Der 3-Millionen-Mann
Emsbüren/München (ots) – Franz Rosen, Lehrer aus Emsbüren, gründete vor 30 Jahren die Niedersachsenaktion für die SOS-Kinderdörfer.
Mit Spendengeldern aus diesem Netzwerk wurden
bisher 52 Familienhäuser gebaut – in SOS-Kinderdörfern auf der ganzen
Welt.
Es begann vor 30 Jahren mit einer Broschüre der SOS-Kinderdörfer.
Franz Rosen blätterte etwas unbeteiligt darin, bis er auf einen Satz
stieß, der sein Leben veränderte: Hermann Gmeiner, Gründer der
SOS-Kinderdörfer, hatte sein Medizinstudium aufgegeben, um Kindern in
Not zu helfen! Dahinter vermutete Franz Rosen eine sehr starke
Überzeugung, die ihn beeindruckte. Auch seine Schüler waren
begeistert von der Idee, einem verlassenen Kind eine Mutter, eine
Familie zu geben. Wenig später waren 12 000 Mark zusammen gekommen.
“Einschneidend aber war für mich der Besuch von Hermann Gmeiner”,
sagt der Lehrer aus Emsbüren heute. “Dass er so durch und durch
Mensch war. Und das Vertrauen, das er zu uns hatte.” So gründete
Rosen die “Niedersachsenaktion für SOS-Kinderdörfer” und beschloss,
Spenden zu sammeln für ein ganzes Familienhaus. Aus dem Haus wurde
ein Dorf und heute, dreißig Jahre später, hat Franz Rosen 3,1
Millionen Euro gesammelt, 52 Häuser in den SOS-Kinderdörfern in
Chile, Mosambik und Lettland gebaut – und dafür einen Orden bekommen,
das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik
Deutschland.
Bei der Verleihung des Ordens waren seine Enkelkinder und seine
Kinder anwesend. Und natürlich Ehefrau Margret, der man ansah, wie
stolz sie auf ihren Mann war.
“Ich fühle vor allem Dankbarkeit”, sagte er in einem Interview,
“Dankbarkeit für die, die uns unterstützt haben, und für meine
Familie, die das alles mitgetragen hat.”
“Franz Rosen hat ein Stück weit die Welt positiv verändert”, lobte
ihn auch Georg Willeit, Geschäftsführer der SOS-Kinderdörfer
weltweit, “für die vielen Kinder, die in Maputo, in Puerto Varas und
Islice beschützt und geliebt aufwachsen. Dafür möchten wir ihm von
ganzem Herzen danken.”
Am Samstag, den 14. Juli findet die Feierstunde zum
dreißigjährigen Jubiläum statt. Eine Gruppe afrikanischer
Jugendlicher aus Mosambik, die im Kinderdorf Maputo aufgewachsen
sind, werden mit ihrer Tanzgruppe “Afro SOS” auftreten und Spenden
für neue Familienhäuser annehmen. Die Feier findet an dem Ort statt,
an dem vor 30 Jahren alles begann: In der Friedensschule in Lingen.
Bei Rückfragen:
SOS-Kinderdörfer weltweit
Hermann-Gmeiner-Fonds Deutschland e.V.
Kommunikation
Tel.: 089/179 14-261 bis -264, Fax: 089/179 14-260
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