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Deutsche Telekom: Gründung der Service-Gesellschaften bis 01. Juli

May 25, 2007 by Web Internet 

Deutsche Telekom: Gründung der Service-Gesellschaften bis 01. Juli

25.05.2007

  • Einigung mit ver.di weiterhin angestrebt
  • Service-Einheiten sollen zukunftsfähig aufgestellt werden
  • Betriebsübergang bis spätestens 1. Juli
  • Gültige ver.di-Tarifverträge greifen

Die Deutsche Telekom wird wie angekündigt bis spätestens 1. Juli die geschäftlichen Aktivitäten der Bereiche Technischer Kundendienst, Technische Infrastruktur und Call Center in drei rechtlich selbständige Service-Gesellschaften überführen. Gleichzeitig strebt das Unternehmen weiterhin eine Einigung mit ver.di an, um die neuen Gesellschaften mit zukunftsfähigen und bedarfsorientierten Tarifverträgen auszustatten.

„Wir laden Herrn Schröder noch einmal ein, an den Verhandlungstisch zurückzukehren“, appellierte Karl-Gerhard Eick, Vorstand Finanzen und Verhandlungsführer, an ver.di. „Wir sollten die Chance nutzen, im Sinne unserer gemeinsamen Verantwortung für die Mitarbeiter und die Zukunftsfähigkeit der Telekom nach einem tragfähigen Kompromiss zu suchen.“

Die Deutsche Telekom will ihren Kunden einen weiter verbesserten Service mit eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bieten. Die konzerneigenen Service-Gesellschaften werden sich auf ihr jeweiliges Geschäft konzentrieren und im Interesse der Kunden schnell und flexibel agieren. Die T-Punkt-Vertriebsgesellschaft ist diesen Weg bereits erfolgreich gegangen und stellt neue Mitarbeiter ein.

Die Tarifverträge von T-Mobile KS und Vivento Technical Services werden auf die neuen Gesellschaften Anwendung finden. Somit gelten dann die entsprechenden Beschäftigungsbedingungen für die Mitarbeiter, die zur Jahresmitte per Betriebsübergang in die Service-Gesellschaften wechseln. Die Konditionen werden also von dem Tarif-Angebot der Deutschen Telekom abweichen und zum Teil für die Mitarbeiter ungünstiger sein.

Die drei Konzerngesellschaften sind die Deutsche Telekom Technischer Service GmbH, die Deutsche Telekom Netzproduktion GmbH und die Deutsche Telekom Kundenservice GmbH.

Die Deutsche Telekom ist nach wie vor auf der Basis ihres letzten Angebots gesprächs- und verhandlungsbereit. Auf der Basis einer Einigung mit ver.di könnte beispielsweise ein deutlich längerer Kündigungsschutz vereinbart werden, als dieser nun für die drei Service-Gesellschaften gelten wird.

„Wir haben in den Verhandlungen einen Kündigungsverzicht bis Ende 2011 angeboten“, sagt Thomas Sattelberger, Vorstand Personal und Arbeitsdi­rektor der Deutschen Telekom. „Das ist nicht selbstverständlich und in Deutschland fast einmalig und bietet unseren Mitarbeitern und ihren Fami­lien eine enorme Planungssicherheit. Wir ringen um den Erhalt von 50.000 Arbeitsplätzen im Konzern.“

Langfristig ist dies allerdings nur möglich, wenn die Deutsche Telekom dem immensen Wettbewerbsdruck erfolgreich begegnet. Dazu gehören neben sehr guten Produkten und Service, verbesserten Prozessen und einer leistungsstarken IT auch konkurrenzfähige Kostenstrukturen. Für die Sicherung des Unternehmens Deutsche Telekom und den Erhalt von guten und zukunftsfähigen Arbeitsplätzen muss an all diesen Punkten angesetzt werden.

Bei dem laufenden Streik ist die Deutsche Telekom bestrebt, die Auswirkungen auf die Kunden so gering wie möglich zu halten. Hierfür setzt das Unternehmen auf den flexiblen Einsatz von Mitarbeitern und Beamten und auf die Vergabe an externe Dienstleister. „Die derzeitigen Streikauswirkungen bewegen sich in der von uns prognostizierten Bandbreite. Wir müssen zum Beispiel Verzögerungen bei der Einrichtung von Anschlüssen mit Beteiligung eines Servicetechnikers feststellen“, sagt Timotheus Höttges, Vorstand T-Com, Sales & Service Deutschland.

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