November 24, 2014

Stiftung Warentest: Lautsprecher, Navigationsgeräte, Batterien, Räucherlachs, Skihelme und Skibrillen

Lautsprecher: Boxen von Teufel geben den Ton an

Für Musikliebhaber sind Standlautsprecher die erste Wahl. Die Stiftung Warentest hat acht dieser hochwertigen Stereosysteme untersucht. Die eine Hälfte schnitt „gut“ ab, die andere „befriedigend“. Testsieger ist ein Boxenpaar der Marke Teufel für 700 Euro. Für Freunde des Heimkinos eignen sich eher 2.1-Lautsprechersysteme. Diese Kombis aus zwei kleineren Boxen mit einem aktiven Subwoofer für die tiefen Töne waren durch die Bank „befriedigend“.

Das beste Boxenpaar im Test, Teufel M 420 F liefert einen lebendigen, ausgewogenen Klang. Im Gegensatz zu den übrigen Standlautsprechern verfügt es über einen aktiven Bass mit eigenem Verstärker, dessen Pegel dreistufig regelbar ist. Allerdings hat jede Box ein Netzteil, was den Stromverbrauch in die Höhe treibt. Stolze 50 Watt verbrauchen beide Boxen zusammen im Betrieb.

Bei den 2.1-Lautsprechersystemen liegen die Sets von Heco und Teufel gleichauf. Generell liefern diese Kombinationen aus Lautsprechern und Subwoofer einen effektvolleren Klang als die neutral abgestimmten Standboxen. Wer das Heimkino perfektionieren will, kann es mit zwei zusätzlichen Satellitenboxen und einem Centerlautsprecher zu einem 5.1-Surroundsystem erweitern.

Ob Stand- oder 2.1-Lautsprechersystem: Ihren vollen Klang entwickeln die Boxen nur, wenn sie richtig platziert werden. Direkt an der Wand oder in der Raumecke stehen sie ungünstig, denn bei vielen strahlen die Bassreflexrohre tiefe Töne nach hinten ab.

Der ausführliche Test Lautsprecher findet sich in der aktuellen Ausgabe von test oder im Internet unter www.test.de/lautsprecher.


Navigationsgeräte: Ein „gutes“ Navi unter 100 Euro

Alle Navigationsgeräte führen zum Ziel, doch flott sind nicht alle. Zu diesem Ergebnis kommt die Zeitschrift test in ihrer Januar-Ausgabe. Vor allem die TomToms berechnen die schnellste Route für lange Fahrtstrecken recht lahm. Auch die Modelle von Garmin und NavGear brauchen ein Weilchen um zu orten, wo sie sind. Von den 16 getesteten Geräten schneidet deshalb nur jedes zweite beim Navigieren „gut“ ab.

Nie waren Navigationsgeräte günstiger. Ein „gutes“ Navi, das Mio Moov M305, ist schon für 94 Euro zu haben. Mit 8,8 Zentimetern Bildschirmdiagonale gehört es zu den kleinen seiner Art. Beliebter sind im Moment größere Geräte mit 10,9 Zentimetern wie der Testsieger Falk F12. Er kostet 325 Euro und überzeugt mit einer „guten“ Routenführung. Das Navi gibt klare Ansagen und zeigt übersichtlich, wo es lang geht.

Was einst der Kompass erledigte, funktioniert heute mit dem globalen Satellitenortungssystem GPS. Ändert sich der Standort, lässt sich daraus die Bewegungsrichtung- und Geschwindigkeit berechnen. Auf den meisten Navis sind schon detaillierte Karten für viele Länder Europas installiert. Wer zusätzliche oder aktualisierte Karten kauft, bringt sie über den heimischen PC oder ein Speichermedium auf das Navi. Die Preise für die Aktualisierung des Kartenmaterials schwanken von Anbieter zu Anbieter: Es kann kostenlos sein, aber auch bis zu 90 Euro kosten.

Hilfreich sind auch die Verkehrsdaten des Stauwarnsystems TMC. Fast alle Geräte im Test nutzen es und helfen so, einen Stau rechtzeitig zu umfahren. Abgesehen vom Mio Moov M305 können alle Navis auch Fußgänger lotsen.

Der ausführliche Test Navigationsgeräte findet sich in der aktuellen Ausgabe von test oder im Internet unter www.test.de/navi.


Batterien: Große Preis- und Qualitätsunterschiede

Digitalkamera, Fernbedienung oder Spielzeugmotoren – ohne Batterien geht nichts. Die Stiftung Warentest hat jetzt untersucht, ob sich der Kauf teurer Marken-Batterien lohnt. Auf den Prüfstand kamen dafür 26 Mignonzellen des gängigen Typs AA, darunter 23 Alkaline- und 3 Lithium-Batterien. Ergebnis: Der technologische Vorsprung teurer Markenprodukte ist längst nicht immer so groß, wie ihre oft happigen Preise vermuten lassen.

Beim Test der Alkaline-Batterien zeigte sich, dass teure Markenprodukte zwar für Spielzeug- und andere Motoren rund 10 bis 15 Prozent mehr Energie als andere Alkaline-Batterien liefern. Da sie dafür aber auch viel mehr kosten, ist ihr Preis-Leistungs-Verhältnis relativ schlecht. „Gute“ Alkaline-Batterien wie die Aerocell Alkaline von Lidl oder die Activ Energy Super Alkaline von Aldi Süd gibt es schon für 21 Cent. „Gute“ Markenprodukte kosten hingegen oft mehr als das Fünffache.

Beste Batterie im Test: die „sehr gute“ Energizer Ultimate Lithium. Diese Batterie lohnt sich trotz ihres Preises von über 2,40 Euro für Anwendungen, bei denen es auf eine sichere und ergiebige Stromversorgung ankommt, wie beispielsweise beim Fotografieren. Beim Einsatz in Digitalkameras ist diese Batterie dreimal so ergiebig wie die besten alkalischen. Vorteil von Lithium-Batterien allgemein: Sie liefern im Gegensatz zu alkalischen auch bei winterlichen Minustemperaturen volle Leistung.

Tipp der Tester: Auch beim Kauf von Batterien auf Frische achten. Das Mindesthaltbarkeitsdatum sollte vier Jahre oder mehr betragen. Denn Batterien altern und verlieren ständig etwas von ihrer Anfangskapazität.

Der ausführliche Test Batterien findet sich in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift test und im Internet unter www.test.de/batterien.


Räucherlachs: Für 14,80 Euro „mangelhaft“, für 1,40 Euro „gut“

Von 18 Räucherlachs-Produkten schnitt ausgerechnet die lose Ware von der Frischetheke am schlechtesten ab: der mit 14,80 Euro pro 100 Gramm eingekaufte irische Wildlachs aus dem KaDeWe entpuppte sich als Zuchtfisch und war verdorben. Das test-Qualitätsurteil: „mangelhaft“. Für die Januar-Ausgabe ihrer Zeitschrift test hat die Stiftung Warentest Räucherlachs, davon14 Produkte Zuchtlachs, 4 aus ökologischer Aquakultur und 4-mal Wildlachs, darunter einmal lose Ware, getestet.

Mit zwei Zuchtlachs-Produkten liegt Friedrichs vorn: 100 Gramm „guter“ Räucherlachs aus konventioneller Zucht kosten 4,00 Euro, aus ökologischer Aquakultur 5,30 Euro. Sensorisch am besten und aus Ökozucht ist der „gute“ bio-verde (Naturland) Nordadlantiklachs für 5,50 Euro. Auch „gut“, aber deutlich günstiger ist der Farmlachs von Lidl und Aldi (Süd) für je 1,40 Euro.

Dass wilder Lachs gezüchtetem überlegen ist, belegt der Test nicht. Der beste Wildlachs schneidet im Test nur „befriedigend“ ab. Er kommt von Stührk und kostet 3,80 Euro pro 100 Gramm.

Minuspunkte gaben die Tester für blaue Impfflecken, Hautreste, Gräten, undefinierbare braune Flecken oder Scheiben, die beim Entnehmen zerreißen. Für einen leicht bitteren und leicht brennenden Nachgeschmack gab es ebenso Punktabzüge wie für eine erhöhte Keimzahl, die ein Zeichen von schlechter Kühlung oder mangelnder Hygiene sein kann. Insgesamt war das Ergebnis aber deutlich besser als vor acht Jahren. Damals waren 10 von 22 Produkten verdorben.

Der ausführliche Test Räucherlachs findet sich in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift test und unter www.test.de/lachs.


Skihelme und Skibrillen für Kinder und Jugendliche: Schlechter als für Erwachsene

Das Skizubehör für Kinder und Jugendliche ist qualitativ schlechter als das für Erwachsene. Im Test erhielten nur 2 von 12 Helmen und nur 4 von 16 Skibrillen ein „Gut“. Bei entsprechenden Tests für Erwachsene waren es 6 von 15 Helmen und 10 von 17 Brillen. Das berichtet die Stiftung Warentest in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift test.

Bei fünf Juniorhelmen im Test könnten sich bei Stürzen Steine, Zweige und Skistöcke durch die Schale bohren. Bei acht Helmen löste sich die Notöffnung am Kinnriemen erst bei einer Zugbelastung von mehr als 100 Kilo. Bliebe ein junger Skifahrer damit etwa am Lift hängen, könnte er sich strangulieren.

Auch die getesteten Skibrillen haben Schwächen. Anders als viele Modelle für Erwachsene bestehen sie nicht aus besonders widerstandsfähigem Kunststoff. Die Scheiben der Brillen sind daher nur mäßig schlagfest.

In einigen Produkten wurden auch Schadstoffe gefunden, die über die Haut in den Körper dringen können. Der Helm Atomic Punx+ enthält ein Flammschutzmittel, das im Verdacht steht, Krebs zu erzeugen. Der Brillenschaumstoff der Carrera Kimerik S und Uvex Comanche enthielt giftiges Phenol. In der Casco Powder Jr. steckte der fortpflanzungsschädigende Weichmacher DEHP.

Der ausführliche Test Skribrillen und Skihelme für Kinder und Jugendliche findet sich in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift test und im Internet unter www.test.de.

Speak Your Mind

*