Hundehalter-Haftpflichtversicherung: Ein Muss nicht nur für Kampfhundbesitzer
Hundehalter haften für alle Schäden, die ihr Vierbeiner anrichtet. Eine Hundehalter-Haftpflicht sollte deshalb selbstverständlich sein. Pflicht ist sie nur in wenigen Bundesländern. Finanztest hat Preise und Leistungsumfang verschiedener Anbieter unter die Lupe genommen. Die günstigsten Angebote liegen bei 58 Euro im Jahr. Die Ergebnisse sind in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest veröffentlicht.
Egal, was der Hund anrichtet – immer haftet der Halter. Da kann es schon in die Tausende gehen, wenn der Vierbeiner einen Menschen verletzt oder eine Rassehündin schwängert. Und verursacht er gar einen Verkehrsunfall mit Verletzten oder Toten, so können Forderungen in Millionenhöhe auf den Besitzer zukommen. Schutz bietet hier eine Hundehalter-Haftpflichtversicherung, die Sach- und Personenschäden mindestens in Höhe von 3 Millionen Euro abdecken sollte.
Schwieriger wird es, einen Kampfhund zu versichern. Welcher Anbieter bietet überhaupt Versicherungsschutz für Kampfhunde? Auf welche Leistungen sollte ich achten? Letztlich sollte aber jeder Hundehalter eine solche Versicherung abschließen, auch wenn sie bisher nur in Berlin, Hamburg und Sachsen-Anhalt Pflicht ist.
Der ausführliche Bericht ist in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und online unter www.test.de/tierhalter-haftpflicht veröffentlicht.
Zusatzversicherungen: Welche Extraleistung Sinn macht
Kassenpatienten geben Milliarden Euro für private Zusatzpolicen aus. Doch nicht alle sind sinnvoll. Die Zeitschrift Finanztest der Stiftung Warentest hat untersucht, an welchen Stellen privater Zusatzschutz nötig ist und wo man ihn sich sparen kann.
Überflüssig ist zum Beispiel eine Krankenhaustagegeld-Versicherung, die für jeden Kliniktag einen vereinbarten Tagessatz zahlt. Im Gegensatz zu einer Krankentagegeld-Versicherung ist sie nicht geeignet als Absicherung gegen krankheitsbedingten Verdienstausfall, etwa für Selbstständige.
Bei Zahnzusatzversicherungen oder Ergänzungspaketen für Heilpraktikerleistungen sollten sich Versicherte nicht verwirren lassen, wenn mit hoher Erstattung in Prozent geworben wird: Der Prozentsatz bezieht sich oft nur auf einen kleinen Teil der Rechnung. Wie für alle Zusatzpolicen gilt die Frage: Würde es mich finanziell in Bedrängnis bringen, wenn ich die Leistung selbst zahlen müsste?
Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn im Urlaub außerhalb Europas ein Kranken-Rücktransport nach Deutschland nötig wird. Eine Auslandsreise-Krankenversicherung ist daher das einzige absolute Muss unter den Zusatzversicherungen – und mit einem Jahresbeitrag von oft unter 10 Euro nicht einmal teuer.
Ausführliche Infos zu den Regelleistungen der gesetzlichen Kassen und möglichen privaten Ergänzungsleistungen, sowie Tabellen mit den Testsieger-Policen, finden sich in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und im Internet unter www.test.de/zusatzversicherung.
Streubomben in Riester-Verträgen: Für die meisten Anbieter spielt Ethik keine Rolle
Riester-Sparer müssen damit rechnen, dass ihr Geld bei Hersteller von Streumunition angelegt sein kann, obwohl diese Waffen in Deutschland verboten sind. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung von Finanztest. Nur zwölf von 174 Riester-Anbietern schließen Anlagen in Streubombenhersteller aus und können das auch belegen. Das Thema Ethik ist offenbar ein Randthema: Ein Großteil der befragten Banken, Versicherungen und Fondsgesellschaften antwortete gar nicht oder nur nebulös.
Streubomben sind seit dem 1. August 2010 international geächtet. In Deutschland ist schon seit Juni 2009 die Herstellung solcher Waffen strafrechtlich verboten. Umstritten ist, ob von der Ächtung auch Investments in Streubombenhersteller betroffen sind.
Die Untersuchung zeigt jedoch, dass es auch Riester-Sparprodukte gibt, die sowohl unter ethischen als auch finanziellen Gesichtspunkten empfohlen werden können. Das sind die Fondssparpläne von Union Investment und DWS, die klassische Rentenversicherung der Debeka, die fondsgebundene Rentenversicherung von Cosmos Direkt und der Banksparplan der Ethikbank. Drei Anbieter – Allianz, Ergo und Ergo Direkt – haben angegeben, dass sie zurzeit an Richtlinien arbeiten. Finanztest wird das prüfen.
Anlass für die Anbieter-Untersuchung war eine nicht repräsentative Leserumfrage auf test.de zu ethischen Mindeststandards bei Riester-Produkten. Die große Mehrheit sprach sich für ein gesetzliches Verbot von Investitionen in Streumunitionshersteller aus, schließlich gehe es auch um Steuergeld.
Der ausführliche Bericht ist in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und online unter www.test.de veröffentlicht.
Bezahlen im Internet: 30 große Shops im Test – wichtige Regeln für den Online-Einkauf
Einen 100-prozentigen Schutz vor Betrügern bietet kein Online-Bezahlverfahren, schreibt die Januar-Ausgabe von Finanztest, aber wer die Spielregeln kennt und sich richtig verhält, kann entspannt im Internet einkaufen. Am besten ist der Kauf auf Rechnung, weil man die Ware erst anschauen kann, bevor man zahlt. Dann folgt das Lastschriftverfahren, das dem Kunden ermöglicht, sein Geld notfalls zurückzuholen. Zu den klassischen Verfahren gehören außerdem Nachnahme, Vorauskasse und die Zahlung per Kreditkarte. Zwei Drittel der 30 großen untersuchten Onlineshops von amazon bis tschibo bieten auch andere Bezahlverfahren wie Paypal, Clickandbuy, giropay und sofortueberweisung.de an. Sie bieten dem Händler Sicherheit und machen den Einkauf schneller.
Wer die Wahl hat, sollte also per Rechnung zahlen, empfiehlt Finanztest und gibt noch mehr Tipps: So sollte man nicht für jeden Online-Zugang dasselbe Passwort benutzen und dieses regelmäßig erneuern. Niemals ohne Schutzmaßnahmen für den Rechner im Netz einkaufen. Nur bei Anbietern kaufen, die auf ihrer Seite ausführlich informieren und ihre vollständige Firmenadresse nennen.
Die untersuchten Shops von Otto bis Beate Uhse (umsatzstarke Online-Shops aus 15 Branchen) machten im Wesentlichen ihre Sache gut. Fast überall hat der Kunde mehr als vier Bezahlsysteme zur Auswahl. Bei Apple gehen jedoch nur Vorauskasse und Kreditkarte, bei Heine und Viking nur Rechnung und Kreditkarte. Ikea-Kunden bekommen ihre Ware allein per Nachnahme.
Der ausführliche Artikel ist in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und online unter www.test.de/onlineshops veröffentlicht.
Zinstest: 5 Prozent und andere Oasen in der Zinswüste
Ob Sparbuch, Tagesgeld, Sparbriefe oder Festgeld – die Zinsen, die es auf Erspartes gibt, sind so niedrig wie seit langem nicht mehr. Trotzdem lohnt es sich für Sparer, Angebote zu vergleichen. Denn auch im Zinstief gibt es gute Angebote, so die Zeitschrift Finanztest. Sie hat in der aktuellen Ausgabe die Zinsangebote von über 100 Kreditinstituten untersucht und die Top-Angebote herausgefunden.
Ergebnis: Spitzenangebote brachten je nach Laufzeit eine Rendite von bis zu 3,8 Prozent, Sparpläne sogar über 5 Prozent. Um an die Top-Zinsen zu kommen, müssen sich Sparer allerdings entscheiden. Wer 3 Prozent und mehr als Zins für sein Erspartes haben will, muss sein Geld drei Jahre fest anlegen und außerdem in ein Spitzenangebot investieren. Wer zum Beispiel 5.000 Euro drei Jahre lang beim Testsieger, der ICICI Bank, anlegt, hat am Ende der Laufzeit rund
375 Euro mehr in der Tasche als beim schlechtesten Angebot im Test.
Wer flexibel auf sein Geld zugreifen will, bekommt bei den besten Tagesgeldangeboten etwas mehr als 2 Prozent Zinsen. Allerdings kann sich der Zinssatz hier täglich ändern. Einziges Sparkonto im Test, das eine vergleichbare Rendite bietet: Das Online-Sparkonto der BMW-Bank, auf das es 2 Prozent Zinsen pro Jahr gibt. Dabei können Sparer 2.000 Euro pro Monat abheben, höhere Beträge müssen drei Monate vorher gekündigt werden, sonst fallen Vorschusszinsen an.
Interessantes Testergebnis für Ratensparer: Bausparen lohnt sich bei der Alten Leipziger (Tarif easy plus) und bei der Debeka auch als sichere und rentable Geldanlage, nicht nur zur Immobilienfinanzierung. Wer beispielsweise sieben Jahre lang monatlich 100 Euro spart, erzielt bei der Alten Leipziger eine Rendite von 3,4 Prozent. Noch lukrativer wird es für junge Sparer unter 25 Jahre mit Anspruch auf Wohnungsbauprämie. Denn sie können sogar eine Rendite von 5,2 Prozent erzielen.
Der ausführliche Test findet sich in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und im Internet unter www.test.de/zinsen.
