Autoversicherung: Ob junge Fahrer oder Rentner – sparen können alle
Für einen jungen Fahrer, der für seinen Kleinwagen eine Haftpflichtversicherung plus Teilkasko abschließen will, hat Stiftung Warentest die größten Preisunterschiede ermittelt – mehr als 3000 Euro. Auch Vielfahrer, Familien, Rentner oder umweltbewusste Fahrer können oft mehrere Hundert Euro im Jahr sparen, wenn sie zu einem günstigeren Autoversicherer wechseln. Die November-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest liefert dazu auf zwölf Seiten Vergleichstabellen und Musterfälle.
Der Kampf der Autoversicherer um die Kunden ist in vollem Gange. Viele Versicherer bieten zwei oder drei Tarife an, einige werben sogar mit vier Tarifen um ihre Kunden. Bei den sechs Modellkunden im Test haben es die Basistarife von Direct Line, WGV und Huk24 besonders häufig in die Top Ten geschafft. Kontakt zu diesen Anbietern kommt jedoch nur per Internet, Telefon oder Post zustande. Unter den Versicherern mit Vertretern vor Ort tauchen Huk-Coburg und OVAG am häufigsten unter den zehn günstigsten auf. Eine individuelle Versicherungsanalyse bietet die Stiftung Warentest für 16 Euro an.
Wer bei seiner jetzigen Autoversicherung kein günstigeres Angebot bekommt, sollte den Wechsel wagen. Die alte Versicherung sollten Autofahrer jedoch erst kündigen, wenn sie bereits einen neuen abgeschlossen haben. Die Kündigung der alten Versicherung muss bei den meisten Verträgen bis zum 30. November beim Versicherer eingegangen sein.
Der ausführliche Test Autoversicherung ist in der November-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und online unter www.test.de/autoversicherung veröffentlicht.
Riester-Banksparpläne: Ideale Altersvorsorge trotz aktuell niedriger Zinsen
Auch wenn die Zinsen derzeit zum Teil unter 2 Prozent liegen, bleiben Riester-Banksparpläne attraktiv. Durch die staatliche Förderung bringt selbst ein schlechter Riester-Banksparplan unterm Strich mehr als eine ungeförderte Altersvorsorge. Das zeigt eine Untersuchung von 65 Riester-Banksparplänen durch die Stiftung Warentest. Die Ergebnisse sind in der November-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest veröffentlicht.
Von den aktuell niedrigen Zinsen auf Riester-Banksparpläne sollten Sparer sich nicht abschrecken lassen. Wenn langfristig die Marktzinsen wieder steigen, verbessert sich auch die Verzinsung der Sparpläne. Dennoch sollten Sparer auf die Konditionen achten. Die Untersuchung von Finanztest zeigt, dass der Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Banksparplan bei einer Laufzeit von 25 Jahren mehr als 10.000 Euro ausmachen kann. Daher rät die Stiftung Warentest, den Vertrag nicht bei der erstbesten Bank abzuschließen. Auch bei ortsfremden Anbietern können Sparer recht einfach einen Riester-Banksparplan bekommen. Zum Teil bleibt ihnen auch keine andere Wahl. Denn nicht jede Bank bietet einen Riester-Banksparplan an, da Kreditinstitute an ihnen nur wenig verdienen.
Für jüngere Sparer macht die Sparkasse Detmold aktuell das beste bundesweite Angebot. Mit Zinstreppe und Bonus bietet der Sparplan besonders gute Renditeaussichten. Für Sparer über 50 Jahren bieten dagegen die Landsparkasse Schenefeld und die Volksbank Gronau-Ahaus die besten Verträge an. Ihre Sparpläne sind an einen tagesaktuellen Zins gekoppelt.
Der ausführliche Test Riester-Banksparpläne ist in der November-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und online unter www.test.de/riester-banksparplaene veröffentlicht.
Elektronischer Personalausweis: In Zukunft soll man sich auch im Internet ausweisen können
Ab November gibt es in Deutschland den elektronischen Personalausweis. Anders als sein Vorgänger hat er nur die Größe einer Checkkarte und ist mit einem Chip versehen, auf dem persönliche Daten gespeichert sind. In der November-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest informiert die Stiftung Warentest über Vorteile und Probleme des neuen Ausweises.
Der elektronische Personalausweis soll das Einkaufen im Internet sicherer machen und die Online-Kommunikation mit Behörden und Unternehmen vereinfachen. Denn mit ihm soll man sich auch im Internet ausweisen können. Möglich wird das über den im Ausweis integrierten Chip. Auf ihm sind Daten wie Name, Geburtsort und -datum, Anschrift, Körpergröße und Augenfarbe gespeichert. Wer will kann zusätzlich seine Fingerabdrücke speichern lassen.
Doch bis der Ausweis im Internet genutzt werden kann, dürfte es noch etwas dauern. Denn dafür müssen die Behörden und Firmen zuvor ein Zertifikat vom Bundesverwaltungsamt erwerben. Das erhalten sie nur, wenn sie nachweisen, dass sie die Daten der Kunden schützen und keine verbotenen Geschäfte betreiben. Allerdings sind nach Informationen der Stiftung Warentest bis Mitte September erst 20 dieser Zertifikate beantragt worden. Hinzu kommt: Wer mit seinem neuen Ausweis im Internet Verträge abschließen will oder zum Beispiel sein Auto online ummelden möchte, muss sich auf den Chip im Ausweis eine elektronische Signatur laden lassen. Sie ersetzt die eigenhändige Unterschrift und muss vom Nutzer gekauft werden. Firmen, die solche Signaturen anbieten, gibt es zwar schon, doch konnte bislang keine von ihnen der Stiftung Warentest den Preis oder die Gültigkeitsdauer einer solchen Signatur nennen.
Der ausführliche Bericht ist in der November-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und online unter www.test.de veröffentlicht.
Gesetzliche Krankenkassen: Die Kosten für die Krankenversicherung steigen
Ab Januar wird der Beitragssatz für die gesetzliche Krankenversicherung auf 15,5 Prozent steigen. Zwei Drittel der Krankenkassen wollen deshalb vorerst keine Zusatzbeiträge verlangen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Stiftung Warentest unter allen allgemein geöffneten Krankenkassen. Die Ergebnisse sind in der November-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest veröffentlicht.
Insgesamt 76 der 114 befragten Krankenkassen haben gegenüber der Stiftung Warentest angegeben, 2011 zunächst auf einen Zusatzbeitrag verzichten zu können. Auch ohne weitere Zusatzbeiträge kommt durch die Erhöhung des allgemeinen Beitragssatzes von 14,9 auf 15,5 Prozent auf die Versicherten eine Mehrbelastung zu. Den Beitragsanstieg tragen je zur Hälfte Arbeitnehmer und Arbeitgeber bzw. Rentner und Rentenversicherungsträger. Die Stiftung Warentest hat errechnet, dass sich die gesetzliche Krankenversicherung durch diese Beitragserhöhung für einen Durchschnittsverdiener mit 2500 Euro Bruttogehalt im Monat um 7,50 Euro verteuert.
Laut Gesetzentwurf der Bundesregierung soll der Beitragssatz nach der Erhöhung ab Januar nicht weiter steigen. Die Krankenkassen müssen neue Finanzlücken dann durch die Zusatzbeiträge stopfen. Weil die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung stärker steigen als ihre Einnahmen, könnte der durchschnittliche Zusatzbeitrag 2015 bereits bei 33 Euro im Monat liegen, 2025 sogar bei 150 Euro monatlich. Er soll unabhängig vom Einkommen für alle Kassenmitglieder gleich hoch sein.
Auf der Suche nach der geeigneten Krankenkasse hilft der Produktfinder der Stiftung Warentest im Internet unter www.test.de/krankenkassen weiter. Der ausführliche Bericht ist zudem in der November-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest veröffentlicht.
Offene Immobilienfonds: Riskanter als den meisten Anlegern bewusst
Seit der Finanzkrise vor zwei Jahren haben offene Immobilienfonds ihren Ruf als sichere Geldanlage eingebüßt, zu Recht wie die Experten der Stiftung Warentest finden. In der aktuellen Ausgabe des Finanztest bewerten sie die Qualität der Fonds. Zwar liefern viele Immobilienfonds immer noch stabile Renditen zwischen 4 und 5 Prozent. Bei manchen müssen Anleger jedoch empfindliche Verluste hinnehmen.
88 Milliarden Euro sind in offenen Immobilienfonds investiert. Die Fünfjahresrendite der guten Fonds liegt zwischen 4 und 5 Prozent pro Jahr, der Grundbesitz Europa hat sogar 6,2 Prozent pro Jahr erwirtschaftet. Als Zinsanlagenersatz und damit als sichere Anlage taugen die Fonds aber nicht. Zu groß ist das Risiko einer Abwertung.
Bei einigen Fonds waren die Verluste in den letzten zwei Jahren sehr schmerzhaft. So verlor der Degi Europa 17,2 Prozent. Manche Fonds wurden auf andere Fonds verschmolzen, um damit von Problemen abzulenken. Unser Tipp: Gute Fonds können Anleger weiterhin behalten. Aber Vorsicht: Immobilienfonds sind keine sichere Geldanlage. Die Experten der Stiftung Warentest empfehlen deshalb schon seit Jahren, diese Anlageform nur als Teil eines Wertpapierportfolios zu sehen.
Der ausführliche Test offene Immobilienfonds ist in der November-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und online unter www.test.de/immobilienfonds veröffentlicht.
Gehalt: Keine neue Lohnsteuerkarte für 2011
Die Lohnsteuerkarte aus Papier wird abgeschafft und durch ein elektronisches Verfahren ersetzt. Weil sich das jedoch verzögert, ist die Karte für 2010 auch für 2011 gültig. Dadurch gelten die Steuerklassen und Freibeträge, die für dieses Jahr eingetragen wurden, auch für das kommende Jahr. Die Stiftung Warentest klärt in der November-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest über die Neuerungen auf und gibt Tipps, wie Steuerzahler noch in diesem Jahr mehr Netto rausholen können.
Freibeträge, die auf der Steuerkarte für 2010 eingetragen wurden, gelten automatisch auch für 2011. Die Karte muss nur dann angepasst werden, wenn sich der Kinderfreibetrag ändert oder wenn man in eine höhere Steuerklasse rutscht. Neu ist auch: Für sämtliche Änderungen auf der Lohnsteuerkarte ist ab 2011 das Finanzamt zuständig und nicht mehr wie bislang die Gemeinde.
Die Stiftung Warentest weist daraufhin, dass Freibeträge für 2010 noch bis zum 30. November auf der Lohnsteuerkarte eingetragen werden können. Durch Freibeträge werden Kosten, die zum Beispiel für die Ausbildung der Kinder oder die Fahrt zur Arbeit anfallen, bereits beim monatlichen Lohnsteuerabzug berücksichtigt. Ohne die Freibeträge kann man sich das Geld erst im folgenden Jahr mit der Steuererklärung zurückholen. Steuerzahler, die jetzt noch Freibeträge für 2010 eintragen lassen, können so ihren Nettolohn bereits für November oder Dezember erhöhen. Wer im kommenden Jahr Arbeitslosen- Kranken- oder Elterngeld bekommt, kann auch diese Leistungen dadurch steigern. Denn sie werden auf Basis des vorherigen Nettolohns berechnet.
Der ausführliche Bericht ist in der November-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und online unter www.test.de veröffentlicht.
