Deutschland hat beim Breitband noch Nachholbedarf
Ende 2006 hatten 37 Prozent der Haushalte einen breitbandigen Internet-Zugang
50-Prozent-Markte wird im Jahr 2008 überschritten
Westeuropäischer Durchschnitt heute bei 42 Prozent
Berlin, 2. März 2007 – Die Zahl der Breitbandanschlüsse hat sich in den vergangenen drei Jahren in Deutschland verdreifacht. Zum Jahreswechsel 2006/2007 verfügten 37 Prozent der Haushalte über einen schnellen Internet-Zugang, Ende 2003 waren es erst 12 Prozent. „Trotz dieses hohen Zuwachses liegt Deutschland bei der Verfügbarkeit schneller Internet-Zugänge international sichtbar zurück“, sagt BITKOM-Vizepräsident Jörg Menno Harms. In den westeuropäischen Staaten hatten zum Jahreswechsel im Schnitt 42 Prozent der Haushalte einen breitbandigen Anschluss, in Südkorea waren es gar 84 Prozent.
Die 50-Prozent-Marke soll in Deutschland nach BITKOM-Schätzungen im Jahr 2008 überschritten werden. Bislang war man davon ausgegangen, dass erst Anfang 2009 ein entsprechender Wert erreicht würde. Für den starken Zuwachs sorgen der zunehmende Wettbewerb, technologischer Fortschritt und die entsprechend niedrigeren Preise bei gleichzeitig höheren Bandbreiten.
Derzeit gelten Übertragungsraten von über 384 Kilobit pro Sekunde als Breitband. In den Anfangszeiten des Internets wurde nur ein Kilobit pro Sekunde übermittelt. Für den Download eines MP3-Musiktitels von knapp 4 Megabyte bräuchte man mit einer solchen Leitung rund acht Stunden. Inzwischen sind Breitbandanschlüsse mit mindestens zwei Megabit pro Sekunde die Regel und der Startschuss für Angebote mit 50 Megabit pro Sekunde ist bereits gefallen. Damit schafft man den Download des Musiktitels in weniger als einer Sekunde.
