May 21, 2012

Stiftung Warentest: Mundspülungen, Digitalisierung, Sat-Empfänger, Haushaltsleitern und Hotelbewertungen

Mundspülungen: Jede zweite schützt vor Karies 

Für Zähne und Zahnfleisch ist regelmäßiges Spülen mit einer effektiven Mündspüllösung besser als ein lascher Umgang mit Zahnseide. Doch nicht alle schützen zuverlässig vor Plaque, Zahnfleischentzündungen und Karies. Wem es vor allem auf die Kariesvorbeugung ankommt, ist mit jeder zweiten Mundspüllösung im Test „gut“ oder sogar „sehr gut“ bedient. Die Stiftung Warentest hat für ihre Zeitschrift test 18 Mundspüllösungen untersucht, davon zusätzlich zwei für Kinder, zwei für sensible Zähne, ein Arzneimittel und ein Mundwasser. 

Bei der Vorbeugung gegen Karies durch Fluorid sind Aldi (Nord)/Eurodent und die entsprechende Lösung von Aldi (Süd)/Friscodent am besten, dafür bei der Wirkung auf Plaque und Zahnfleischentzündung nur „befriedigend“. Gleichermaßen „gut“ beim Schutz vor Karies, aber auch vor Plaque und Zahnfleischentzündung sind die Mundspüllösungen Chlorhexamed, Meridol, Odol med3 Extreme, One Dop Only Zx3, Sensodyne für schmerzempfindliche Zähne und Odol-med3 Junior. 

Der regelmäßige Zahnarztbesuch und gründliches Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahncreme reichen nicht, um Zahnschäden vorzubeugen. Denn die Zahnbürste erreicht die Zahnzwischenräume nur unzureichend. Deshalb empfehlen Zahnärzte dringend, zusätzlich Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürstchen zu verwenden. Wem das zu kompliziert ist, der sollte regelmäßig eine effektive Mundspüllösung nutzen. 

Der ausführliche Test Mundspülungen findet sich in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift test und unter www.test.de/mundspuelungen. 


 

Digitalisierung von Schallplatten und Kassetten: Die meisten Geräte sind gut 

Wer alte Schallplatten oder Kassetten digitalisieren möchte, hat viele Möglichkeiten: Ob spezielle Plattenspieler, Kassettendeck, USB-Vorverstärker oder Mini-Anlage, die meisten Geräte digitalisieren alte Tonträger „gut“. Ein Schallplattenspieler zum Digitalisieren erhielt von der Stiftung Warentest sogar ein „Sehr gut“, nur ein Produkt schnitt „mangelhaft“ ab. Außerdem im Test: zwei Digitalisierungs-Dienstleister. 

Die Digitalaufnahmen der getesteten Geräte kommen den zugespielten Originalen meist nahe oder sehr nahe. Übernommen werden dabei aber auch die Störgeräusche der Vorlagen – Rauschen bei Kassetten, Knistern und Knacksen bei Schallplatten. Hierfür bieten einigen Anbieter Software zur Nachbearbeitung am PC an. Diese Lösungen überzeugten die Tester jedoch nicht, meist klingen die Aufnahmen nach dem automatischen „Optimieren“ dumpf. Besser sei daher oft, das vertraute Plattenknistern in Kauf zu nehmen. 

Nachteil des Digitalisierens ist der hohe Zeitaufwand. Nach dem Überspielen in Echtzeit fällt oft noch das Beschriften der Dateien an, bei Musikstücken mit fließenden Übergängen oft auch das manuelle Trennen der einzelnen Titel. 

Eine Alternative kann daher sein, einen Dienstleister zu beauftragen, der die Digitalisierung übernimmt. Die Stiftung Warentest hat exemplarisch zwei getestet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die digitale Musik klang zum Teil besser als das Original. Pro LP waren aber auch zwischen 13 Euro und rund 25 Euro fällig. Da lohnt sich oft auch der Neukauf eines Albums. 

Der ausführliche Test über die Digitalisierung von Schallplatten und Kassetten findet sich in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift test und unter www.test.de/musik-digitalisierung. 


 

Sat-Empfänger: „Gut“ fürs hochauflösende Fernsehen gerüstet 

Am 12. Februar hat das Warten ein Ende: Mit der Winterolympiade im kanadischen Vancouver starten die öffentlich-rechtlichen Sender endgültig ins Zeitalter des hochauflösenden Fernsehens. Flächendeckend lässt sich HDTV nur über Satellit empfangen. Die Zeitschrift test hat in ihrer aktuellen Ausgabe 15 HD-fähige Sat-Empfänger geprüft. 

Bei optimalem Antennensignal liefern alle Empfänger ein „gutes“ Bild. Die tatsächliche Qualität hängt aber auch vom Fernseher und dem Ausgangsmaterial ab. Ein perfektes, hochauflösendes Bild darf der Zuschauer deshalb nur bei Sendungen erwarten, die auch in HD produziert wurden. 

Bestes aber auch teuerstes Gerät im Test ist der Technisat Digicorder HDS2 Plus für 725 Euro. Dank Doppelempfänger kann er eine Sendung auf die interne 500-Gigabyte-Festplatte aufnehmen und zugleich ein anderes Programm wiedergeben. Günstiger geht es mit dem Comag PVR2/100CI HD für 259 Euro, der immerhin 400 Gigabyte Speicherplatz bietet. Programme aufzeichnen können auch die meisten Empfänger ohne eingebaute Festplatte – sofern ein externes Laufwerk per USB angeschlossen wird. Dafür eignen sich Festplatten im 2,5-Zoll-Format, denn sie sind leise und werden meist über USB mit Strom versorgt. 

Kleine Macken der Empfänger: Bei einigen sind Bild und Ton nicht immer lippensynchron, andere können mit ihrem Lüfter oder ihrer Festplatte empfindliche Zeitgenossen stören. Es verdirbt einem auch den Spaß, wenn der Empfänger sich beim Einschalten und Zappen viel Zeit genehmigt. 

Der ausführliche Test Sat-Empfänger findet sich in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift test oder im Internet unter www.test.de/sat-empfaenger. 


 

Haushaltsleitern: Hailo dreimal ganz oben dabei 

Die meisten Unfälle passieren im Haushalt – mit einer sicheren Leiter lässt sich das Risiko jedoch minimieren. 5 von 19 Haushaltsleitern haben im Test der Stiftung Warentest das Qualitätsurteil „Gut“ erhalten, darunter allein 3 Modelle der Firma Hailo. Zwei Produkte erhielten aufgrund von Sicherheitsmängeln ein „Mangelhaft“, berichtet die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift test. 

Mehrfach negativ fiel im Test der Dema Stahl-Klapptritt auf. Im Dauertest, der 5000 Aufstiege simuliert, zerlegte es ihn als einziges Modell schon nach kurzer Zeit. Zudem bemängelten die Tester die Kippsicherheit zur Seite und fiese Klemmstellen. Wer nicht aufpasst, kann sich beim Zusammenklappen die Finger zwischen den Holmen regelrecht abklemmen. Das gleiche Problem hat die Leiter von Sopop. Fazit der Tester für beide Produkte daher: „Mangelhaft“. 

Während derlei Mängel eher die Ausnahme bleiben, sind leicht ablösende Leiterfüße ein weit verbreitetes Ärgernis. Bei jedem zweiten Modell im Test war das der Fall. Fehlt eine Kappe, kippelt die Leiter und ist nicht mehr gefahrlos zu benutzen. Auch beim Aufsteigen kippen viele Leitern leicht nach hinten. Und scharfe Ecken und Kanten bemängelten die Tester bei vielen Leitern. 

Testsieger sind die teuersten Modelle von Hailo und WAKÜ für 100 bzw. 237 Euro. Doch „gute“ Leitern müssen nicht teuer sein. Die Modelle Hailo L 20 für rund 30 Euro und Hailo L 40 für 40 Euro gehören im Test ebenfalls zu den fünf Besten. 

Der ausführliche Leiter-Test findet sich in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift test und unter www.test.de/leiter. 


 

Hotelbewertungen: Manipulationen häufig nicht entdeckt 

Wer sich über Hotels informieren will, ist bei www.holidaycheck.de „gut“ aufgehoben. Andere Portale, wie Votello, tripadvisor oder zoover tun hingegen wenig, um Manipulationen auszusortieren. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift test, für die sie 13 Portale, die Hotelbewertungen im Internet anbieten, getestet hat. 

Fast 31 Millionen Deutsche nutzen das Internet für ihre Urlaubsplanung. Wichtig ist den Nutzern von Reise-Communities im Netz eine große Vielfalt an Meinungen sowie die Echtheit der Bewertungen. Zur Prüfung der Manipulationskontrolle hat die Stiftung deshalb auf jedem Portal fingierte Bewertungen abgegeben, zum Beispiel eine völlig falsche Angabe zur Lage des Hotels oder Bewertungstexte in auffälliger Katalogsprache. Die meisten Hotelbewertungsportale ließen sich täuschen und veröffentlichten zumindest einen Teil des Schwindels. Nur bei hotelkritiken.de wurde keine der Falschbewertungen veröffentlicht. Außerdem wurden die Voraussetzungen zur Bewertungsabgabe, die Detailltiefe und die Hotelinformationen bewertet. Insgesamt schnitten von sieben Hotelbewertungsportalen eines „gut“, fünf „befriedigend“ und eines „mangelhaft“ ab. 

Bei den ebenfalls geprüften sechs Hotelbewertungen auf Buchungsportalen lag HRS bei der Bewertungsabgabe vorne, gefolgt von opodo und ab-in-den-urlaub.de. Hier stehen die Bewertungen von Hotels aber nicht im Vordergrund und angezeigt werden meist nur buchbare Hotels. 

Der ausführliche Test Hotelbewertungsportale findet sich in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift test und unter www.test.de/hotelbewertung.

Comments

  1. Lars says:

    Ich finde Mundspülung und Zahnseide sind genauso wichtig wie das Zähne putzen. Auch eine Mundspülung kommt nicht in jeden zwischenraum der Zähne. Die Zahnseide jedoch schon.

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