Schlechte Noten für Lernkultur in deutschen Unternehmen: Manager würden gerne mehr lernen

Schlechte Noten für Lernkultur in deutschen Unternehmen: Manager würden gerne mehr lernen
Die Akademie befragte 360 Managerinnen und Manager

Schlechte Noten für Lernkultur in deutschen Unternehmen: Manager würden gerne mehr lernen

Überlingen, 20.11.2007 - Wie ist es um die Lernkultur in deutschen Unternehmen bestellt? Lernen Manager und Führungskräfte das, was sie im Arbeitsalltag anwenden und benötigen? Eine ak-tuelle Umfrage der Akademie für Führungskräfte der Wirtschaft (Überlingen / Bad Harzburg) unter 360 deut-schen Managern stellt der Lernkultur in deutschen Un-ternehmen lediglich ein ausreichendes Zeugnis aus: 67 Prozent meinen, dass den Themen Lernen und Weiter-entwicklung in deutschen Unternehmen zu wenig Auf-merksamkeit geschenkt wird.

Guten Noten erhalten die Vorgesetzten: 288 der befragten Manager geben an, bei der Fortbildung von ihren Vorge-setzten „gut“ oder sogar „sehr gut“ unterstützt zu werden. Das sind knapp 84 Prozent der Befragten. Allerdings müs-sen rund 58 Prozent der Mitarbeiter selbst Initiative zeigen: 201 der Befragten geben an, dass sie ihre Weiterbildung selbst planen und vorschlagen müssen – sich dann aber einer guten Unterstützung gewiss sein können. Immerhin ein Viertel bekommt von ihren direkten Vorgesetzten ein „Rundumsorglos-Paket geliefert und fühlt sich „sehr gut“ bei Weiterbildungsmaßnahmen unterstützt.

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Stress statt Seminar: keine Zeit fürs Lernen

Als Haupthindernis für Training und Lernen im Beruf ge-ben die Meisten (38,6 Prozent) an, „zu wenig Zeit“ zu haben. 23,6 Prozent stellen fest, dass es keine Lernkultur in ihrem Unternehmen gäbe. 13,2 Prozent finden nicht das passende inhaltliche Angebot.

Nur 26 Prozent würden zugunsten des Lernerfolges Freizeit opfern und zum Beispiel ein Seminar am Wochenende besuchen. Nur 13 Prozent erklären sich be-reit, selbst Geld in die berufliche Fortbildung am Arbeitsplatz zu investieren.

Daniel F. Pinnow, Geschäftsführer der Akademie für Füh-rungskräfte, Coach und Buchautor, bewertet die Umfrage-ergebnisse mit lachendem und weinenden Auge: „Immerhin gehen die meisten Manager davon aus, dass Lernen nicht zuletzt in ihrer eigenen Verantwortung liegt. Allerdings wird Lernen in Deutschland immer noch zu sehr als „Mangelbehebung“ verstanden. Mit schlimmen Folgen: Mancher Chef meint, im Gegensatz zur Mannschaft keinen Trainingsbedarf zu haben. Oder noch schlimmer: Er gibt es nicht zu.“ Eine Einschätzung, der wohl die Meisten der Befragten zustimmen würden: 58,6 Prozent sind der Meinung, dass Führungskräfte von heute das Lernen verlernt haben. Pinnows Appell: „Es wird Zeit, dass Lernkompetenz als Schlüsselkompetenz guter Führungskräfte verstanden wird!“

Die Akademie-Studie 2007 „Lernen – Managen – Führen: Wie bilden sich deutsche Manager weiter?“ steht ab dem 03.09.2007 unter www.die-akademie.de zum kostenlosen Download bereit.
Auch als Printausgabe kann sie kostenlos angefordert wer-den
(E-Mail an info@die-akademie.de).

Ansprechpartner:

Herr Dr. Lars-Peter Linke
E-Mail: presse@die-akademie.de
Telefon: +49 (40) 41 90 93-03
Fax: +49 (40) 41 90 96-66

Über Akademie für Führungskräfte der Wirtschaft GmbH:
Die Akademie für Führungskräfte der Wirtschaft , gegründet 1956 in Bad Harzburg, zählt mit mehr als 680.000 Teilnehmern zu den bedeutendsten Management-Instituten im deutschsprachigen Raum. Seit über 50 Jahren begleiten wir Führungskräfte aller Branchen auf ihrem beruflichen und persönlichen Entwicklungsweg. Die Führungstrainings und Entwicklungsprogramme basieren auf den Prinzipien der Systemischen Führung. SIe bilden die Basis für eine Unternehmenskultur, die wirtschaftliches und persönliches Wachstum fördert. Über 8.500 Führungskräfte nutzen daher jährlich das umfassende Seminar-Angebot zu den Themen Führung, persönliche Entwicklung und klassisches Management.




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