May 21, 2012

Stiftung Warentest: Berufsunfähigkeitsversicherungen, Kostenlose Girokonten, Inflation, Garantiezertifikate und Fahrradversicherungen

Berufsunfähigkeitsversicherungen: Viele „sehr gute“ Tarife, aber nicht für jeden

„Sehr gute“ Tarife für Berufsunfähigkeitsversicherungen gibt es reichlich. Man muss sie nur bekommen. Nur jeder vierte Versuch, eine gute Versicherung abzuschließen, ging glatt, schreibt die Juli-Ausgabe von Finanztest. Meistens waren Vorerkrankungen von Interessenten die Ursache für Probleme. Zugrunde liegt diesen Zahlen ein Leseraufruf, in dem 274 Fälle ausgewertet wurden.

152 Mal stand am Ende gar kein Vertrag, weil entweder der Versicherer einen Interessenten gar nicht wollte. Oder der Kunde lehnte ein zu schlechtes Angebot selbst ab. 56 weitere Male endeten die Verhandlungen zwar mit dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Aber dann gab es einen Risikozuschlag, die Rente war geringer als gewünscht, die Laufzeit kürzer oder bestimmte Krankheiten waren vom Schutz ausgenommen. Nur 66 Mal verlief der Vertragsschluss problemlos.

Berufsunfähigkeit kann jeden treffen. Immer häufiger führen psychische Probleme zum Ende der Berufstätigkeit, gefolgt von Rückenproblemen. Seit 2001 gibt es von staatlicher Seite für ab 1961 Geborene dann noch keine Rente. Die gesetzliche Rentenversicherung zahlt nur noch bei Erwerbsunfähigkeit, wenn also keine Tätigkeit mehr möglich ist. Wer von seiner Arbeit lebt, sollte auch aus diesem Grund mit einer privaten Versicherung vorsorgen, aus der bei Berufsunfähigkeit eine Rente fließt.

Die Verträge sind nicht billig. Um eine Monatsrente von 2.000 Euro zu bekommen, werden schnell Jahresbeiträge um die 1.000 Euro fällig.

Finanztest gibt viele Tipps für die Suche nach einer guten Berufsunfähigkeitsversicherung, erläutert, wie man trotz anfänglicher Schwierigkeiten noch zu einem guten Vertrag kommen kann und nennt die besten Tarife. Der ausführliche Bericht ist in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und online unter www.test.de veröffentlicht.



Kostenlose Girokonten: Nur acht Konten inklusive Karten sind wirklich gratis

Kostenlos, das bedeutet bei einem Girokonto: keine monatliche Kontoführungsgebühr, keine Kosten für die Girocard (ec-Karte) und keine Bedingungen. Perfekt, wenn auch die Kreditkarte zum Konto nichts kostet. Diese Kriterien legte die Stiftung Warentest für ihren aktuellen Test von Girokonten bei 73 Banken fest – und fand 8 Konten, die diese Bedingungen erfüllten.

Zu empfehlen sind laut Finanztest die überregionale Filialbank Norisbank sowie die regionalen PSD-Banken Berlin-Brandenburg und Hessen-Thüringen, die Direktbanken comdirect bank, ING-Diba, Wüstenrot Bank, MBS in Potsdam und die Saalesparkasse.

Der Teufel steckt oft im Detail, vermeldet die Juli-Ausgabe von Finanztest jedoch weiter. Bei insgesamt 36 Kontomodellen von 30 Banken muss hinter dem Angebot „kostenloses Girokonto“ ein „Aber“ stehen, denn sie stellen Bedingungen. Beispielsweise fordern sie einen ganz bestimmten regelmäßigen Geld- oder Gehaltseingang pro Monat, den Kauf eines Genossenschaftsanteils, einen Sparplan mit 25 Euro Einzahlung pro Monat, oder sie begrenzen die monatlichen Buchungen.

Finanztest listet nicht nur alle Konten auf, die kostenlos sind – mit und ohne Bedingungen und die günstigen Online-Konten unter 40 Euro Jahrespreis, sondern informiert per Frage-Antwort über wichtige Aspekte bei der Kontowahl. Welche Vor- oder Nachteile hat ein Online-Konto? Ist mein Geld sicher? Brauche ich eine Pin? Was, wenn meine Bank pleite geht?

Der ausführliche Bericht zu kostenlosen Girokonten ist in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und online unter www.test.de/giro veröffentlicht.



Inflation: Es gibt keinen Grund zur Panik

Weil sich viele Verbraucher vor einer Geldentwertung fürchten, hat die Zeitschrift Finanztest in ihrer Juli-Ausgabe den Inflationsschutz von Gold, deutschen Staatsanleihen und Aktien getestet und dazu die reale Werteentwicklung der drei Anlageklassen über die vergangenen 40 Jahre analysiert.

Das Ergebnis: Man kann sein Geld so anlegen, dass es weitgehend vor Inflation geschützt ist. Für eine langfristige Anlage empfiehlt sich ein guter Mix aus Zinsanlagen und mindestens 15 Prozent chancenreiche Anlagen wie Aktienfonds. Gold sollte nicht mehr als 10 Prozent aller riskanten Anlagen ausmachen. Wer sein Geld kurzfristig inflationssicher anlegen will, sollte ein gut verzinstes Tagesgeldkonto auswählen.

Die reale Wertentwicklung bei kurz laufenden Staatsanleihen lag auf Jahressicht am häufigsten im Plus. Einjährige sowie inflationsindexierte Staatsanleihen kann Finanztest momentan dennoch nicht empfehlen, weil sie zu teuer sind. Deutsche Aktien als Sachwerte entwickelten sich relativ unabhängig von der Inflationsrate und zeigen langfristig die höchsten realen Renditen, schwankten aber stark. Phasenweise noch stärker schwankte der Goldpreis. Das Edelmetall eignet sich daher nicht als sichere Anlage.

Laut Finanztest gibt es keinen Grund zur Panik, denn volkswirtschaftliche Indikatoren sprechen nicht für eine hohe Inflation in nächster Zeit. Anleger sollten sich deshalb von dubiosen Anbietern keine Angst einreden lassen.

Der ausführliche Artikel ist in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und online unter www.test.de veröffentlicht.



Garantiezertifikate: Zwar sicher, aber vor allem teuer

Statt mit hohen Gewinnchancen locken die Banken Anleger jetzt mit weitreichenden Garantiezusagen. Doch auch wenn die Anlageprodukte diesmal keine hochriskanten Lehman-Zertifikate sind – mit den aktuellen Garantiezertifikaten machen vor allem die Banken Gewinn. Finanztest hat beispielhaft sechs Garantiezertifikate untersucht, die bis Mitte Mai 2010 auf den Markt kamen. Frustrierendes Ergebnis für Anleger: Wegen der hohen Kosten lohnt sich ein Investment selten.

Garantiezertifikate sind Schuldverschreibungen, deren Herausgeber für den Tag der Fälligkeit die Rückzahlung eines Mindestbetrags zusichern. Mit dem Zertifikat setzen Anleger auch auf die Entwicklung eines Basiswertes, meist eines Aktienkorbs oder Aktienindexes.

Die sechs von Finanztest beispielhaft untersuchten Garantiezertifikate, kamen im Mai 2010 neu auf den Markt. Obwohl sich die mögliche Rendite bei den meisten Produkten zwischen sieben und neun Prozent bewegen kann, zeigt die Wahrscheinlichkeitsanalyse von Finanztest, dass Anleger nur in 10 bis 15 Prozent der simulierten Fälle den Maximalbetrag kassieren können. Mit überwältigender Wahrscheinlichkeit kommt eine schlechtere Rendite heraus. Am wahrscheinlichsten ist die Minimalrendite oder gar ein Verlust von 2 Prozent pro Jahr – wie beispielsweise beim TeilGarant-Zertifikat der WGZ Bank.

Grund für die bescheidenen Renditeaussichten sind die hohen Kosten der Zertifikate. Anleger werden mit Ausgabeaufschlag, Spread, Vertriebsprovision und Vertriebsfolgeprovision so stark zur Kasse gebeten, dass sich ein Investment selten lohnt. Erschwerend kommt hinzu: Die Herausgeber der Zertifikate behalten die Dividenden für sich, indem sie sich auf den Kursindex beziehen und nicht auf den Performanceindex. Damit finanzieren die Banken ihre Garantiezusagen. Für Anleger heißt das: magere bis keine Rendite.

Was Finanztest Anlegern als Alternative zu Garantiezertifikaten empfiehlt, steht in der aktuellen Juli-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und unter www.test.de/garantiezertifikate



Fahrradversicherungen: Teurer Diebstahlschutz fürs Rad

Wer sein Fahrrad für den Fall des Diebstahls versichern möchte, braucht eine passende Hausratversicherung oder eine spezielle Fahrradversicherung. Ein Vergleich der Stiftung Warentest für die Juli-Ausgabe von Finanztest zeigt: Spezielle Fahrradversicherungen bringen meist mehr Schutz als normale Hausratversicherungen, das Extra muss aber auch teuer bezahlt werden. So verlangen Fahrradversicherer für ein 500 Euro teures Rad gut 50 Euro pro Jahr, für ein 1500 Euro teures Rad sogar häufig über 200 Euro pro Jahr.

Zunächst sollten Fahrradfahrer daher prüfen, ob sich die eigene Hausratversicherung passend erweitern lässt. Für ein Fahrrad im Wert von 1300 Euro muss je nach Wohnort zwischen 10 und 180 Euro Aufpreis gezahlt werden. Günstige Pakete für Hausrat und Fahrrad bieten zum Beispiel die Versicherer Asstel und LBN.

Da die Versicherungssumme in den meisten Hausrat-Verträgen aber auf 5 Prozent der Versicherungssumme begrenzt ist, können separate Fahrradversicherungen besonders für sehr teure Räder interessant sein. Diese decken dann zum Teil auch Schäden durch Vandalismus, Verschleiß oder Materialfehler ab.

Achten müssen Kunden in jedem Fall auf die Klauseln der Versicherer. Zum Teil schreiben sie die Marke des Schlosses vor, zum Teil müssen Räder nachts in geschlossenen Räumen geparkt sein. Reparaturen werden teilweise nur in speziellen Fahrradläden übernommen und Entschädigungen entsprechen nicht immer dem Neupreis.

Der ausführliche Bericht Fahrradversicherungen ist in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und online unter www.test.de veröffentlicht.

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