May 21, 2012

Stiftung Warentest: LCD-Fernseher, Mückenmittel, Schlagbohrer Akku-Bohrer und Sonnenschirme

LCD-Fernseher: Nur der Beste für die Fußball-Weltmeisterschaft

Am 11. Juni ist WM-Anpfiff. Höchste Zeit zu prüfen, ob zuhause auch der richtige Fernseher für das mediale Großereignis steht. ARD, ZDF, RTL und Sky übertragen die Fußball-WM live in HDTV. Die Stiftung Warentest hat in einem internationalen Gemeinschaftstest 23 LCD-Fernseher getestet. Die Preisspanne reichte dabei von 435 Euro bis 1.600 Euro.

Bei den 80 Zentimetergeräten liegt der Metz Puros mit einem Qualitätsurteil von 2,1 vorn. Das teuerste Gerät im Test vereint „gute“ Bilder mit „gutem“ Ton. Zudem besitzt es Empfänger für alle Signalwege. Deutlich günstiger und dennoch „gut“ sind die Geräte von Philips und Sony. Bei den großen Fernsehern – mit über einem Meter Bilddiagonale und für alle Empfangsarten gewappnet – ist der Sony KDL-40Z5800 für 1260 Euro. Mit durchgehend „guten“, flüssigen Bildern gefiel er den Testern und schnitt ebenfalls mit der Note 2,1 ab.

In der Gruppe der kleinen Geräte mit 66 Zentimeter Bilddiagonale ließ sich kein durchweg „gutes“ Gerät finden. Schlusslicht bildet hier mit der Note „Ausreichend“ der TechniSat TechniVision. Kunden müssen mit ruckelnden, gelbstichigen Bildern rechnen. Und trotz eines eingebauten DVB-S-Empfängers ist der TechniSat ansonsten mager ausgestattet: Unter anderem fehlen USB-Anschluss und Kartenleser.

Der ausführliche Test ist in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift test veröffentlicht. Wer einen Fernseher sucht, kann dafür auch den Produktfinder der Stiftung Warentest auf www.test.de/fernseher nutzen. Die Datenbank enthält relevante Informationen zu allen 258 LCD- und Plasmafernsehern, die seit 2007 getestet worden sind.

Mückenmittel: Nur 7 von 21 schützen vor Stechattacken

Bei gewöhnlichen Hausmücken wirken die meisten Mückenmittel zuverlässig, bei Malaria- und Gelbfiebermücken klappt das nicht so oft. Einige Mückenmittel sind sogar völlig wirkungslos. Die Mücken attackieren dann schnell und heftig. Ob Spray, Gel oder Lotion – von den 21 getesteten Mückenmitteln zum Einreiben bieten nur sieben einen effektiven Schutz vor den Plagegeistern. Insgesamt reichten die Ergebnisse von „Gut“ bis „Mangelhaft“. Sie sind in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift test veröffentlicht.

Der Testsieger Anti Brumm Forte hält tag- und dämmerungsaktive Mücken sowie Malariaüberträger für mehrere Stunden vom Stechen ab. Wer in den Tropen unterwegs ist, sollte sich unbedingt schützen und zu einem Mittel mit dem Wirkstoff Diethyltoluamid, kurz DEET, greifen. Hochdosierte DEET-Produkte sind bei häufiger Anwendung nicht unbedenklich. Deshalb sind in Deutschland weniger schleimhautreizende Mittel mit dem Wirkstoff Icaridin wie Autan Protection Plus zu empfehlen.

Am sanftesten zur Haut und mit vier Stunden durchschnittlicher Wirkzeit noch „gut“ ist Autan Famliy Care. Am schlechtesten schützen Produkte mit ätherischen Ölen. Auch sie haben meist ein hohes schleimhautreizendes Potential und können zum Teil allergische Reaktionen auslösen.

Generell sind Mückenmittel nichts für die dauerhafte Anwendung. Für zuhause reicht ein feinmaschiges Fliegengitter vor dem Fenster. Sie halten Mücken wirkungsvoll draußen.

Der ausführliche Test Mückenmittel ist in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de/mueckenschutz veröffentlicht.

Schlagbohrer und Akku-Bohrer: Billige Geräte taugen nichts

Wer Billigwerkzeug zum Bohren kauft, spart an der falschen Stelle. Im Test von billigen Bohrmaschinen und Akku-Bohrschraubern aus dem Baumarkt ist jedes zweite Gerät „mangelhaft“. Bei drei getesteten Bohrschraubern von Basic, Bonus und Budget besteht sogar Brandgefahr – ihre Akkus und Ladegeräte können bei einem Kurzschluss in Flammen aufgehen. Das berichtet die Stiftung Warentest in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift test.

Die Schlagbohrmaschinen von CMI und Basic enthielten erhöhte Konzentrationen von gesundheitsschädlichen polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK). Auch die Leistung der meisten Maschinen überzeugte nicht: Drei von fünf Schlagbohrmaschinen sind so schwach, dass sie als solche kaum zu gebrauchen sind. Bei einer Maschine brach im Dauertest das Getriebe.

Im Dauertest hatten die Akku-Bohrschrauber zwar keine Probleme, doch das führt im Zweifel nur zu Dauerfrust: Auch hier sind die meisten Geräte zu schwach für anspruchsvolle Aufgaben. Zudem sind die Akkus sehr schnell leer und müssen dann drei bis sieben Stunden aufgeladen werden.

Fazit des Tests: Wer öfter bohren oder schrauben muss, sollte höherwertige Maschinen kaufen. Die Billigwerkzeuge eignen sich – wenn überhaupt – nur für leichte Gelegenheitsarbeiten.

Der ausführliche Test ist in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de/bohrer veröffentlicht.

Sonnenschirme: Jeder zweite schnitt im Test „gut“ ab

Sonnenschirme sind wetterfühlig: sie schützen vor Sonnen- und UV-Strahlen, doch bei Wind machen sie schnell schlapp. Umso erstaunlicher, dass drei Schirme im Test der Stiftung Warentest Windgeschwindigkeiten von 60 Stundenkilometern locker standhielten. Trotzdem sollte man den Schirm bei aufkommendem Wind schließen, da zum Beispiel Böen unberechenbar sein können.

Für den Prüfpunkt „Standsicherheit bei Wind“ hatten die Warentester 15 Schirme im Windkanal aufgestellt und bewertet, bei welcher Windgeschwindigkeit der Schirm kippte oder brach. Weitere Kriterien waren neben Handhabung und Schadstoffprüfung die Haltbarkeit von Stoff und Nähten. Die Lichtechtheit ließ bei einigen dunklen Stoffen zu wünschen übrig, auch beim Testsieger der Ampelschirme, dem Glatz Sunwing C+, der wie der Schneider Rhodos die Note 1,9 bekam.Ampelschirme haben einen seitlichen Fuß und sind daher platztechnisch gesehen meist praktischer als Markschirme mit dem Fuß in der Mitte.

Gleich zwei Marktschirme fielen mit einem „Mangelhaft“ durch, weil sie in der Haltbarkeit große Defizite hatten. Beide stammten aus Baumärkten: Hornbach Garden Place und Obi / Outdoor living Malaga für 64 bzw. 55 Euro. Zusätzlich zum Schirm muss meistens noch ein Fuß gekauft werden, was den Preis verdoppeln kann. Der+ Glatz Sunwing C+ kommt so auf 820 Euro, davon nimmt der Granitsockel allein 325 Euro für sich in Anspruch. Beim zweitbesten Ampelschirm, dem Schneider Rhodos, ist im Preis von 250 Euro der Plattenständer inklusive. Größtenteils müssen die Platten aber noch zusätzlich gekauft werden.

Günstig und gut, so die Mai-Ausgabe von test, ist der allerdings unverstellbare Marktschirm Praktiker Outdoor Reynosa für 40 Euro, mit Granitständer 80 Euro. Einen guten Ampelschirm gibt es für 69 Euro bei Ikea, den Ikea Karlsö.

Der ausführliche Test Sonnenschirme ist in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de/sonnenschirme veröffentlicht.

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