-Adresse wird zum Standard

  •  Jeder zweite Berufstätige bekommt mehr als fünf Mails pro Tag
  •  54 Prozent wünschen sich Regeln vom Arbeitgeber
  •  BITKOM empfiehlt sparsamen Einsatz der CC-Funktion

Berlin, 21. August 2008 - Vier von zehn Berufstätigen (42 Prozent) haben mindestens eine dienstliche E-Mail-Adresse. Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbandes BITKOM. „Das ist ein hoher Wert, weil nicht nur Büro-Jobs berücksichtigt wurden, sondern alle Tätigkeiten“, erklärt BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. „Die E-Mail wird für immer mehr Arbeitsplätze zum Standard.“ Zwölf Prozent der Berufstätigen haben sogar zwei oder mehr dienstliche Mail-Adressen. „Viele nutzen auch ihre private Adresse für berufliche Zwecke“, ergänzt Scheer. Jeder zweite Berufstätige (50 Prozent) bekommt mehr als fünf dienstliche E-Mails am Tag.

54 Prozent der beruflichen E-Mail-Nutzer wünschen sich dazu Orientierungshilfen vom Arbeitgeber: Regeln, welche Vorgänge per E-Mail erledigt werden sollen und welche besser per Telefon oder im persönlichen Gespräch. Für E-Mail-freie Tage im Job plädiert aber nur eine Minderheit von 37 Prozent der Berufstätigen mit dienstlichem E Mail-Postfach. 63 Prozent glauben nicht, dass sich dadurch die Leistung und Effizienz im Job steigern lässt.

„Die E-Mail hat ihre Stärke dort, wo sie wichtige Informationen schneller und leichter zugänglich macht“, so Prof. Scheer. „Doch nicht immer ist sie der Königsweg – zu viele und zu belanglose Nachrichten lenken vom Wesentlichen ab.“ Der BITKOM empfiehlt vor allem, Kopien von E-Mails nur an Empfänger zu senden, die die Informationen wirklich benötigen. „Die Funktionen CC und ‚Allen antworten‘ sollten sparsam eingesetzt werden.“

Zur Methodik: Die zitierten Daten wurden in einer repräsentativen Studie der ARIS Umfrageforschung im Auftrag des BITKOM erhoben. Dabei wurden 1.001 deutschsprachige Personen in Privathaushalten im Alter von 14 Jahren und mehr befragt.

SimpleUpload v3.0 geht Online!

SimpleUpload.net ab sofort in V3.

Da ich keine große Lust auf tippen habe, veröffentliche ich einfach den Newstext:

Lange stand SimpleUpload mit der Version 2.0 auf den Beinen. Jetzt ist es Zeit für etwas neues! SimpleUpload existiert bereits seit Anfang 2005 und so gab es uns viel Erfahrung mit, damit wir euch heute eine verbesserte, mit einem professionellen Design ausgestattete, Simpleupload v3.0 präsentieren können.

Diese Version beinhaltet bisher noch nicht viele neue Features. Viel mehr wurde auf das Design sowie auf Benutzerfreundlichkeit geachtet. Sicher ist euch schon aufgefallen, dass wir jetzt z.B. die Möglichkeit anbieten, mehrere Files auf einmal hoch zu laden. Es ist aber nur ein Punkt von vielen Neuen. Wir bieten außerdem auch SimplePoints (Points) an. Diese ermöglichen euch, einen Premium-Account kostenlos zu erstellen oder verlängern zu lassen. Mehr über das Point-System kann man unter den FAQ lesen.

Leider können wir nicht wie geplant das neue SimpleUplaoder Tool zur Verfügung zu stellen, da das aktuelle Tool Schwierigkeiten hat, richtige Geschwindigkeit anzuwenden. Wir werden daher den SimpleUploader mit Version 3.1 veröffentlichen.

Da wir auch viele Wunsch-Mails erhalten haben, wo sich einige User einen kostenlosen Account wünschen, sind wir auch dessen Wunsch nachgegangen. Ab sofort kann man auf der Startseite auf den Klick “Create Account” einen kostenlosen Acccount anlegen, der mit einem eigenen Bereich ausgestattet ist. Es ist geplannt eine Möglichkeit anzubieten, womit man einen Free-Account auf einen Premium-Account upgraden kann, dieses wird wahrscheinlich ab der V3.1 möglich sein.

Wir können hier natürlich nicht alles aufzählen, was neu ist. So ist es euch überlassen, SimpleUpload neu zu erkunden.

Und extra für die, die Deutsch nicht so gut verstehen:

For a long time SimpleUpload is online with version 2.0. Now it‘s time for something new! SimpleUpload exists since 2005 and we made great experiences, which are helping us, to create a new an better version of SimpleUpload with a completly new interface.

Until now there a not as many as new features as you might expect, but usibility was first priority. But also there are some technical features. For example now you can upload multiple files at once. Also you now can create free accounts, where you can collect points. Those points can be used to create new premium accounts or to extend premium accounts. Any other details you can read in our FAQ.

After few mails with wishes, you now can create free accounts. With those accounts you have several features like premium accounts. You can collect points or have your own file list, which displays all your uploaded files. Also we are working on a upgrade, that supports the transfer from a free account to a premium account.

Sadly we can not present a new SimpleUploader Tool, because there are some problems with the speed of the tool during up- and download. Therefore we publish the tool with the coming version 3.1.

But all in all there are some more new features, which we don‘t want to mention. That means: Have fun and explore the new version of SimpleUpload!

Ich bin mal gespannt, wie die neue Version ankommen wird, hoffe mit positiver Resonanz.

Für die, die SimpleUpload nicht kennen:

Simpleupload hostet Inhalte wie Spiele, Videos, Musik und allgemeine Dateien für jegliche Personen und Unternehmer: Über das so genannte 1-Click-Hosting Verfahren lädt der Besucher seine Inhalte in nur paar Schritten auf den Server hoch und erhält nach kurzer Zeit einen Link, über den er die Inhalte wieder aufrufen kann oder deren Freunden weiterzuleiten. Simpleupload wurde im Jahr 2005 gegründet und hat ihren Sitz in Osnabrück.

BITKOM betont Bedeutung der IT für Datenschutz

BITKOM betont Bedeutung der IT für Datenschutz

  • Schnelle Aufklärung in aktueller Debatte gefordert
  • Schwarze Schafe schaden der gesamten Wirtschaft
  • Hightech-Verband unterstützt Datenschutzbeauftragten

Berlin, 20. August 2008 - Der Hightech-Verband BITKOM hat in der aktuellen Datenschutz-Debatte eine schnelle Aufklärung und mehr Transparenz gefordert. „Wenn illegal mit Kundendaten gehandelt wird, zerstört dies Vertrauen und schadet der gesamten Wirtschaft“, erklärte Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer in Berlin. Das wichtigste Ziel sei jetzt, Klarheit für die Verbraucher zu schaffen. In der derzeit hitzigen Diskussion fordert der BITKOM zu Sachlichkeit und Augenmaß auf. „Wir haben in puncto Datenschutz mit die strengsten Regeln der Welt“, erklärte Scheer, „aber oft kennen die Kunden ihre Rechte nicht.“ Gerade junge Menschen gingen außerdem häufig zu leichtfertig mit ihren persönlichen Daten um. Verbraucherinformationen seien wichtiger als Verfassungsänderungen.

Die IT-Branche nimmt Scheer zufolge eine Schlüsselfunktion bei der Realisierung eines anspruchsvollen Datenschutzes ein. Die elektronische Datenverarbeitung und das Internet sind inzwischen in allen Branchen etabliert. Die IT-Unternehmen haben auf die Herausforderungen des Datenschutzes mit der Entwicklung so genannter „Privacy Enhancing Technologies“ reagiert. Darunter versteht man Technologien der Datenverarbeitung, die standardmäßig Datenschutzmodule integrieren. Damit werden die Rechte des Zugriffs auf Datenbestände geregelt, die Datenverarbeitung wird datenschutzkonform gesteuert und umfassend kontrolliert. Prof. Scheer: „In den meisten Fällen wird nicht vorsätzlich gegen den Datenschutz verstoßen, vieles geschieht aus Unkenntnis. Hier helfen neue Datenschutz-Technologien.“

Der BITKOM rät den Firmen außerdem, ihre Kunden verständlich auf ihre Rechte und wichtige Datenschutzbestimmungen hinzuweisen. Scheer: „Ohne das Vertrauen der Verbraucher kann kein Anbieter langfristig erfolgreich sein.“

Eine Aufnahme des Datenschutzes ins Grundgesetz sieht Scheer primär als symbolischen Akt. „Eine Verfassungsänderung ist zwar de facto nicht nötig, würde aber den Wert des Datenschutzes betonen.“ Der BITKOM-Präsident warnte allerdings davor, sich durch die Verfassungsdebatte von den eigentlichen Herausforderungen ablenken zu lassen. „Die Probleme bestehen nicht auf dem Papier, sie bestehen in der Praxis – hier müssen wir ansetzen.“ Dabei könne eine Erhöhung der aktuellen Bußgelder sinnvoll sein. Außerdem unterstützt der BITKOM den Vorschlag des Bundesdatenschutzbeauftragten, dessen personelle und finanzielle Ausstattung zu verbessern. Bei den derzeit kursierenden, weiteren Vorschlägen würden meist die damit einhergehenden Kosten und die dadurch entstehende Bürokratie vergessen.

Berlin liegt bei Reform der Studiengänge vorne

Berlin liegt bei Reform der Studiengänge vorne

  • 95 Prozent aller Studiengänge bieten in der Hauptstadt Bachelor und Master
  • Ingenieurwesen und Informatik sind nach Fächern am weitesten
  • BITKOM: Bachelor-Absolventen sind in der Hightech-Branche willkommen

Berlin, 20. August 2008 - Bei der Umstellung auf die gestuften Studienabschlüsse Bachelor und Master liegen in einem Ranking der Bundesländer die Stadtstaaten Berlin und Bremen vorne. In Berlin bieten zum Wintersemester 2008/2009 schon 95 Prozent der Studiengänge die neuen Abschlüsse an, in Bremen sind es 94 Prozent. Es folgt Brandenburg mit 91 Prozent auf Platz drei. Schlusslicht ist Bayern, wo sich mit einer Quote von 49 Prozent viele Hochschulen erst in letzter Minute von den alten Diplom- und Magisterstudiengängen trennen wollen. Das ergab eine Auswertung von Daten der Hochschulrektorenkonferenz durch den Hightech-Verband BITKOM. „Die neuen Abschlüsse sind eine wichtige Voraussetzung für kürzere Studienzeiten und geringere Abbrecherquoten“, sagte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer. „Daher sollten Bachelor und Master bundesweit zügig eingeführt werden.“
 
Mit unterschiedlicher Geschwindigkeit reformieren auch die einzelnen Fächergrup-pen ihre Studiensysteme. In den Ingenieurwissenschaften inklusive Informatik sind bundesweit 82 Prozent aller Studiengänge bereits erneuert. Die gleiche Quote erreichen die Wirtschaft-, Rechts- und Sozialwissenschaftler. Es folgen die Naturwissenschaften mit einem Anteil von 69 Prozent vor der Fächergruppe Kunst und Musik mit 60 Prozent. Noch nicht sehr weit gekommen sind die Sprach- und Kulturwissenschaften: Nur in 53 Prozent dieser Studiengänge können Bachelor und Master erworben werden. 

Im Zuge der Vereinheitlichung der Studienbedingungen in Europa werden in allen Ländern der EU bis zum Jahr 2010 flächendeckend die Abschlüsse Bachelor und Master eingeführt. Der Bachelor ist ein vollwertiger Hochschulabschluss, der in der Regel nach drei Jahren verliehen wird. Absolventen oder Berufstätige mit einem Bachelor können mit zwei weiteren Studienjahren einen Master anschließen, wenn sie ihre Kenntnisse vertiefen wollen. „In den Unternehmen sind die Bachelor-Absolventen willkommen“, sagte Scheer. „In der Hightech-Branche gibt es viele Tätigkeiten, für die dieser Abschluss eine sehr gute Eingangsqualifikation darstellt.“ Voraussetzung sei aber, dass die Studieninhalte für den Start ins Berufsleben ausreichend sind. „Gerade in den technischen Fächern sehen viele Universitäten den Bachelor nur als Durchgangsstation zum Master“, sagte Scheer. „Das verunsichert die Schulabgänger und Studienanfänger und führt unter Umständen zu einer Entscheidung gegen das Studium.“ Darin sieht BITKOM angesichts des Akademiker-mangels in Deutschland eine große Gefahr. In der Hightech-Industrie werden Master-Abschlüsse in der Regel nur in forschungsnahen Bereichen zwingend voraus-gesetzt. Scheer: „In vielen anderen Positionen sind lebenslange Neugier, Lernbereitschaft und Flexibilität wichtiger als eine lang dauernde Hochschulausbildung.“

Jeder Zehnte über 50 Jahren spielt digital

Jeder Zehnte über 50 Jahren spielt digital

  • Gaming ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen
  • Zwei Drittel akzeptieren Werbung in Online-Spielen

Berlin, 19. August 2008 - Computerspiele sind nicht nur ein Jugendphänomen: 28 Prozent aller Deutschen über 14 Jahre spielen digitale Spiele. Auch von den über 50-Jährigen hat mehr als jeder Zehnte Spaß am Gaming. Zudem ist Gaming keine reine Männerdomaine mehr: Der Anteil der Frauen liegt derzeit bei 22 Prozent. Das teilten der Hightech-Verband BITKOM sowie das Marktforschungsunternehmen Ipsos heute in Berlin mit – zwei Tage vor Beginn der Leipziger Spielemesse Games Convention. Grundlage für die Angaben ist eine repräsentative Befragung von tausend Deutschen ab 14 Jahren. „Digitale Spiele sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen“, sagte Achim Berg, Vizepräsident des BITKOM.

Weiterhin ist der Anteil bei den Jüngeren allerdings deutlich höher. Von den 14- bis 29-Jährigen spielen 57 Prozent auf PC, Konsole oder Handy, bei den über 50-Jährigen sind es 11 Prozent. „Der Spieltrieb ist in den Menschen tief verwurzelt. Digitale Medien bieten neue Möglichkeiten, ihren Spieltrieb auszuleben“, sagt Berg. Dabei sei wichtig, gerade Kinder und Jugendliche mit PC und Spielkonsole nicht allein zu lassen. „Es genügt nicht, Kinder im technischen Umgang mit neuen Medien zu schulen. Medienkompetenz heißt, die Technik beherrschen und verantwortungsvoll mit ihr umgehen. Hier braucht es das Engagement von Eltern, Lehrern und Unternehmen.“

Ein aktueller Trend ist das Spielen über das Internet: 36,9 Prozent der wachsenden Gruppe derjenigen, die über die technische Ausrüstung verfügt, nutzt die interaktive Unterhaltung. Online-Spiele sind besonders bei den jüngeren Zielgruppen verbreitet. Aber auch bei den über 50-Jährigen kommen sie gut an: Jeder fünfte ältere Videospieler vertreibt sich seine Zeit auch mit Internet-Games. Fast jeder Zweite (45 Prozent) würde prinzipiell für sein Vergnügen zahlen. Im Vorjahr waren es gerade einmal 16 Prozent – das ist ein Plus von 184 Prozent. Und schon gut jeder Zehnte macht das Portemonnaie bereits heute auf: 11,4 Prozent zahlen für Internet-Spiele.

Steigende Bedeutung für die Finanzierung von digitalen Spielen hat auch das sogenannte In-Game-Advertising. Diese Form der ins Spiel integrierten interaktiven Werbung wird von der überwiegenden Mehrheit der On-line-Gamer akzeptiert (66 Prozent). Damit liegt die Zustimmungsquote deutlich höher als noch vor einem Jahr. 2007 hatte lediglich knapp die Hälfte (48 Prozent) grundsätzlich nichts gegen diese Werbeform einzuwenden.

Alternativen zur Urlaubskarte

Alternativen zur Urlaubskarte

  • Jeder Dritte verschickt Urlaubsgrüße elektronisch
  • Jeder Siebte meldet sich überhaupt nicht

Berlin, 17. August 2008 - SMS, Telefon, Emails und MMS machen traditionellen Urlaubsgrüßen per Karte oder Brief zunehmend Konkurrenz. Zwar will die Mehrheit der Deutschen in diesem Jahr weiterhin die herkömmliche Post (66 Prozent) für Urlaubsgrüße nutzen, doch die elektronischen Alternativen holen auf. Jeder Vierte (26 Prozent) schreibt eine SMS, jeder Zehnte schreibt eine E-Mail (10 Prozent) und 3 Prozent senden eine MMS, also ein Bild per Handy. Jeder Fünfte (20 Prozent) ruft zu Hause an. 15 Prozent der Deutschen aber melden sich aus dem Urlaub überhaupt nicht zu Hause. Das teilte der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) heute in Berlin mit. Grundlage ist der WebMonitor von BITKOM und dem Meinungsforschungsinstitut Forsa. 1000 Deutsche über 14 Jahren wurden repräsentativ befragt, Mehrfachnennungen waren möglich. „Rund 23 Milliarden SMS verschicken die Deutschen im Jahr – dank gesunkener Preise und besserer Netzabdeckung auch aus dem Ausland“, sagt Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer, Präsident des BITKOM.

Jeder dritte Deutsche (32 Prozent) verschickt seine Urlaubsgrüße  ausschließlich – auf einem oder mehreren Wegen – elektronisch. In den alten Bundesländern sind es 34 Prozent, in den neuen Bundesländern hingegen nur 23 Prozent. 28 Prozent der Westdeutschen, aber nur 15 Prozent der Ostdeutschen schreiben eine SMS. Ostdeutsche rufen hingegen lieber an (26 Prozent) als Westdeutsche (18 Prozent). Generell gilt: Männer nutzen SMS sehr viel häufiger als Frauen für den Urlaubsgruß (15 zu 6 Prozent).

Das Alter spielt bei der Wahl zwischen traditionellen und elektronischen Urlaubsgrüßen eine herausragende Rolle. In der Gruppe der 14- bis 29-Jährigen nutzen 58 Prozent ausschließlich elektronische Wege. Bei den 30-59-Jährigen liegt die Quote bei rund 30 Prozent, bei den Senioren nur bei 16 Prozent.   

Methodik: Der WebMonitor ist eine monatliche Erhebung von BITKOM und dem Meinungsforschungsinstitut Forsa zur Internetnutzung der Deutschen. Befragt werden jeweils etwa 1000 Personen ab 14 Jahren, die in Privathaushalten leben. Die Erhebung ist repräsentativ.

Spielemarkt wächst zweistellig

Spielemarkt wächst zweistellig

  • Games-Markt erreicht neue Rekorde
  • BITKOM erwartet 2,3 Milliarden Euro Umsatz für 2008

Berlin, 14. August 2008 - Der Computerspiele-Markt erreicht im 1. Halbjahr 2008 neue Rekordwerte. Insgesamt 1,05 Milliarden Euro setzte die Branche von Januar bis Juni mit Konsolen sowie Spielprogrammen für Konsolen und PCs um. Das ist ein Plus von 20 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2007. Damals lagen die Umsätze noch bei 873 Millionen Euro. Das teilte der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) heute in Berlin mit – wenige Tage vor Beginn der Spielemesse Games Convention. „Der Games-Markt konnte das Rekordniveau des Vorjahres noch einmal übertreffen, obwohl keine neuen Spielkonsolen vorgestellt wurden. Wir erleben ein strukturelles Wachstum, auch durch neue Käuferschichten“, sagte Achim Berg, Vizepräsident des BITKOM. In den vergangenen Jahren sorgten stets neue Modelle für zusätzliches Käuferinteresse. Für das Gesamtjahr 2008 erwartet der BITKOM ein Plus von 13 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro. Zum Vergleich: 2007 lag der Wert noch bei 2,3 Milliarden Euro, 2006 bei 1,8 Milliarden.

„Der Games-Markt hat in Deutschland eine beachtliche Größe erreicht. Er ist heute mindestens so bedeutend wie andere Zweige der Unterhal-tungsbranche, etwa die Film- oder Musikindustrie. Mit einem Unter-schied: Der Games-Markt wächst rasant“, sagte Achim Berg. Allein die Zahl der verkauften Konsolen habe sich innerhalb weniger Jahre fast verdoppelt.

Zur Methode: Basis für die Angaben und Prognosen sind Erhebungen der Marktforschungsinstitute GfK und Media Control für den BITKOM.

Millionen Deutsche machen bei Web-2.0 mit

Millionen Deutsche machen bei Web-2.0 mit

  •  BITKOM-Studie zur Nutzung des Internets
  •  7 Millionen Deutsche betreiben eine Homepage
  •  90 Prozent aller jugendlichen Internetnutzer chatten

Berlin, 14. August 2008 - Fast 15 Millionen Deutsche stellen eigene Fotos ins Netz, sieben Millionen unterhalten eine eigene Homepage. Das ergab eine aktuelle, repräsentative Studie von TechConsult im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM. Befragt wurden 1000 Personen ab 10 Jahre. „Das Internet wandelt sich zum Mitmach-Web – und die Deutschen sind vorne dabei. Eigene Inhalte einstellen, statt nur zu konsumieren, ist derzeit ein Megatrend“, sagt Achim Berg, Vizepräsident des BITKOM.
 
An Diskussionsforen beteiligen sich fast 17 Prozent, das sind knapp 12 Millionen Deutsche. Einen eigenen Blog betreiben gut 2 Prozent aller Nutzer. Gut 12 Millionen Deutsche haben laut BITKOM-Befragung schon übers Netz telefoniert.

Generell zeigt die Studie, dass Männer die Web-2.0-Technologien häufiger nutzen als Frauen. Besonders deutlich ist der Unterschied beim Betreiben einer eigenen Homepage, der Beteiligung an Diskussionsforen, dem Einstellen eigener Videos und der Internet-Telefonie. Nur unter den 10-17-Jährigen liegen teilweise die Mädchen vorn: bei der Nutzung des Messengers, dem Einstellen von eigenen Bildern und sonstigen persönlichen Daten.

Chatten und das Versenden so genannter „Instant Messages“ sind besonders beliebt: 33 Prozent der männlichen und 25 Prozent der weiblichen Internet-Nutzer chatten oder schicken sich Sofort-Nachrichten. Bei männlichen Jugendlichen zwischen 10 und 17 Jahren sind es sogar 85 Prozent, bei Mädchen 94 Prozent. „Für die Kinder und Jugendlichen von heute ist der tägliche Umgang mit Messengern und Chats selbstverständlich. Viele nutzen diese Technologien häufiger als E-Mails. E-Mails empfinden viele von ihnen schon als Technik von gestern. Hier zeigt sich einmal mehr, wie schnell sich das Internet ändert“, so Berg.

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. vertritt mehr als 1.200 Unternehmen, davon 900 Direktmitglieder mit etwa 135 Milliarden Euro Umsatz und 700.000 Beschäftigten. Hierzu zählen Anbieter von Software, IT-Services und Telekommunikationsdiensten, Hersteller von Hardware und Consumer Electronics sowie Unternehmen der digitalen Medien. Der BITKOM setzt sich insbesondere für bessere ordnungspolitische Rahmenbedingungen, eine Modernisierung des Bildungssystems und eine innovationsorientierte Wirtschaftspolitik ein.

Daddeln für lau? - Games zunehmend Opfer von Raubkopierern

Daddeln für lau? - Games zunehmend Opfer von Raubkopierern

1,7 Millionen Spielkonsolen kauften die Deutschen nach Angaben des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien im ersten Halbjahr. Xbox, Playstation, Wii & Co. stehen auch bei Raubkopierern hoch im Kurs. Dies zeigen Fälle der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU): Bereits im Frühjahr wurde ein 32-Jähriger in Bayern zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt, weil er mehrere hundert Xbox- und Playstation-2-Spiele illegal heruntergeladen hat. Etwa 200 gebrannte Wii-Spiele mit Covern beschlagnahmten Polizisten Ende Mai bei einem anderen Verdächtigen im Raum Flensburg.

“Unerlaubte Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke in 357 Fällen in Tateinheit mit Computerbetrug”, lautete der Schuldspruch des Amtsgerichts Augsburg Ende März dieses Jahres. Der Angeklagte hatte einen fremden Internetanschluss gekapert und knapp 200 Gigabyte Daten heruntergeladen, darunter über 160 Xbox-Spiele und knapp 200 Games für die Playstation 2. Hinweise auf einen gewerbsmäßigen Handel ergaben sich nicht. Trotzdem und obwohl sich der Student vor Gericht verpflichtete, die Rechnungen für die Downloads zu zahlen, kam eine Bewährungsstrafe nicht in Frage. Denn der Täter war schon mehrfach einschlägig vorbestraft.

Unerwartet, aber nicht ungewöhnlich war der Fund der zahlreichen Wii-Raubkopien im Flensburger Fall. Anlass der Durchsuchung bildeten Indizien auf Mitgliedschaft in einer Release-Gruppe mit Spezialisierung auf Film-Raubkopien. Bekannt war auch, dass der Verdächtige für Download-Kontingente auf einem FTP-Server Geld gezahlt hatte. Auf der Suche nach Beweisen für Upload-Tätigkeiten des Mitte 20-Jährigen stießen die Beamten am 28. Mai nicht nur auf mehrere Rechner, Festplatten und die Raubkopien, sondern auch auf eine Wii-Konsole und ganze drei Original Wii Spiele. Ob der Täter die semiprofessionell aufgemachten illegalen Kopien weiter verbreiten wollte, ist noch nicht geklärt. Die GVU wertet die Asservate aus. Auch die Ermittlungen zu dem Ausgangsverdacht, der Mann habe noch nicht im Handel befindliche Kinofilme illegal beschafft und als erste auf verdeckte Internetserver eingestellt, dauern an. ©GVU

300 Unternehmen bewerben sich um den Deutschen Internetpreis 2008

300 Unternehmen bewerben sich um den Deutschen Internetpreis 2008

  • BITKOM zeichnet beste Hightech-Strategien im Mittelstand aus
  • Preisverleihung auf dem ITK-Mittelstandstag am 6. November

Berlin, 13. August 2008 - Rund 300 Unternehmen bewerben sich für den Deutschen Internetpreis 2008. „Bei diesem Wettbewerb zeigt der Mittelstand der IT-Branche, dass er einen großen Teil der Hightech-Innovationen in Deutschland leistet“, sagt Heinz Paul Bonn, Vizepräsident des Bundesverbandes BITKOM. BITKOM veranstaltet den Wettbewerb in Kooperation mit der Bundesregierung und unter der Schirmherrschaft von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos. Der Deutsche Internetpreis ist auch Teil der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“. Gesucht werden wegweisende IT-Konzepte kleiner und mittlerer Firmen, die bereits in der Praxis erprobt sind. „Die vielen Bewerbungen zeigen, welche Bedeutung gute Internet-Strategien für den Unternehmenserfolg haben“, kommentiert Bonn.

Das Finale des Deutschen Internetpreises findet am 6. November in Stuttgart statt. Dort werden drei Gewinner gekürt. Zuvor nimmt eine unabhängige Jury aus Wissenschaft und Wirtschaft bis zu neun Finalisten in die engere Wahl. Die Preisverleihung ist einer der Höhe¬punkte des 4. Deutschen ITK-Mittelstandstages, zu dem der BITKOM Spitzenvertreter der Branche und Anwender innovativer IT-Lösungen erwartet. Durch diesen Kongress werden die Sieger des Internetpreises bundesweit bekannt. Sie erhalten Geldpreise im Wert von 25.000, 20.000 und 15.000 Euro. Wettbewerbspartner sind die Unternehmen Datev, Fujitsu Siemens Computers, Microsoft, Oracle und PricewaterhouseCoopers.

Am ITK-Mittelstandstag des BITKOM können Anbieter und Anwender von IT-Lösungen kostenlos teilnehmen. Thema ist, wie kleine und mittlere Unternehmen das Internet optimal für ihre Strategie nutzen können. Weitere Schwerpunkte sind Marketing, Recht und Standortfragen. Dazu gibt es Fachvorträge, Workshops und eine Podiumsdiskussion.

Interessenten können sich für den ITK-Mittelstandstag anmelden bei Dr. Jens Mundhenke, Tel. 030 27576-125, j.mundhenke@bitkom.org.

Neue Daten zur Preisentwicklung von TV-Geräten

Neue Daten zur Preisentwicklung von TV-Geräten

  • Ausgaben für Fernsehgeräte steigen trotz sinkender Preise
  • Der Durchschnittshaushalt gibt 809 Euro für ein TV-Gerät aus 
  • Verbraucher steigen auf große Flachbildfernseher um

Berlin, 11. August 2008 - Die deutschen Verbraucher legen beim Kauf von TV-Geräten Wert auf Qualität und moderne Technik – und lassen sich dies einiges kosten. Zwar sind die Preise von Flachbildfernsehern und Röhrengeräten zuletzt Jahr für Jahr um rund ein Drittel gefallen. Da aber die Verbraucher statt Röhrengeräten verstärkt Flachbildfernseher mit sehr großen Bildschirmformaten bevorzugen, sind die durchschnittlichen Ausgaben für ein neues Gerät sogar gestiegen. 809 Euro werden die Deutschen dieses Jahr voraussichtlich für ihren Fernseher ausgeben. 2007 lag der Durchschnittspreis bei 805 Euro, 2005 noch bei 661 Euro. Darauf weist der Hightech-Verband BITKOM hin. Die Berechnungen basieren auf Zahlen von GfK/EITO.
 

Im Jahr 2005 gaben Verbraucher für Röhrenfernseher im Schnitt 323 Euro aus, 2008 werden es voraussichtlich knapp 200 Euro und nächstes Jahr 180 Euro sein. Der Absatz von Röhrenfernsehern wird von 4 Millionen Geräten 2005 auf weniger als 0,8 Millionen Geräte in diesem Jahr sinken.

Hingegen steigt der Absatz der modernen Flachbildfernseher deutlich – von 1,6 Millionen Geräten im Jahr 2005 auf voraussichtlich 5,3 Millionen Geräte in diesem Jahr. 2005 gaben Käufer im Schnitt 1.333 Euro für Plasma- und LCD-Geräte aus. Dieses Jahr werden es rund 880 Euro sein, 2009 rund 840 Euro. Über 90 Prozent des Umsatzes mit Flachbildschirmen wird inzwischen mit HD-ready- oder Full-HD-Geräten gemacht. Zudem kaufen Verbraucher verstärkt Flachbildfernseher mit sehr großen Bildschirmdiagonalen von über einem Meter. Diese Geräte sind ebenfalls sehr viel günstiger geworden. In den kommenden Jahren wird der Durchschnittspreis allerdings weniger stark sinken.

Die Absätze in diesem Jahr werden auch durch die Fußball-Europameisterschaft und die Olympischen Spiele getrieben. „Im Sommer 2008 erleben wir neben dem EM- auch einen Olympia-Effekt. Viele Verbraucher nehmen die beiden sportlichen Großereignisse zum Anlass, sich einen Flachbildfernseher zuzulegen“, sagt Jeffry van Ede, Mitglied des BITKOM-Präsidiums. Die Vergangenheit hat in diesem Zusammenhang übrigens gezeigt, dass der Impuls von Fußballgroßereignissen immer stärker war als von Olympischen Spielen.

2