Fixed-Mobile-Konvergenz (FMC) – Internet als treibende Kraft
Die Mobilfunkwelt und das Festnetz driften aufeinander zu und werden irgendwann einmal verschmelzen, darin sind sich die meisten Handy-Experten und auch DSL-Kenner einig. Wann genau der eine Bereich in dem anderen aufgeht ist indes unklar. Zu viele Faktoren wirken auf diese im Prinzip scheinbar unaufhaltsame Entwicklung ein. Die Sprachtelefonie gehört hier allerdings seit geraumer Zeit nicht mehr zu den entscheidenden Einflüssen.
Vielmehr hat jetzt die zuvor über Jahre hinweg eher langsam voran schreitende Konvergenz von standortgebundenen und nicht standortgebundenen Telekommunikationsdiensten durch den Boom des mobilen Internets einen deutlich wahrnehmbaren Schub erfahren. Die Handy-Branche hat es geschafft, mit der Einführung von Funktechnologien der dritten Generation (3G) das Internet auch von unterwegs in Breitband-Geschwindigkeit abrufbar zu machen. Mit UMTS, HSDPA & Co ist es den Mobilfunkern aber auch gelungen, den etablierten DSL-Anschlüssen in ihrem angestammten Bereich Konkurrenz zu machen. Das mobile Internet wird inzwischen – schneller als erwartet – als Alternative zu den Breitband- Internetzugängen auf DSL-Basis wahrgenommen. Zuvor florierte das Geschäft mit DSL über lange Zeit ohne wirkliche Konkurrenz von anderen Technologien.
Inzwischen denken immer mehr Festnetzanbieter über Mobilfunk-Ableger nach, um ihr Geschäftsfeld in den zukunftsträchtigeren der beiden Bereiche zu erweitern. Einige Unternehmen, wie z.B. Freenet, das bis vor kurzem als reiner Festnetzanbieter auftrat, haben diesen Schritt gerade vollzogen, bei anderen Festnetz-Firmen dürften ähnliche Maßnahmen in der Vorbereitung sein. Umgekehrt gibt es heute kaum noch einen Funknetz-Betreiber, der nicht auch DSL-Zugänge im Angebot hätte.
Eine weitere Technologie, die auf UMTS aufsetzt und die Konvergenz ebenfalls beschleunigen dürfte wird die Einführung der Femtozelle in naher Zukunft sein. Mit Femtozellen werden mobile Endgeräte auf einfachste Art und Weise zusammen mit Festnetz-Applikationen einsetzbar, was beim Verbraucher Kosten spart und die Anzahl der benötigten Endgeräte senkt. Das Handy kann damit beispielsweise zugleich als Festnetz-Telefon eingesetzt werden – und das prinzipiell auch noch zu Festnetz-Konditionen.
Heute gibt es bereits das eine oder andere Anzeichen dafür, dass die Festnetz-Sparte durch Mobilfunk-Angebote in Zukunft immer weiter unter Druck geraten dürfte. So hat kürzlich der Mobilfunk-Riese T-Mobile seine Internet-Zugangstarife auf UMTS-Basis in das hauseigene Empfehlungsprogramm mit aufgenommen. Vergleicht man die Prämien, die T-Mobile als Belohnung für erfolgreiche Empfehlungen auszahlt, dann wird man zunächst feststellen, dass Handy-Tarife immer noch die Nase vorn haben: Bis zu 100,- Euro lässt sich der Netzbetreiber eine solche Empfehlung gerade im Rahmen einer Sommeraktion (für die Tarife ‚Max‘ und ‚MyFaves‘) kosten, die Datentarife web’n’walk hingegen bringen nur maximal 55,- Euro. Wichtiger als die Höhe der Prämien ist in diesem Fall aber, dass die Tarife überhaupt in dem Empfehlungsprogramm auftauchen. Zum einen wurden Internettarife über Freundschaftswerbung bis vor kurzem ausschließlich von DSL-Anbietern vermarktet. Zum anderen eignen sich nur bestimmte Produkte für Empfehlungen im Freundes- oder Familienkreis. Und zwar sind das ausschließlich solche, die bereits ihre Kinderkrankheiten hinter sich haben und sich bei einer genügend großen Anzahl von Kunden bewährt haben. Nur dann werden sie auch empfohlen. Diese ‚Reifeprüfung‘ haben die UMTS Datentarife bei T-Mobile also schon hinter sich, was deren Relevanz im Massenmarkt klar steigert und gleichzeitig als Gradmesser für die angesprochene Konvergenz fungieren kann.
Gastbeitrag: Petr Nemec

Hey, wie komme ich denn an die Möglichkeit eines Gastbeitrages!?
Hallo,
am besten sich per Mail melden.
Gruß
Alex
Das beste UMTS Netz ist das D Netz.Mit verschieden Angeboten von den Discounter kann man das mobile Internet als Prepaid Variante nuzten.Es ist darauf zu achten,daß man alle Anbieter mit einander vergleicht und ein Verfügbarkeitscheck macht.LG Birigt