May 21, 2012

Stiftung Warentest: Autoversicherung, Kredite von privat, Riestern mit Fonds, Finanzberatung der Postbank, Immobilienrente und Krankenhauszusatzversicherung

Autoversicherung: Braucht jeder – und fast jeder kann Geld sparen

Zwischen dem billigsten und dem teuersten Tarif kann der Preisunterschied bei Autoversicherungen zum Teil 1.000 Euro pro Jahr ausmachen. Das hat die Stiftung Warentest in einem Vergleich von 151 Versicherungstarifen von 79 Versicherern ausgerechnet. Das Thema ist aktuell: Wer zum Jahresende wechseln möchte, muss sich jetzt um seinen neuen Vertrag kümmern. Die November-Ausgabe von Finanztest liefert dazu auf 14 Seiten Vergleichstabellen und Musterfälle.

Weil die Kfz-Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben ist, sind die Leistungen nahezu bei allen gleich – nur die Preise nicht. Wer allerdings zusätzlich Teilkasko- oder Vollkasko wählt, sollte sich genau anschauen, welche Leistungen ihm ein Tarif bietet. Finanztest hat sie detailliert ausgewertet. Für Käufer von Neuwagen ist es zum Beispiel interessant, wie lange nach dem Kauf die Versicherung den Neuwert ersetzt, falls das Auto durch einen Unfall zerstört wird. Die Dauer der Neuwertentschädigung liegt bei den meisten Tarifen zwischen 6 und 24 Monaten nach einem Neukauf.

Wer einen Versicherer mit Außendienst sucht, findet bei Huk-Coburg und DEVK gute Tarife. Günstiger kommen Kunden weg, die auf einen Vertreter vor Ort verzichten können. Sie fahren mit der Direct Line, der Europa und der deutschen internet gut. Eine individuelle Versicherungsanalyse bietet die Stiftung Warentest für 16 Euro an. Ummelden muss man sich aber selbst.

Der ausführliche Bericht findet sich in der November-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und unter www.test.de/autoversicherung.

 


 

Kredite von privat: Nicht alle Online-Plattformen sind empfehlenswert

Über Online-Plattformen können sich Privatleute gegenseitig Geld leihen. Das Konzept kommt aus den USA und wird auch bei uns immer beliebter. Doch während beim Anbieter smava das Geschäftsmodell funktioniert, lauern beim Anbieter Auxmoney falsche Versprechen und hohe Gebühren. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in ihrer November-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest.

So fallen bei Auxmoney für ein Kreditgesuch in jedem Fall Kosten an, auch wenn gar kein Abschluss zustande kommt. Gebühren für die Anmeldung, die Prüfung von Identität und Bonität, sowie die Vermittlung des Kredites summieren sich schnell auf stattliche Summen. Wer sich über Auxmoney 5000 Euro leiht, zahlt in 36 Monaten fast 190 Euro allein an Gebühren – mehr als doppelt so viel wie bei Konkurrent smava.

Mängel gibt es auch bei der Sicherheit: Verleiht ein Anleger Geld über smava, so wird die Summe in einem Pool zusammengefasst. Kann ein Kreditnehmer nicht zahlen, so gleichen die anderen im Pool den individuellen Verlust aus. Bei Auxmoney gibt es dieses Sicherheitsnetz nicht, das Risiko ist deutlich höher. Fällt ein Schuldner aus, so müssen Anleger hoffen, dass der Anbieter das Geld für sie eintreibt. Einen Anspruch darauf haben sie aber laut Vertrag nicht.

Fragwürdig ist auch die Werbung von Auxmoney: So wird ein Kredit „ohne Schufa“ versprochen. Wer wegen schlechter Bonität aber anderswo kein Geld mehr bekommt, dem ist mit einem weiteren Kredit meist auch nicht geholfen. Außerdem täuscht der Slogan, denn auch bei Auxmoney entscheidet letztlich eine Bank über die Kreditvergabe.

Der ausführliche Artikel findet sich in der November-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und unter www.test.de/privatkredit.

 


 

Riestern mit Fonds: Nur wenige Produkte sind empfehlenswert

Riester-Rentenversicherungen als Fondsvariante werden trotz Finanzkrise immer beliebter. Mittlerweile werden sie häufiger verkauft als klassische Riester-Rentenversicherungen. Zu Unrecht, wie die Stiftung Warentest in der November-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest feststellt. Von den 21 Fondspolicen im Test sind nur zwei Angebote mit Abstrichen empfehlenswert. Alle anderen kosten zu viel.

Wer von den Renditechancen der Aktienmärkte profitieren möchte, sollte laut Finanztest nicht in fondsgebundene Riester-Versicherungen, sondern lieber gleich in reine Riester-Fondssparpläne investieren. Sie sind günstiger und bieten höhere Renditechancen. Empfehlenswert ist die UniProfiRente. Bei fallenden Kursen schichtet sie in sichere Anlageformen um, in besseren Zeiten investiert sie wieder in Fonds. Hohe Renditechancen bietet zudem die DWS TopRente Dynamik.

Riestern mit Fonds lohnt sich vor allem für junge Leute bis ungefähr 40. Nur sie haben die Zeit, Rückschläge an den Aktienmärkten wieder aufzuholen. Verlustrisiken bestehen nicht, weil für Riester-Verträge eine gesetzliche Beitragsgarantie gilt.

Verbraucher, die von Vermittlern oder Bankberatern wider Willen in fondsgebundene Riester-Versicherungen gedrängt wurden, sollten ihren Vertrag aber nicht kündigen. Besser ist es, den bestehenden Vertrag beitragsfrei zu stellen und einen neuen Riester-Vertrag abzuschließen. Denn nur dann müssen die Versicherer bis zum Rentenbeginn die aufgelaufenen Verluste ausgleichen.

Der ausführliche Test von Riester-Fondssparplänen und fondsgebundenen Riester-Versicherungen findet sich in der November-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und unter www.test.de/riester-fonds.

 


 

Finanzberatung der Postbank: Finanztest warnt vor Falschberatung bei der Postbank

Falschberatung, Urkundenfälschung, sinnloses Umschichten von Verträgen – Finanztest liegen gleich mehrere Fälle vor, in denen Kunden der Postbank Finanzberatung AG übers Ohr gehauen wurden.

Im Jahr 2006 hat die Postbank die Postbank Finanzberatung AG gegründet, die Produkte der Postbank und der BHW Bausparkasse verkauft. Seither arbeiten Berater der Postbank Finanzberatung AG als selbständige Handelsvertreter. Sie stehen nicht auf der Gehaltsliste der Bank, sondern leben ausschließlich von Provisionen. Die fließen aber nur, wenn sie möglichst viele Verträge verkaufen.

Wohl deshalb werde auf Teufel komm raus verkauft, auch wenn ein Kunde gar keine Verträge benötige, sagt Finanztest. Opfer von Falschberatungen sind besonders oft Ältere. So sind Senioren verstärkt Bausparverträge aufgeschwatzt worden, obwohl sie weder bauen noch renovieren wollten. Finanztest stieß gleich auf mehrere Fälle, in denen die Kunden weit über 100 Jahre alt werden müssten, um die Zuteilung ihres Vertrages zu erleben. In einigen Fällen wurden Kunden gleich mehrere Bausparverträge aufgeschwatzt. In anderen Fällen wurden Altverträge für eine Riesterfondsrente vorzeitig gekündigt und neue Verträge abgeschlossen. Ergebnis: Wieder können die Berater Abschlussprovisionen kassieren. Für Kunden ist ein solches Umschichten unsinnig und teuer.

In drei Fällen fälschte ein Berater Unterschriften. Er unterschrieb für Kunden Verträge, die diese gar nicht haben wollten. Erst nach Einschalten eines Anwalts löste die Postbank die Verträge wieder auf. Der Berater durfte trotz der Urkundenfälschung weiter für die Postbank arbeiten.

Mehr Informationen dazu gibt es in der November-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und im Internet unter www.test.de

 


 

Immobilienrente: Rente aus Stein hat ihren Preis

Ältere Hauseigentümer können jetzt ihre Immobilie zu Geld machen, ohne ausziehen zu müssen. Die Zeitschrift Finanztest stellt in ihrer Novemberausgabe die ersten Angebote zur Immobilienverrentung vor.

Die Deutsche Kreditbank (DKB) und die Investitionsbank Schleswig-Holstein bieten als erste deutsche Banken eine sogenannte Umkehrhypothek an. Damit können Rentner noch zu Lebzeiten Kapital aus ihrer Immobilie schlagen und trotzdem darin wohnen bleiben. Erst wenn der Eigentümer auszieht oder stirbt, wird das Darlehen zusammen mit den aufgelaufenen Zinsen fällig.

Die Immobilienverrentung hat allerdings einen hohen Preis. Von der DKB bekommen Eigentümer nur ein Darlehen von 15 bis 35 Prozent des Immobilienwerts. Durch Zinsen, Gebühren und Pauschalen verdoppelt sich die Kreditschuld bereits nach zehn Jahren. Auch die geplante Immobilienrente der Investitionsbank Schleswig-Holstein fällt im Vergleich zum Wert des Hauses bescheiden aus. Nach Finanztest-Berechnungen liegt der Effektivzins dafür oft über 10 Prozent.

Höhere Immobilienrenten gibt es von der Stiftung Liebenau. Sie vergibt keine Darlehen, sondern kauft älteren Menschen ihr Haus gegen ein lebenslanges Wohnrecht und eine Rente ab. Dieses Modell hat aber Nachteile, wenn der ehemalige Eigentümer früh stirbt oder auszieht.

Die Verrentung ihrer Immobilie ist vor allem für Hauseigentümer interessant, die in jedem Fall in ihrem Haus bleiben wollen und keine nahestehende Erben haben. Als Alternative sollte aber immer auch ein Verkauf der Immobilie in Betracht gezogen werden, rät Finanztest.

Der ausführliche Artikel findet sich in der November-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und im Internet unter www.test.de/immobilienrente.

 


 

Krankenhauszusatzversicherung: „Sehr gut“ versichert ab 35 Euro im Monat

Gesetzlich Versicherte mit Zusatzpolice sind im Krankenhaus den Privatpatienten fast gleichgestellt. Die besten Angebote für Versicherungen mit Chefarztbehandlung und Einzelzimmer sind die Tarife SZ der Huk-Coburg und 400 der LKH. Sie kosten beim Eintritt mit 43 Jahren zwischen 35 und 40 Euro im Monat. Die besten Zweibettzimmertarife sind etwas günstiger. Zu diesem Ergebnis kommt die Zeitschrift Finanztest in der November-Ausgabe, für die sie Krankenhaus-Zusatzversicherungen aller privaten Krankenversicherer untersucht hat, die jedem Kunden zugänglich sind.

Gesetzlich Krankenversicherte sind standardmäßig im Mehrbettzimmer untergebracht und werden normalerweise von den jeweils diensthabenden Ärzten behandelt. Privatpatienten haben dagegen Anspruch auf die Behandlung durch Chefärzte und die Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer, außerdem bekommen sie unter Umständen schneller einen Termin für eine Operation.

Von 94 mit Qualitätsurteilen bewerteten Krankenhauszusatztarifen waren allerdings 21 „ausreichend“, und zwei sogar „mangelhaft“, weil das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht stimmte oder die Beitragsentwicklung in den letzten acht Jahren ungünstig ausfiel. Wer hingegen einen der drei „sehr guten“ oder 21 „guten“ Tarife auswählt, bekommt ein Angebot, das weit oder deutlich über dem aktuellen Marktdurchschnitt liegt.

Der ausführliche Test findet sich in der November-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und unter www.test.de/krankenhauszusatzversicherung.

Comments

  1. SantaCruze says:

    Also ich halte garnichts von diesen Angeboten von Privatkrediten. Am besten ist man immer noch bedient, garnicht erst einen Kredit aufzunehmen, da macht man am wenigstens mit falsch.

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